
| Vorname: | Andre |
| Nachname: | Schubert |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | FC St. Pauli |
Das 0:1 beim Tabellenletzten war das eine, die schwache Vorstellung ohne Inspiration das andere, das die Hanseaten nachdenklich stimmt. Es gibt wahrlich bessere Generalproben für das Topspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt am kommenden Montag. Bei St. Pauli ist nach dem Match große Ernüchterung eingekehrt.
Nachdem sich Frankfurt und Greuther Fürth am Montagabend torlos getrennt hatten und jeweils nur einen Punkt verbuchen konnten, ist der "Schaden" für St. Pauli gering. Wollen aber die Hanseaten nicht den Anschluss an die Tabellenspitze bis zur Winterpause etwas abreisen lassen, so müssen sie am kommenden Spieltag selbst punkten, am besten dreifach.
In der Verfassung des Spiels beim FCI schwer vorstellbar, auch wenn es dann vor heimischer Kulisse am Millerntor zur Sache geht. "Wir haben heute von der Nummer 1 bis zur Nummer 14 absolute Toilette gespielt", fasste der schwache Fabian Boll den "gebrauchten Nachmittag" der Hanseaten in Ingolstadt treffend zusammen. Auch der Vorkämpfer des FC St. Pauli fand diesmal keinen Zugriff aufs Spiel.
Enttäuscht musste Coach Schubert deshalb feststellen: "Wir haben zu wenig investiert, haben zu langsam umgeschaltet und sind zu langsam angelaufen."
So durften sich die Aufstiegsanwärter sogar noch bei Philipp Tschauner bedanken, dass die Ingolstädter nicht schon viel früher in Führung gingen. Der Keeper zeigte eine tolle Leistung, hatte dann beim Gegentor in letzter Minute gegen Ahmed Akaichi aber keine Chance mehr.
Über den späten Zeitpunkt der Entscheidung wollte sich so niemand in Reihen des Kiez-Klubs beschweren. "Ein Unentschieden hätten wir auch nicht verdient gehabt", redete sich Boll weiter den Frust von der Seele.
Für Stürmer Marius Ebbers ist der überraschende Rückschlag nur menschlich: "Wir sind eben keine Roboter." Erschreckend allerdings, dass es seinen Kollegen und ihm auch an Einsatz mangelte. "Wir müssen in so einem Spiel mehr Feuer an den Tag legen", beschwor Schubert die alten Tugenden Kampf und Einsatz als Mindestanforderung für seine Profis herauf.
Ausbaufähig ist am kommenden Montag zudem die Bilanz gegen die Topteams der Liga: Nur drei Punkte holte der FC St. Pauli in vier Spielen gegen die Mannschaften aus den "Top 5". Auch gegen die Eintracht reichte es in der Hinrunde nach einer Führung "nur" zum 1:1.