
| Vorname: | Andreas |
| Nachname: | Ivanschitz |
| Nation: | Österreich |
| Verein: | 1. FSV Mainz 05 |
| Geboren am: | 15.10.1983 |

"Ich finde es nicht ohne", urteilte Tuchel über den Ausfallkatalog, der von Kapitän Noveski bis zu Mittelfeldmotor Polanski reichte, - wie er den Triumph über die Bayern unter diesen Umständen fand, war nicht schwer zu erraten: "Wir freuen uns sehr über diesen Sieg. Wir werden von Spiel zu Spiel besser."
Das Rezept vom Sonntag glich dem der Vorsaison: defensiv - abgesehen von Standardsituationen - konzentriert und kompromisslos, offensiv extrem lauffreudig, aggressiv und passsicher. Die zahlreichen Ausfälle kompensierte Tuchel, indem er aus einem 4-4-2 mit Raute ein 4-2-3-1 formierte.
„Ich denke, dass wir uns seit fünf Wochen immer mehr stabilisieren.“Thomas Tuchel
Andreas Ivanschitz kam dabei eine besondere Rolle zu, ein Stück hinter der einzigen Spitze Sami Allagui spielte er wie aufgezogen, beeindruckte auch mit seiner Übersicht - und dem Führungstor (kicker-Note 2, Spieler des Spiels). "Die Situation hat er klasse gelöst, da merkt man, welche Erfahrung er hat", freute sich FSV-Präsident Harald Strutz.
Der Kniff mit Ivanschitz zahlte sich aus, die Hereinnahme von Allagui, in der letzten Saison zweimaliger Torschütze gegen die Bayern, ebenfalls. Für den Tunesier (kicker-Note 2,5) "opferte" Tuchel Anthony Ujah, der beim vorigen Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (3:1) noch als Doppeltorschütze geglänzt hatte.
"Wir waren clever", analysierte Tuchel, "wir haben eine sehr schlaue Abwehrleistung gezeigt, sowohl als Mannschaft wie auch jeder Einzelne." Und dazu "sehr, sehr gut nach vorne gespielt", wie Innenverteidiger Bo Svensson lobte. Alles in allem habe man das taktische Konzept "zu 100 Prozent umgesetzt", konstatierte der Däne.
Auf eine solch homogene Mannschaftsleistung hatten die Mainzer zu Rundenbeginn lange gewartet, immer wieder brach das Team unerklärlicherweise ein, patzte individuell. Was hat sich verändert? "Ich denke, dass wir uns seit fünf Wochen immer mehr stabilisieren", meint Tuchel. "Wir sind auf dem Weg, eine gute Mannschaft zu werden."
Und: "Das Quäntchen Glück ist zu uns zurückgekehrt." Auch das war vor wenigen Monaten noch anders. Das 3:2 gegen den Tabellenführer sei "ein Ergebnis, das uns beflügeln wird - das stimmt mich zuversichtlich", blickt Tuchel optimistisch nach vorn. Und Präsident Strutz frohlockte beeindruckt: "Dieser Sieg war Balsam für unsere Seele. So wie wir agiert haben, das war Mainz 05!"