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23.02.2016, 12:05

Elfmeterpfiff in Düsseldorf sorgt beim FCN für Unmut

Wie im November 2012: Schäfers Vorwurf an Sararer

Die 32. Minute bot am Montagabend beim kurzweiligen und hart umkämpften Spiel der Düsseldorfer Fortuna gegen den 1. FC Nürnberg den Aufreger schlechthin. Nach einem Duell zwischen Miso Brecko und Sercan Sararer knapp außerhalb des Strafraums und ohne ersichtlichen Kontakt sorgte Schiedsrichter Tobias Stieler aus Hamburg mit seinem Elfmeterpfiff für Entsetzen beim Club und gab dem Spiel aus Sicht der Gäste einen gänzlich unerwünschten Dreh.

Miso Brecko gegen Sercan Sararer (re.)
Kein Kontakt und außerhalb: Der Elfmeterpfiff für Düsseldorf bot Nürnberg genügend Grund zur Klage.
© imagoZoomansicht

"Dem Schiedsrichter mache ich keinen Vorwurf, der, der die Schwalbe macht, ist schuld." Die Kritik von Raphael Schäfer nach dem 1:1 seiner Nürnberger zielte eindeutig in Richtung Sararer. Der gebürtige Nürnberger und langjährige Profi der SpVgg Greuther Fürth und Club-Recke Schäfer - eine Paarung mit Vorgeschichte. Im November 2012 waren die beiden auf Erstligaebene bei einer Nullnummer im Fürther Ronhof schon einmal aneinandergeraten. Sararer hatte den Schlussmann seinerzeit angespuckt. Weil Schiedsrichter Dr. Felix Brych dies nicht wahrgenommen hatte, konnte der Offensivspieler im Nachhinein vom DFB für drei Spiele gesperrt werden.

Dass Schäfer Sararer nach der Punkteteilung in Düsseldorf Absicht unterstellte, verwundert also nach dieser Vorgeschichte kaum. Heiße Liebe wird zwischen den beiden nicht mehr aufflammen. Doch auch der meist besonnene Club-Coach René Weiler hatte seine Meinung zu diesem ominösen Duell in der 32. Minute, das dieses Spiel derart "auf den Kopf" stellte, wie der Eidgenosse festhielt. "Sararer kennt man", sagte Weiler zudem via Sky, während "Verursacher" Brecko von einer "lächerlichen" Entscheidung des Unparteiischen sprach. Der Ex-Kölner bemängelte, dass sich der Schiedsrichter beim Fortunen hätte erkundigen können. Im Gegensatz zu Schäfer wollten Weiler und Brecko Stieler also nicht von aller Schuld freisprechen.

Sararer: "Der Schiedsrichter hat mich nicht gefragt"

Und Sararer selbst? Im TV-Interview wollte der 26-Jährige, der zwischen 2000 und 2013 für Fürth spielte und über den VfB Stuttgart im vergangenen Sommer in Düsseldorf gelandet war, kein Geständnis abgeben: "Der Schiedsrichter hat so entschieden." Sein Nachsatz, dass Stieler ihn aber ja "auch nicht gefragt" habe, entlarvte den Türken dann doch ein Stück weit. So ganz wohl fühlte sich Sararer in seiner Haut offenbar nicht.

Der Club sah sich also plötzlich einem Rückstand ausgesetzt, nachdem Kerem Demirbay den Strafstoß gegen Schäfer eiskalt verwandeln konnte. Ein Kraftakt auf dem tiefen und holprigen Boden war fortan nötig, um spät doch noch zum Ausgleich durch einen Kopfball von Niklas Füllkrug nach einer Ecke von Joker Sebastian Kerk zu kommen (82.). Das Remis war aufgrund des Chancen- und Eckenplus' der Nürnberger hochverdient. Zumal Stieler den Franken nach 51 Minuten noch einen Handelfmeter verwehrte: Nach einem Freistoß von Tim Leibold blockte Axel Bellinghausen den Ball im Strafraum mit dem ausgestreckten Ellbogen zur Ecke ab. "Da sind wir zum zweiten Mal klar benachteiligt worden", wetterte Weiler.

Djurdjic scheitert gleich doppelt

Glück hatte der nach vorne spielende Club fortan, dass den konternden Fortunen danach das zweite Tor nicht gelingen wollte. Winterzugang Nikola Djurdjic, ebenfalls mit Fürther Vergangenheit, scheiterte im Eins-zu-eins gegen einen stark parierenden Schäfer (61.). Bereits zum zweiten Mal an diesem Abend, nachdem er unmittelbar vor dem Pausenpfiff nach einer scharfen Hereingabe von Julian Schauerte im Torraum freistehend versagte (44.).

Unter dem Strich gelang dem FCN nach dem 1:1 gegen Bochum erneut nach Rückstand ein Punktgewinn. Tabellenplatz drei konnten die Franken dadurch gegenüber Verfolger St. Pauli festigen (zwei Punkte Vorsprung). Rang zwei ist wieder drei Zähler entfernt, nachdem Freiburg in Sandhausen gewann. Eins ist jedoch klar: Die beiden Zähler sind aus Sicht der Club-Fans nur dann etwas wert, wenn am Freitag im Derby gegen Fürth (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ein Sieg gelingt. Denn allzu lange darbt die Nürnberger Fangemeinde in diesen Duellen schon. Der letzte Erfolg war ein 2:1-Heimsieg im Jahr 2008, danach gab es in sieben Duellen bei drei Unentschieden vier Niederlagen.

aho

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12 Leserkommentare

MSMuffin
Beitrag melden
24.02.2016 | 14:20

@cirisforza98 was hat provozieren mit polarisieren zu tuen? Ich will das verhalten von Sararer gar nicht [...]
cirisforza98
Beitrag melden
24.02.2016 | 12:41

@MSMuffin

entschuldige einmal bitte...aber was hat das Verhalten von Herrn Schäfer mit einer k[...]
CUUwe
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23.02.2016 | 20:29

Was lernen unsere Kinder?

Wenn sich Betrug und Schwalben lohnen, werden unsere Kinder es so machen wie ihre Stars. Und jeder hebt [...]
FSVFrankfurtFan
Beitrag melden
23.02.2016 | 17:59

Für so etwas braucht man keinen Videobeweis

aber bei so schlechten Schiedsrichterleistungen (die Sport1 Kommentatoren waren genauso schlecht) würde [...]
fungolfer
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23.02.2016 | 15:45

Strafen

Solche Spieler müssen für eine solche, grobe Unsportlichkeit, mindestens 4 Spiele Pause bekommen. Und [...]

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weitere Infos zu R. Schäfer

Vorname:Raphael
Nachname:Schäfer
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Nürnberg
Geboren am:30.01.1979

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Nachname:Sararer
Nation: Spanien
  Türkei
Verein:SpVgg Greuther Fürth
Geboren am:27.11.1989

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Vorname:Miso
Nachname:Brecko
Nation: Slowenien
Verein:1. FC Nürnberg
Geboren am:01.05.1984

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Vorname:René
Nachname:Weiler
Nation: Schweiz
Verein:RSC Anderlecht

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Vorname:Marco
Nachname:Kurz
Nation: Deutschland
Verein:Fortuna Düsseldorf