| Vorname: | Daniel |
| Nachname: | Haas |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | 1. FC Union Berlin |
| Geboren am: | 01.08.1983 |
kicker: Sind Sie schon heiß auf die Ostsee, Herr Haas?
Daniel Haas: Auf das Laufen bin ich nicht unbedingt scharf. Aber da muss man durch. Für mich als neuen Spieler ist es auch wichtig, dass ich Kontakte knüpfe und die Mitspieler kennenlerne.
kicker: Gab es nach der Freigabe in Hoffenheim weitere Angebote?
Haas: Ja. Aber nach den ersten Gesprächen mit Union-Trainer Uwe Neuhaus und Finanz-Manager Nico Schäfer wurden die Verhandlungen forciert. Mein Eindruck war sehr gut. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, ein Teil von Union zu sein.
kicker: Uwe Neuhaus hat Sie gleich zur neuen Nummer 1 ausgerufen. War das entscheidend?
Haas: Natürlich habe ich bei der Vereinswahl darauf geschaut, wie meine Chancen sind, endlich regelmäßig zu spielen. Der Trainer hat sich diesbezüglich klar geäußert. Ich denke, dass ich diese Position gut ausfüllen kann.
kicker: Sie verdrängen bei Union mit Jan Glinker die langjährige Nummer 1. Sind Ausrutscher deshalb erst recht verboten?
Haas: Einen Freifahrtschein bekommt niemand. Ich weiß, dass ich mich über Leistungen, Kampf und Ehrgeiz beweisen muss. In der Vergangenheit habe ich jedoch gezeigt, dass ich ein Arbeiter bin, der ranklotzt.
„Ich muss nicht im Luxus schwelgen. Mir macht das nichts aus.“Daniel Haas zur derzeitigen Umkleidekabine
kicker: Haben Sie jemals in der Alten Försterei gespielt?
Haas: Nein, aber im Fernsehen habe ich einiges mitbekommen. Leider war ich bisher nur im Rahmen meiner Vertragsunterschrift im Stadion. Ich habe bislang aber nur Gutes gehört, vor allem was die Atmosphäre betrifft.
kicker: Die Umkleide ist ein Container, durch den Neubau fehlt ein Jahr lang die Haupttribüne. Also kein Vergleich zur TSG …
Haas: Der Stimmung im Stadion An der Alten Försterei wird das alles keinen Abbruch tun. Und die Kabine habe ich gesehen. Ich muss nicht im Luxus schwelgen. Mir macht das nichts aus. Wo geschuftet wird, muss es eben nicht immer komfortabel sein.
kicker: Sie bestritten bisher 35 Erstligaspiele. Kommen irgendwann noch weitere dazu?
Haas: Das hoffe ich. Wir reden aber nicht vom Aufstieg, wir wollen eine gute Saison spielen. Aber ich kann ja noch einige Jahre Fußball spielen. Wer weiß, was kommt? Bei Paderborn hat man gesehen, was alles möglich ist.
kicker: Dann gibt es noch das Stadtderby gegen Hertha BSC. Wissen Sie um die Brisanz?
Haas: Klar, mir ist bewusst, dass es da hoch hergehen wird. Für uns geht es darum, die Nummer 1 in der Hauptstadt zu sein.
kicker: Haben Sie bereits eine Wohnung in Berlin bezogen? Und kommen Frau Corinna und Tochter Lena gleich mit?
Haas: Ja, wir haben schon etwas gefunden, sind gerade dabei, die Formalitäten zu klären. Wir planen langsam den Umzug, aber der wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.