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28.09.2018, 17:16

Vor dem Traditionsduell

"Hochintensiv": Essen erwartet Aachen

Am Sonntag hat die Regionalliga West ein wahres Traditionsduell zu bieten. Der Deutsche Meister von 1955, Rot-Weiss Essen, trifft auf Alemannia Aachen, seines Zeichens Vize-Meister 1969. In der Topbegegnung des elften Spieltags will Essen seine Serie von vier sieglosen Spielen in Folge beenden, Aachen in der achten Partie nacheinander ungeschlagen bleiben.

Karsten Neitzel und Fuat Kilic
Karsten Neitzel (li.) empfängt mit Rot-Weiss Essen Fuat Kilic mit seiner Alemannia aus Aachen.
© imagoZoomansicht

"Das wird ein hochintensives Spiel, da weiß jeder, um was es geht", sagt Aachens Trainer Fuat Kilic vor dem Schlagerspiel bei Rot-Weiss Essen. "Idealerweise knüpfen wir da an, wo wir gegen Herkenrath aufgehört haben." Einen 5:1-Heimerfolg hatte die Kilic-Elf unter der Woche gegen den Aufsteiger gefeiert und bestätigte ihre ausgezeichnete Form. Nachdem die ersten drei Spiele der Saison allesamt verloren gegangen waren, ist die Alemannia seit mittlerweile sieben Partien ungeschlagen. "Ich hoffe, dass wir diesen Schub mitnehmen und die Spannung beibehalten", erklärt Aachens Trainer.

Beim langjährigen Rivalen aus Essen sieht die Gemütslage vor dem Aufeinandertreffen etwas anders aus. "Das Ergebnis ist Dreck, die Art und Weise wie wir Fußball gespielt haben war gut", ließ RWE-Coach Karsten Neitzel die 0:1-Niederlage bei der Reserve von Borussia Mönchengladbach Revue passieren. "Wir müssen jetzt einfach gucken, dass wir weiter punkten und das am Sonntag am besten dreifach." Noch liegt Rot-Weiß mit 17 Punkten vor Aachen, das derzeit mit 13 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz rangiert. Doch der Trend spricht klar gegen den Rangvierten. Seit vier Spielen wartet die Truppe von Trainer Neitzel auf einen Dreier.

Mit fünf Siegen aus den ersten sechs Spielen waren die ambitionierten Essener in die Saison gestartet, doch seit Offensivmann Kai Pröger am siebten Spieltag mit Rot vom Platz flog, ist der Klub aus der Bahn geraten. Der 26-Jährige wurde wegen eines groben Foulspiels vom Platz gestellt, in Unterzahl mussten sich die Westfalen mit 2:3 gegen Lippstadt geschlagen geben - der Beginn der Sieglosserie. Für vier Spiele wurde Pröger gesperrt, gegen Aachen muss er das letzte Mal zusehen. Mit Marcel Platzek fehlt den Hausherren am Sonntag ein weiterer Leistungsträger. Der Torjäger fällt mit seinem Haarriss im Fuß weiter aus.

Wir müssen weiter an uns glauben, egal ob jemand fehlt oder nicht.Karsten Neitzel

RWE-Trainer Neitzel lässt den Ausfall der beiden Schlüsselspieler aber nicht als Ausrede gelten: "Wir müssen weiter an uns glauben, egal ob jemand fehlt oder nicht." Alemannias Trainer Kilic sieht in Essen, die mit 20 Toren den treffsichersten Sturm der Liga stellen, trotz deren "schwieriger Phase" einen Gegner auf Augenhöhe: "Unter der Woche in Gladbach hat Essen ein gutes Spiel gemacht und hätte eigentlich als Sieger vom Platz gehen müssen."

Gegen Essen wird laut Kilic "mehr Power und Tempo" als in den letzten Wochen gefragt sein. "Ich werde daher keine Spieler aufstellen, die nicht zu 100 Prozent fit sind." Definitiv verzichten muss Aachens Trainer auf Marc Kleefisch (Rippenprellung). Der Einsatz von Marcel Kaiser und David Pütz ist noch offen. Bei RWE fehlt neben den Langzeitverletzten Freiberger, Harenbock (beide Kreuzband), Jansen (Achillessehnenriss) und Platzek, auch Linksverteidiger Tolga Cokkosan (Adduktorenverletzung).

kon

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