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19.08.2016, 11:26

Jüngste Bilanz spricht für Fürth

112 Jahre Derby: "Holzereien", Titel und eine Serie

Das "Spiel der Spiele", wie es der Journalist Hanns Schödel vor rund einem Jahrhundert nannte, ist es längst nicht mehr. Die Mutter aller Derbys aber wird die Begegnung hier zu Lande für immer bleiben: Zum 261. Mal messen am Dienstag der 1. FC Nürnberg und der Lokalrivale aus Fürth im großen Frankenderby die Kräfte - keine zwei anderen deutschen Mannschaften trafen so häufig aufeinander.

Nürnbergs Held 2008: Christian Eigler, hier gegen Fürths Marino Biliskov, machte im November den 2:1-Siegtreffer.
Nürnbergs Held 2008: Christian Eigler, hier gegen Fürths Marino Biliskov, machte im November den 2:1-Siegtreffer.
© imagoZoomansicht

Spielerische Glanzlichter sind kaum zu erwarten beim Spiel im Nürnberger Stadion, denn "ein Feuerwerk von Einfällen und Ideen", wie Schödel einst zu erkennen glaubte, gab's so gut wie nie zu sehen, wenn die Rivalen aus den beiden fränkischen Nachbarstädten aufeinanderprallten.

Im Gegenteil: Vom ersten Derby an, das der FCN am 7. Februar 1904 in Fürth mit 4:1 gewann, ging's auf dem Spielfeld fast immer mit großer Härte zur Sache. Und nicht nur dort: Die Flut von Fouls und Platzverweisen auf dem Rasen wurde oftmals begleitet von Ausschreitungen und Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Fans.

Einen ersten unrühmlichen Höhepunkt markiert das Derby im Februar 1910 in Fürth, das der Club mit 2:1 gewann. Danach forderte die SpVgg wegen "roher Holzereien" von FCN-Seite ein Wiederholungsspiel, während man sich in Nürnberg mit dem Gedanken trug, wegen Zuschauerausschreitungen eine Platzsperre für die "Nordwestvorstädter" zu beantragen. Stattgegeben wurde dem Protest der Fürther, die im Wiederholungsspiel in Nürnberg mit 0:5 untergingen.

87 Freistöße, drei Platzverweise und "kein Spielverlauf"

Beim 1:1 im Oktober 1929 hagelte es 87 Freistöße und drei Platzverweise (zwei für Nürnberg, einen für Fürth), sodass die Presse hinterher schrieb: "Von einem Spielverlauf kann man wohl nicht gut sprechen, wohl aber von einer Verhauerei, einer Holzauktion." Und im Januar 1973 wurde, fast schon logisch, im fränkischen Derby im Fürther Ronhof der erste Spielabbruch in der Geschichte der höheren deutschen Spielklassen wegen Fanausschreitungen notiert: Der Augsburger Schiedsrichter Karl Riegg schickte beide Mannschaften in der zweiten Halbzeit beim Stand von 4:2 für die "Kleeblättler" vorzeitig in die Kabine, als eine aus dem FCN-Fanblock abgefeuerte Rakete direkt neben ihm einschlug.

Obwohl sich die SpVgg, die schon 1914 den ersten ihrer drei Deutschen Meistertitel einheimste, vor 100 Jahren noch größter deutscher Sportverein nennen durfte, entwickelte sie sich mehr und mehr zum kleinen Nachbarn des FCN, der allein zwischen 1920 und 1927 fünfmal Deutscher Meister wurde, beim ersten Mal gar durch einen 2:0-Endspielsieg über den fränkischen Rivalen.

1963: Fürth muss draußen bleiben - 49 Jahre kein Derby in der Bundesliga

Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zunehmend duster um die SpVgg, auch wenn sie 1954 - ebenso wie der Club in Max Morlock - in Karl Mai einen der elf "Helden von Bern" stellte. Als 1963 die Bundesliga kam, blieben die Fürther draußen vor der Tür, und so mussten die Fans bis zum 24. November 2012 warten, ehe das erste Derby in der Bundesliga stieg: In einem, Sie ahnen es, von vielen Fouls und Nickligkeiten geprägten Kampfspiel ohne jeden spielerischen Höhepunkt und nach zwei Platzverweisen für Nürnbergs Markus Feulner und Fürths Sercan Sararer hieß es auch am Ende noch 0:0.

Letztmals stand Fürth vor 63 Jahren (!), in der Saison 1952/53 in der Oberliga Süd, in einer Abschlusstabelle vor Nürnberg, und auch in der Gesamtbilanz hat der "große" FCN mit 137 Siegen bei 48 Unentschieden und 74 Niederlagen nach wie vor klar die Nase vorn.

Fürther Serie: Sieben Mal ungeschlagen

Doch gerade seit dem Beitritt der Fußballabteilung der mittelfränkischen Amateurligisten TSV Vestenbergsgreuth zur SpVgg und der Verschmelzung zur SpVgg Greuther Fürth am 1. Juli 1996 lehrte der Außenseiter den Club des Öfteren das Fürchten. Von den jüngsten acht Pflichtspielen gegen die SpVgg in der Bundesliga, der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal konnten die Nürnberger nur ein einziges gewinnen (ein Sieg, drei Unentschieden, vier Niederlagen). Immerhin ging das letzte Derby an den FCN. am 26. Februar wurde Niclas Füllkrug beim 2:1-Sieg zum Derbyheld.

hk

Fakten zum 261. Franken-Derby
Rassiges, Füllkrug und der doppelte Eigler
Jubelnde Fürther, Marco Caligiuri und Niclas Füllkrug, Rene Weiler und Stefan Ruthenbeck, Christian Eigler.
Rassiges, Feiertage und der doppelte Eigler

Zum 260. Mal trafen die Rivalen aus Nürnberg und Fürth am 26. Februar 2016 aufeinander. In den vergangenen Derbys hatte das Kleeblatt meist die Nase vorn, doch dieses Mal gewann der Club wieder - mit 2:1. Welcher Spieler avancierte zum jüngsten Helden in der 2. Bundesliga, wer verbuchte die meisten Einsätze - und wer traf am häufigsten? Klicken Sie sich durch die Fakten aus der brisanten Derby-Geschichte ...
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