Unterhachings Trainer Klaus Augenthaler konnte zu Beginn der neuen Spielzeit aus dem Vollen schöpfen. Von seinen Neuzugängen fanden sich mit Hoffmann, Stegmayer, Fioretto, Tunjic und Gunlaugsson gleich fünf in der Startelf wieder.
Wehen Wiesbadens Coach Gino Lettieri hingegen krempelte sein Team im Vergleich zur Vorsaison gehörig um. Gleich sieben Neue erhielten zum Auftakt das Vertrauen ihres Trainers. Gurski (Tor), Ledgerwood, Lanzaat, Menga, Fießer, Mintzel und Janjic sollten den Hessen einen guten Start bescheren.
Anfangs entwickelte sich allerdings eine eher zähe Partie. Beide Mannschaften kamen nicht so recht aus den Startlöchern. Die SpVgg zeigte sich zu Beginn zwar etwas bemühter, brachte dabei aber kaum Struktur ins eigene Spiel. Auf der Gegenseite sorgten die Wiesbadener vor allem nach Standards für Gefahr, so prüfte Bohl nach 21 Minuten Hachings Schlussmann Kampa per direktem Freistoß. Fünf Minuten später kamen dann auch die Bayern zu Zuge, als Tunjic Gunnlaugsson in Szene setzte.
Der Isländer war aber zu unpräzise und musste dann zusehen, wie seine Mannschaft in Rückstand geriet: Menga visierte Schönheim mit einer präzisen Flanke am langen Pfosten an. Der 23-Jährige bedankte sich und drückte den Ball über die Linie (33.). Fast im Gegenzug hatte Gunnlaugsson die Antwort auf dem Fuß, besser gesagt auf dem Kopf. Sein Flugkopfball raste jedoch knapp daneben (34.). Danach beruhigte sich die Begegnung wieder, sofern es klare Torchancen betraf. Bis zu Pause gab's bis auf intensive Zweikämpfe auch nichts mehr zu sehen.
Ohne personelle Wechsel ging es in die zweiten 45 Minuten, in denen Unterhaching gleich um den Ausgleich bemüht war. Nach 55 Minuten wäre es fast passiert: Nach einer Fioretto-Ecke klärte Gurski nicht konsequent, hatte dann aber Glück, dass Mintzel vor der Linie klären konnte. Ansonsten waren die Augenthaler-Schützlinge bemüht, ließen dabei aber die Präzision im finalen Zuspiel vermissen, so dass sie lange Zeit nicht ernsthaft gefährlich wurden. Weil aber auch Wehen Wiesbaden kaum Offensivaktionen gelangen, plätscherte die Partie lange vor sich hin.
Klaus Augenthaler versuchte neue Impulse zu geben. Der Weltmeister von 1990 brachte im Laufe des zweiten Durchgangs mit Mitterhuber, Mützel und Avdic frische Kräfte, doch auch diese drei konnten die Auftaktniederlage am Ende nicht verhindern.
Die Spielvereinigung Unterhaching reist am Samstag zum bayrischen Nachbarn aus Regensburg. Der SV Wehen Wiesbaden bestreitet erst am Sonntag sein Heimspiel gegen den SV Babelsberg.
| SpVgg Unterhaching |
|---|
![]() ![]() Aufstellung: Kampa (2) - T. Schulz (3) , Hain (3,5) , T. Hoffmann (3,5) , Stegmayer (3,5) - Leandro (2,5) - Balkan (4) , Fioretto (3,5) - Villar (4) - Tunjic (4) , Gunnlaugsson (4) Trainer:
Augenthaler |
| SV Wehen Wiesbaden |