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08.01.2019, 10:53

Nürnberg: Trainer schätzt die Vielseitigkeit des Brasilianers

Köllner über Pereira: "Er kann ein ganz wichtiger Spieler werden"

Matheus Pereira spielte seit seiner Verpflichtung im Sommer beim 1. FC Nürnberg bisher keine große Rolle. Doch bei FCN-Trainer Michael Köllner ist der Brasilianer längst nicht abgeschrieben - im Gegenteil.


Aus Nürnbergs Trainingslager in Benahavis berichtet Frank Linkesch

Matheus Pereira
Taugt er zu Nürnbergs Hoffnungsträger? Matheus Pereira.
© imagoZoomansicht

Als das vergangene Jahr langsam zur Neige ging, gab es im Umfeld des 1. FC Nürnberg bereits vorschnelle Stimmen, die Matheus Pereira in der Kategorie Missverständnis abheften wollten. Spät im Sommer verpflichtet, spielte der 22-Jährige zwischen dem 7. und dem 14. Spieltag keine Rolle, von einem achtminütigen Kurzeinsatz gegen den VfB Stuttgart abgesehen. Pereira glich einer Sternschnuppe, die kurz am FCN-Firmament aufleuchtete und ganz schnell wieder erlosch, Hoffnungen oder gar Wünsche schien er nicht zu erfüllen. Ein Manko: Sein Defensivverhalten. "Er war bei mir nie abgeschrieben. Wir müssen uns bei einem Neuzugang einfach die Zeit nehmen, auch wenn es in der Bundesliga schwierig ist", sagt Trainer Michael Köllner. Ein vorzeitiges Ende des Leihgeschäfts mit Sporting Lissabon in diesem Winter sei deshalb kein Thema gewesen.

Schließlich wendete sich das Blatt, Köllner setzte in der englischen Woche vor Weihnachten dreimal auf den Brasilianer in der Startelf, und dieser zählte trotz der drei Niederlagen zu den kleinen Lichtblicken. Auch, weil sich besagtes Mitarbeiten nach hinten verbessert habe, wie der Trainer anmerkt. Dazu gesellen sich eine feine Technik, die für Überraschungsmomente sorgen kann sowie ein strammer Schuss.

Pereira hat die Nase vorn

Daran hat sich in den Tagen von Benahavis nichts geändert. Pereira wirkt unter der Sonne Andalusiens gelöst, zeigt im Training seine technischen Fähigkeiten und setzte im enttäuschenden Test gegen den niederländischen Erstligisten PEC Zwolle (1:1) auf der Zehnerposition mehr Akzente als sein Konkurrent Yuya Kubo. Täuschen nicht alle Eindrücke, dann hat Pereira die Nase vorn und wird zum Rückrundenauftakt gegen Hertha BSC Köllners Vertrauen genießen, ob als Zehner in einer Raute oder als Flügelstürmer in einem 4-3-3.

"Es ist gut, wenn du Spieler auf dem Platz hast, mit denen du während einer Partie das System wechseln kannst", weiß Köllner dessen Vielseitigkeit und Unberechenbarkeit zu schätzen. Die Frage, ob Pereira zum Hoffnungsträger in der Rückrunde taugt, beantwortet er daher energisch mit "Ja, natürlich", auch wenn er nicht der Einzige sei. Köllners Urteil über Pereira: "Er kann für uns in der Rückrunde ein ganz wichtiger Spieler werden." Vorschnell klingt das derzeit nicht.

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kicker.tv Hintergrund- 08.01., 15:27 Uhr
"Vorrunde abhaken" - Nürnberg und das Prinzip Hoffnung
Die Vorzeichen für die Rückrunde stehen denkbar schlecht für den 1. FC Nürnberg. Tabellenletzter, magere Quote und wenig Grund zur Hoffnung. Trotzdem ist man bei den Franken positiv, will das schier unabwendbare doch noch abwenden und den Klassenerhalt schaffen.
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