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22.03.2012, 13:12

St. Pauli. Drei Themen bereiten aktuell Probleme

Hier hakt's

Die direkten Aufstiegsplätze sind vorerst außer Sichtwei­te, nur der Relegationsrang bleibt greifbar. St. Pauli hat sich vor dem Spiel gegen Cottbus in eine Drucksituation hineinma­növriert. Der kicker nennt die Gründe.

Naki und Schubert
Selten einer Meinung: Die Wege von Deniz Naki und Andre Schubert könnten sich bald trennen.
© imagoZoomansicht

Die Torarmut: Ganze neun Treffer erzielte Pauli in bislang neun Rückrundenpartien - kein auf­stiegsreifer Wert. Zum Vergleich: In den ersten neun Spielen der Hinserie traf das Team 18-mal, also doppelt so oft. Ein Grund: Immer wiederkehrende Proble­me bei Torjäger Marius Ebbers (34). Wochenlang setzten ihn Wadenprobleme außer Gefecht, gegen den KSC und in Aue langte es immerhin zu zwei Jokerein­sätzen, jetzt aber schmerzt die Patellasehne.

Eine passende Al­ternative zum sechsfachen Tor­schützen findet Schubert nicht. Mahir Saglik (29, vier Treffer) ist bislang eine Enttäuschung und in Ungnade gefallen, Petar Sliskovic (22, kein Tor) musste nach einem passablen Auftritt in München in der Woche darauf gegen den KSC auf die Bank und tauchte in Aue zuletzt wieder ab. Zwischen Schubert und Deniz Naki (22, drei Tore) gibt es immer wieder Reibungspunkte, der Deutsch­-Türke steht vor dem Abschied. Hinzu kommt: Die Trainer-Kritik an der Laufarbeit seiner Angrei­fer vor wenigen Wochen hat nicht zum Durchbruch beigetragen.

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Die Kruse-Krise: Eine weitere Ursa­che, weshalb St. Pauli so selten trifft. Max Kruse (24) war der Mann der Vorrunde, erzielte zehn Treffer, bereitete fünf vor. In 2012 aber stockt die Torproduktion. Kein Tor, kein Assist. "Natürlich ma­che ich mir darüber Gedanken", sagt der Topscorer. Schubert beorderte ihn zwischenzeitlich in die Spitze, diese Maßnahme verpuffte ebenso wie die Zurück­beorderung ins Mittelfeld.

Die Erwartungshaltung: "Alles kann, nichts muss", lautete das im Sommer ausgerufene Mot­to. Die starke Hinserie aber hat Erwartungen im Umfeld und im Kader geschürt, die Bundesliga-­Rückkehr ist in den Vordergrund gerückt. Und scheint zu lähmen. Dem Team fehlt die Leichtigkeit, dem Publikum die Geduld, ob­wohl die Punkteausbeute (aktuell 50) sogar besser als im Aufstiegs­jahr 2009/10 ist. Damals rangierte der Klub mit 49 Zählern nach 26 Spielen auf Rang 3. Gegen Braun­schweig (0:0) und Karlsruhe (1:0) gab es zuletzt Pfiffe am Millern­tor. "Das ist eine völlig neue Erfahrung für uns", sagt Florian Bruns (32). Und ein Grund für die Probleme.

Sebastian Wolff

22.03.12
 

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