Am heutigen Donnerstag startet die TuS Koblenz, die in der vergangenen Spielzeit bis zum Ende um den Ligaverbleib bangen musste, mit der Vorbereitung auf die vierte Zweitliga-Saison. Auch ohne den Drei-Punkte-Abzug des Vorjahres gibt es für Uwe Rapolder keinen Grund, sich beruhigt zurückzulehnen. Bei bislang zehn Ab- und vier Neuzugängen hat der Trainer noch einige Personalien abzuarbeiten - dabei steht ihm allerdings nur wenig Geld zur Verfügung.
kicker: Wie beruhigend ist es, nicht mit drei Minuspunkten in die Vorbereitung gehen zu müssen?
Uwe Rapolder: Das ist im Vergleich zur Vorsaison ein enormer Fortschritt, denn das Ganze war schon eine große Hypothek. Wir haben es durch den Punktabzug nie geschafft, auch mal in die vordere Tabellenhälfte zu kommen. Andererseits sind wir auch jetzt nicht frei von Problemen, wir haben nach wie vor eine finanziell angespannte Situation. Vieles ist noch im Fluss.
kicker: Wie sind Sie angesichts dieser Vorzeichen mit den bisherigen Personalplanungen zufrieden?
Rapolder: Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, mit Johannes Rahn und Philipp Langen zwei junge Spieler aus der Region für uns zu gewinnen, die gut ins Gefüge passen. Benjamin Lense kann uns wertvolle Dienste leisten, bei Tom Geißler hoffe ich, dass es ihm gelingt, sein Potenzial auszuschöpfen. Es muss jetzt noch der ein oder andere erfahrene Spieler dazukommen.
kicker: Woran hapert es?
Rapolder: Es muss noch ein Stürmer kommen. Hier ist Shefki Kuqi vom englischen Zweitligisten Crystal Palace ein Kandidat. Wir müssen sehen, das hinzubekommen.
kicker: Der Cottbuser Ervin Skela soll auch auf Ihrer Wunschliste stehen.
Rapolder: Er ist technisch sehr stark und hat eine hohe Spielintelligenz. Er würde auch charakterlich gut zu uns passen. Er ist sicher einer meiner Wunschspieler. Wir müssen aber abwarten, ob eine Verpflichtung finanziell zu realisieren ist.
kicker: Auf der anderen Seite wird Goran Sukalo als einer der aktuellen Leistungsträger bei der TuS auch andernorts gehandelt.
Rapolder: Wir müssen ja unseren Gehaltsetat senken, insofern müssen wir uns auch Gedanken über das Verhältnis zwischen Kosten und Leistung machen. Insofern kann es sein, dass wir noch Spieler abgeben.
kicker: Mit welcher Kaderstärke planen Sie?
Rapolder: Ich rechne mit 23 Feldspielern. Fünf davon werden junge Spieler sein, die in den Kader integriert werden.
kicker: Was erwarten Sie von der Mannschaft, welche Ziele geben Sie ihr vor?
Rapolder: Die Spieler müssen eine hohe Leistungsbereitschaft an den Tag legen. Sie verdienen gutes Geld und müssen dem Rechnung tragen. Weg mit dem Hang zum Minimalismus! Das darf es nicht mehr geben, das bringt keinen Erfolg.
Interview: Sven Sabock
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