Heidenheims Trainer Frank Schmidt wartete gegenüber dem 1:2 bei Dortmunds Zweitvertretung mit vier Neuen in der Startformation auf: Endres, Weil, Titsch-Riveiro und Deutsche ersetzten Tausendpfund, Feistle, Schittenhelm und Sailer. FCS-Coach Jürgen Luginger tauschte im Vergleich zum turbulenten 3:3 gegen Wehen Wiesbaden derweil nur einmal Personal: Stegerer verdrängte Straith auf die Bank.
Beide Teams zeigten sich vom Anpfiff weg couragiert in der Vorwärtsbewegung. Die erste Torchance verbuchte der FCH: Deutsche zog nach Doppelpass mit Schnatterer ab, verfehlte den Gästekasten aber (2.). Nur drei Minuten später gingen die Hausherren in Front: Goalgetter Thurk veredelte eine Malura-Flanke mit dem Kopf zum 1:0.
Saarbrücken mühte sich um eine Antwort. Die Luginger-Elf agierte dabei allerdings zu ungenau, spielte dem Ostalb-Team mit leichtfertigen Ballverlusten immer wieder in die Karten. Die Heidenheimer nutzten diese, um schnell den Weg nach vorne einzuschlagen. Nach knapp 20 Minuten legte der FCH nach: Endres bestrafte nach einer Schnatterer-Ecke erneute Abwehrmängel der Gäste bei hohen Bällen, der aufgerückte Verteidiger köpfte ungedeckt ein (19.).
Die komfortable Zwei-Tore-Führung lief jedoch bereits drei Minuten später Gefahr, zu schmelzen - und nicht nur das: Göhlert, der zuvor FCS-Angreifer Ziemer im Strafraum zu Fall gebracht hatte, bekam von Schiedsrichter Sören Storks die Rote Karte vorgehalten. Sven Sökler schnappte sich das Leder, scheiterte vom Punkt aber an Sabanov (23.). Ungeachtet davon versuchten die Gäste auch im Anschluss gefährlich vor dem vom Ex-Saarbrücker gehüteten Tor in Aktion zu treten. Dem Gründungsmitglied der Bundesliga fehlte bis zum Kabinengang allerdings weiter die Präzision, der FCH sorgte in Unterzahl seinerseits geschickt für Entlastung.
Beginnend mit Wiederanpfiff machten sich die Saarländer daran, den Druck zu erhöhen. 48 Minuten waren absolviert, als die Kugel nach einem Freistoß des eingewechselten Eggert am Gehäuse vorbeisauste. Weitere Halbchancen gegen defensiv orientierte Heidenheimer folgten: Ziemer - inspiriert vielleicht von Zlatan Ibrahimovic - probierte es per Fallrückzieher (55.).
Auch wenn Saarbrücken nun tonangebend war, die Defensive der Hausherren arbeitete konzentriert. Stiefler hatte dennoch den Anschlusstreffer auf dem Fuß, zielte im Nachschuss aber zu ungenau (65.). Engagiert, aber nicht inspiriert präsentierten sich die Gäste gegen den dezimierten Aufstiegsaspiranten auch fortan.
Der FCH löste sich in der Schlussphase zunehmend besser aus der Umklammerung. Exakt eine Viertelstunde vor Ende der regulären Spielzeit sorgte Schnatterer nach Vorarbeit von Bagceci mit seinem achten Saisontreffer für die Vorentscheidung. Denn das 3:0 sollte in den letzten Minuten, da Saarbücken nun kopflos stürmte und Sabanov Hayers saftigen Schuss entschärfte (88.), Bestand haben.
Der 1. FC Heidenheim ist am kommenden Spieltag samstags ab 14 Uhr in Offenbach gefordert. Der 1. FC Saarbrücken hat zeitgleich den Halleschen FC im Ludwigspark zu Gast.
| 1. FC Heidenheim |
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| 1. FC Saarbrücken |
Rote Karten |
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Gelbe Karten |
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| Besondere Vorkommnisse | |
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Sabanov hält Foulelfmeter von S. Sökler (23.)
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