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27.02.2016, 10:50

Weiler lobt Siegtorschützen als "anderen" Spieler

Derby-Held Füllkrug lässt die Muskeln spielen

Um 20.26 Uhr, als das 260. Franken-Derby normalerweise längst vorbei gewesen wäre, kochte die Stimmung im mit 46.000 Zuschauern gefüllten Grundig-Stadion über. Lediglich der Gästeblock blieb still, als der ehemalige Fürther Niclas Füllkrug mit seinem 2:1-Siegtreffer zum Nürnberger Derby-Helden aufstieg und hinterher noch eine Breitseite an seinen ehemaligen Arbeitgeber verteilte. Keine Frage: Der Erfolg war etwas glücklich - und zugleich Balsam für die Nürnberger Seele. Denn lange acht Jahre dauerte es, ehe der Club sich wieder gegen den Erzrivalen behaupten konnte.

Niclas Füllkrug
Der gefeierte Mann im 260. Franken-Derby: Niclas Füllkrug, ehemals für Fürth aktiv.
© imagoZoomansicht

Freitagabend, 26. Februar 2016, 20.26 Uhr: Marco Caligiuri verliert Niclas Füllkrug aus den Augen. Die Nummer 24 des 1. FC Nürnberg legt sich den Ball im Strafraum selbst mit der Brust vor und köpft das Leder aus kurzer Distanz ins Tor. Der Rest ist ewig währende Derby-Geschichte für jeden Club-Fan und mündet wohl in Verdrängung für den Kleeblatt-Sympathisanten: In Bodybuilder-Pose jubelte Füllkrug nämlich mit seinen Kollegen und den eigenen Fans nach seinem Siegtreffer im insgesamt enorm kampfbetonten 260. Franken-Derby, das aufgrund von erhöhtem Verkehrsaufkommen mit einer Verspätung von 15 Minuten begann.

Doch nicht nur für die Stimmung im Nürnberger Lager war der erste Derby-Sieg seit November 2008 wichtig, der FCN schloss mit diesem Dreier auch in der Tabelle zum Zweiten SC Freiburg auf und ist nun seit 13 Partien ungeschlagen.

Füllkrug: "Ein geiles Gefühl"

"Es ist ein geiles Gefühl, das Derby gewonnen zu haben. Es waren drei besonders wichtige Punkte. Wir haben Comeback-Mentalität gezeigt und offensiv mit Wucht agiert", sagte der stolze Füllkrug, der eine Saison in Fürth gespielt hatte, nach seinem sechsten Saisontor. "Was mich am Spiel positiv stimmt, ist unsere Moral. Wir haben nach einem Rückstand die Partie gedreht", resümierte FCN-Verteidiger Georg Margreitter.

"Füllkrug ist einer dieser Spieler, der nicht zu vergleichen ist mit dem Füllkrug, den ich zu meiner Anfangszeit erlebt habe.René Weiler

Coach René Weiler schloss sich seinen Schützlingen natürlich an: "Wir sind super glücklich, endlich mal wieder das Derby gewonnen zu haben. Das tut uns allen gut, weil dieses Derby für Spieler, Trainer, den ganzen Verein und seine tollen Fans eine besondere Bedeutung hat. Dementsprechend groß war aber auch der Druck." Voll des Lobes war der Schweizer auch über den Siegtorschützen: "Füllkrug ist einer dieser Spieler, der nicht zu vergleichen ist mit dem Füllkrug, den ich zu meiner Anfangszeit erlebt habe. Da gehören immer mehrere Personen dazu - in erster Linie natürlich der Spieler selber -, die dann zu einem gewissen Wandel führen."

Fürths Coach Stefan Ruthenbeck war derweil sichtlich geknickt - zumal sein Team dank Robert Zulj sogar in Führung gegangen war, ehe Sebastian Kerk mit seinem zwischenzeitlichen 1:1 die Club-Aufholjagd einläutete: "In der Schlussphase hat Nürnberg aber Selbstbewusstsein demonstriert und auch so agiert. Wir haben einmal nicht aufgepasst und wurden dafür bitter bestraft."

Kurios: Beim letzten Nürnberger Derby-Sieg 2008 (2:1) zeichnete mit Christian Eigler ebenfalls ein ehemaliger Fürther für den Erfolg verantwortlich. Nun war es eben Muskelpaket Füllkrug, der beim innigen Jubel mit den FCN-Fans keine Hemmungen kannte: "Die Unterstützung der Fans war großartig. Gemeinsam mit den Fans zu feiern, ist etwas ganz Besonderes." Mitleid mit der Ex hatte der gefeierte Mann ebenfalls nicht, wie er vor den Mikrofonen von "Sky" zugab: "Ich habe mich sowieso nie richtig mit dem damaligen Verein identifiziert gehabt."

mag

Fakten zum 260. Franken-Derby
Rassiges, Füllkrug und der doppelte Eigler
Jubelnde Fürther, Marco Caligiuri und Niclas Füllkrug, Rene Weiler und Stefan Ruthenbeck, Christian Eigler.
Rassiges, Feiertage und der doppelte Eigler

Zum 260. Mal trafen die Rivalen aus Nürnberg und Fürth am 26. Februar 2016 aufeinander. In den vergangenen Derbys hatte das Kleeblatt meist die Nase vorn, doch dieses Mal gewann der Club wieder - mit 2:1. Welcher Spieler avancierte zum jüngsten Helden in der 2. Bundesliga, wer verbuchte die meisten Einsätze - und wer traf am häufigsten? Klicken Sie sich durch die Fakten aus der brisanten Derby-Geschichte ...
© imago

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27.02.16
 

1 Leserkommentare

HoWiSch_Kick
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27.02.2016 | 09:30

Derbysieg!

!!! ENDLICH !!!

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zum Thema

weitere Infos zu Füllkrug

Vorname:Niclas
Nachname:Füllkrug
Nation: Deutschland
Verein:Hannover 96
Geboren am:09.02.1993

weitere Infos zu Kerk

Vorname:Sebastian
Nachname:Kerk
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg
Geboren am:17.04.1994

weitere Infos zu Zulj

Vorname:Robert
Nachname:Zulj
Nation: Österreich
Verein:SpVgg Greuther Fürth
Geboren am:05.02.1992

weitere Infos zu Weiler

Vorname:René
Nachname:Weiler
Nation: Schweiz
Verein:RSC Anderlecht