Saarbrückens Trainer Jürgen Luginger tauschte im Vergleich zum 0:2 in Rostock dreimal das Personal: Straith und Maek ersetzten Stegerer und Eggert. Stiefler feierte nach langer Verletzungspause sein Startelf-Comeback, Laux musste weichen. SVWW-Coach Peter Vollmann nahm an seiner Startformation gegenüber dem 3:1-Erfolg gegen Dortmunds Zweitvertretung zwei Veränderungen vor: Bieler und Vunguidica begannen statt Mintzel und Zieba.
Die Zuschauer im Ludwigspark bekamen frühzeitig einen Eindruck davon, was sie in einem turbulenten ersten Durchgang erwarten sollte: Janjic veredelte Vunguidicas klugen Pass in den Rücken der FCS-Abwehr mit der Gästeführung (3.). Ziemer hätte zwei Minuten später beinahe die Antwort gegeben: Christ klärte nach dem Kopfball des Saarbrücker Angreifers auf der Linie.
Auch in der Folge dominierten die Angriffsreihen hüben wie drüben das Geschehen, die Defensivabteilungen agierten indes fehlerbehaftet. Die Folge waren Hochkaräter nahezu im Minutentakt. Nach rund einer Viertelstunde stockte Wehen Wiesbaden auf: Michael Müller ließ das Leder nach Janjics Schuss nach vorne prallen, Vunguidica sagte "Danke" (17.).
Die Saarländer reagierten wütend: Kurz nachdem Ziemer, frei vor Gurski nur das Außennetz getroffen hatte, rutschte die Kugel nach einem abgefälschten Sökler-Freistoß durch und landete in die Maschen - nur noch 1:2 (22.). Und der FCS blieb dran und glich nach nur vier weiteren Minuten aus: Torschütze Sökler assistierte, Ziemer vollstreckte aus der Nahdistanz. Eigentlich logisch, dass es auch danach rasant hin und her ging: Maek und auf der Gegenseite Wohlfarth verpassten den dritten Treffer für ihre Farben knapp (38., 41.), ehe Herzig die Hessen in der Nachspielzeit nach einer Christ-Flanke mit dem Kopf erneut in Front brachte (45. +1).
Auch die zweite Hälfte gestalteten die Kontrahenten spektakulär. Lerandy köpfte am leeren Gästeghäuse vorbei (53.), auf der Gegenseite stellten Ivana und Wohlfarth das Visier nicht richtig ein (69., 72.). Kurz zuvor hatte Referee Florian Steinberg einem Saarbrücker Treffer die Anerkennung verweigert.
Der SVWW geriet immer stärker unter Druck und musste exakt eine Viertelstunde vor Ablauf der regulären Spielzeit den Ausgleich hinnehmen: Kohler legte quer, Kruse machte das 3:3 amtlich. Im Anschluss drängte das Gründungsmitglied der Bundesliga vehemement auf den Siegtreffer, Wehen Wiesbaden setzte auf Konter. Beide Stilmittel brachten aber keinen Torerfolg mehr.
Der 1. FC Saarbrücken ist am kommenden Freitag ab 19 Uhr in Heidenheim gefordert. Der SV Wehen Wiesbaden ist tags darauf in Offenbach zu Gast (Anpfiff: 14 Uhr).
| 1. FC Saarbrücken |
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| SV Wehen Wiesbaden |
Gelbe Karten |
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