Frankfurt droht Strafe - Klub reagiert
Die Eintracht-Ultras und ihre Bengalos
Weil Fans der Frankfurter Eintracht beim jüngsten Gastspiel in Braunschweig (3:0) abermals Pyrotechnik zum Einsatz brachten, muss sich der Bundesliga-Absteiger bis Donnerstagmittag (12 Uhr) beim Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erklären. Es droht abermals eine Strafe, der Verein hat auf die Vorfälle in Braunschweig schon reagiert.

Wiederholungstäter, Randalemeister: Die Fans der Eintracht kommen nicht aus den Schlagzeilen.
© imago

Gegen zwei Personen wurden bereits polizeiliche Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Teil der Eintracht-Anhängerschaft hat sich also nicht an die vom Verein veröffentlichte "Liste der Selbstverständlichkeiten" gehalten, mit der die Eintracht auf die immer wiederkehrenden Krawalle reagierte, indem sie strikte Verhaltensregeln für die Fans herausgab.
Am Nachmittag reagierte der Zweitligist auf "den Verstoß gegen Punkt 2 unseres Forderungskatalogs": Nach moderater Abwägung und Rücksprache mit den zuständigen Abteilungen, heißt es, entschied der Vorstand, "im Rahmen der nächsten drei Auswärtsspiele (FSV Frankfurt, Energie Cottbus und Dynamo Dresden) weder Anträge auf Choreographien noch pressefremde Anfragen nach Innenraumakkreditierungen für Video- oder Fotoaufnahmen zu unterstützen.
Sollten die Ermittlungen gegen die handelnden Personen erfolgreich verlaufen, werden die Betreffenden für die zu erwartende Geldstrafe des DFB in Regress genommen.
Verstöße der vergangenen Saison, v.a. nach dem Auswärtsspiel in Mainz und dem Heimspiel gegen Köln gegen Ende der Saison hatten dazu gefürt, dass die Eintracht das erste Heimspiel der laufenden Zweitliga-Runde am 25. Juli gegen den FC St. Pauli (1:1) nicht vor vollen Rängen austragen durfte.
Wegen der limitierten Zuschauerzahl - nur 14.000 Frankfurt-Fans waren zugelassen - gingen den Hessen Einnahmen von rund 300.000 Euro verloren.