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30.04.2009, 16:46

Ingolstadt: Interview mit Trainer Horst Köppel

"Ich war nicht im Altersheim"

Seit Montag schwingt Horst Köppel (60) das Zepter beim Zweitliga-Vorletzten FC Ingolstadt. Fünf Spiele hat er Zeit, den Abstieg noch zu verhindern. Im kicker-Interview erklärt der erfahrene Trainer und "Feuerwehrmann", wie er das schaffen will, was für die Spieler auf dem Spiel steht, mit welchem Ziel er am Sonntag nach Nürnberg fährt und warum er bewusst keinen Kontakt zu seinem Vorgänger Thorsten Fink aufgenommen hat.

Fußball, 2. Bundesliga: Horst Köppel (FC Ingolstadt)
Ohne Zauberformel, aber trotzdem guter Dinge: Ingolstadts neuer Trainer Horst Köppel.
© picture-allianceZoomansicht

kicker: Fallen Ihnen die Spielernamen noch schwer, Herr Köppel?

Horst Köppel: Ja, es kam für mich alles sehr kurzfristig. Ich kenne schon einige Spieler, aber die Vornamen habe ich noch nicht alle parat.

kicker: Was sind Ihre primären Aufgaben beim FC Ingolstadt?

Köppel: Nach dem Spiel gegen Mainz, das unglücklich verloren wurde, muss ich die Mannschaft erst mal aufbauen. Die Dosis muss aber stimmen, sonst meinen einige Spieler noch, dass Verlieren in Ordnung wäre. Wir müssen Selbstvertrauen einflößen, aber auch die Fehler aus dem Spiel offen ansprechen - und zwar ziemlich deutlich.

kicker: In Einzelgesprächen?

Köppel: Die Fehler werden vor der Mannschaft angesprochen, wir schauen uns ein Video des Mainz-Spiels an. Jeder wird sehen, wer den Fehler gemacht hat, da brauche ich keine Namen mehr zu nennen. Wenn man Fehler macht, dann muss man sehen, was man falsch gemacht hat, und versuchen, das abzustellen. Ob da einer beleidigt ist, weil er vor versammelter Mannschaft vorgeführt wird, zählt nicht.

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Horst Köppel

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kicker: Trainieren Sie in eine bestimmte Richtung?

Köppel: Zunächst muss sich die Mannschaft finden. Das Team vom Sonntag hat nicht so schlecht gespielt. Malte Metzelder fällt nach Gelb-Rot aus, ansonsten sind keine großen Änderungen geplant.

kicker: Haben Sie Kontakt zu ihrem Vorgänger aufgenommen?

Köppel: Nein. Ich glaube, dass ich durch die Co-Trainer Michael Wiesinger und Heiko Vogel sowie von Manager Harald Gärtner ganz gut informiert bin. Thorsten Fink sollte man jetzt in Ruhe lassen, er ist logischerweise enttäuscht.

kicker: Sie wurden geholt, weil Ihnen als Feuerwehrmann der Nichtabstieg mit Gladbach 2005 gelang. Gibt es ein Geheimrezept?

Köppel: Eine Zauberformel habe ich nicht. Aber meine Spieler müssen sich jetzt noch mehr auf Fußball konzentrieren. Auch außerhalb des Platzes. Es geht ja auch um den Arbeitsplatz jedes Einzelnen. Bei Abstieg laufen viele Verträge aus.

Ich hatte absolut nicht mit dem Fußball abgeschlossen.Horst Köppel

kicker: Ihr letzter Trainerjob in den Vereinigten Arabischen Emiraten endete vorzeitig im Oktober 2006. Was passierte in der Zwischenzeit?

Köppel: Ich war nicht im Altersheim. Ich habe mich permanent mit Fußball beschäftigt. Ich wohne ja in Mönchengladbach, da gibt es genug Erst- und Zweitligisten drumherum. Ich habe mindestens zwei Spiele pro Woche live im Stadion gesehen. Zudem war ich in Fußballschulen aktiv. Ich hatte absolut nicht mit dem Fußball abgeschlossen.

kicker: Ihnen ist aber schon klar, dass Sie als Abstiegstrainer "verheizt" wären, wenn Ingolstadt doch in die 3. Liga gehen muss.

Köppel: Damit beschäftige ich mich nicht. Sollte diese Situation eintreten, habe ich noch lange genug Zeit, mich darüber zu ärgern. Meine Aufgabe heißt Nichtabstieg. Ich kann nichts versprechen, aber ich werde alles dafür tun und versuchen, alle Spieler auch dahin zu bekommen, dass sie alles dafür tun.

kicker: Was ist gegen den Club drin?

Köppel: Wir fahren nach Nürnberg, um nicht zu verlieren.

kicker: Ist nur der Relegationsplatz als Ziel realistisch?

Köppel: Nein. Wir können die Klasse noch so halten. Sollte es lediglich auf den Relegationsplatz hinauslaufen, dann wäre das auch nicht zu ändern. Wir haben noch fünf Spiele, es wäre vermessen, mit 15 Punkten zu rechnen, aber die sind nun mal noch zu vergeben.

Interview: Jana Wiske

 

kicker

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