Burkina Faso stand nach der Auftaktniederlage (1:2 gegen Angola) gegen die Elfenbeinküste unter Druck, gerieten in Malabo gegen die Ivorer jedoch nach einer guten Viertelstunde in Rückstand. Eine Chelsea-Koproduktion führte zum Tor: Superstar Drogba zog eine Flanke von rechts scharf in die Mitte, Kalou drosch den Ball unhaltbar für Torwart Diakite humorlos in die Maschen. In der Folge bemühte sich Burkina Faso vergeblich - sechs Torschüsse, null Treffer. Fast hätte Drogba mit einem Distanzschuss, den Diakite nur mit Mühe parieren konnte, sogar erhöht.
Auch in Durchgang zwei hielt Burkina Faso das Spiel offen, die Bemühungen waren aber nicht von Erfolg gekrönt. Ein gefährlicher Schuss von Traoré (50.) sowie ein Kopfball von Dagano an den Querbalken (72.) - aber kein Tor. Nachdem Gervinho für die Elfenbeinküste zwischenzeitlich aus fünf Metern das 2:0 vergab (60.), unterlief Koné per Kopf ein Eigentor. Danach war die Luft heraus. Der Topfavorit brachte das 2:0 routiniert über die Zeit, Burkina Faso verabschiedet sich aus dem Rennen um die Trophäe.
Nach dem Hickhack um die Spielgenehmigung stand Rafael erstmals im Kader, aber nicht in der Startelf Angolas. Ohne den Augsburger nutzte Manucho in Malabo früh einen Ballverlust von Sudans Ngemaldien Abdullah, um aus halbrechter Strafraumposition den Ball im linken unteren Toreck unterzubringen. Der Sudan erholte sich in einer Partie ohne spielerische Höhepunkte nur schwer von diesem Gegentreffer, kam jedoch nach einer guten halben Stunde durch einen Kopfballtreffer von Ahmed Bashir zum Ausgleich.
Nach der Pause durfte dann auch Rafael auf das Feld, im Blickpunkt stand aber zunächst Manucho. Der verwandelte einen an Djalma verursachten Foulelfmeter - sein drittes Turniertor. Das Spiel schleppte sich vor sich hin, für kleine Höhepunkte sorgte Angolas Torwart Carlos. Der ließ sich erst nach einem Abschlag aufgrund eines Krampfes im Oberschenkel behandeln, dann sah er gut 20 Minuten vor dem Ende wegen Zeitspiels seine 2. Gelbe Karte des Turniers und ist im abschließenden Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste gesperrt.
In der 73. Minute war dann die Partie für Rafael schon wieder beendet, nachdem er bei einem Foul eine Schulterblessur erlitt. Kaum war der FCA-Stürmer draußen und Münsters José Pierre Vunguidica auf dem Feld, antwortete Bashir ein zweites Mal auf Manucho. Nach einem Missverständnis in Angolas Abwehr drosch der Sudanese das Leder ins linke obere Eck - 2:2. Angola bemühte sich, ein Heber von Manucho aus der Distanz - Torwart Akram Salem stand weit vor seinem Tor - ging knapp über das Gehäuse. Es blieb nach den ersten Toren des Sudans beim Afrika-Cup seit 36 Jahren beim Remis.