Bereits am Sonntagabend saßen die Verantwortlichen zusammen. Am Montagmorgen gingen die Gespräche des seit acht Spielen sieglosen Tabellen-Schlusslichts weiter, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Und am Nachmittag folgte dann eine Entscheidung: Sowohl Trainer Wolfgang Frank als auch Manager Uwe Stöver sind beurlaubt worden. "Das soll ein Signal für die Mannschaft, Fans und Sponsoren sein, die letzte kleine Chance auf den Verbleib in der Klasse noch wahrzunehmen", hieß es in einer Presseerklärung.
Für Frank, der erst in der Winterpause die Nachfolge von Christian Hock angetreten hatte, soll der ehemalige Kapitän Sandro Schwarz die Rolle des Teamchefs übernehmen und seine aktive Karriere vorerst bis zum Saisonende aussetzen. Der bisherige Co-Trainer Moser, der im Besitz der Fußball-Lehrer-Lizenz ist, wird den 30-jährigen Schwarz mit seiner Erfahrung unterstützen. Zudem zählen Steffen Vogler und Frank Steinmetz zum Trainerstab.
"Für mich ist dieser Chamäleon-Charakter unserer Mannschaft unerklärlich", äußerte sich Manager Uwe Stöver am Wochenende noch ratlos. Eher wütend traten dagegen die Fans vor das Team, belagerten den Mannschaftsbus und ließen sich von Stöver, Mannschaftskapitän Alexander Walke und Stellvertreter Dajan Simac nur mit Mühe besänftigen. Zu groß war die Wut über das vorher gesehene. Für das auch Sascha Amstätter nicht wirklich eine Erklärung hatte. Eine Blockade sei erkennbar, meinte der dienstälteste Wehener, doch wie die zu überwinden sei ist derzeit offensichtlich das unergründliche Geheimnis.
Denn bislang haben alle Rettungsversuche nichts gebracht. Nicht der Einsatz von Mentaltrainern, mit denen seit der Winterpause zusammengearbeitet wird, nicht die Verbannung einiger Spieler aus dem Kader.
Nach der Niederlage gegen Frankfurt hatten sich die Verantwortlichen noch in Zweckoptimismus geflüchtet. "Der Trainer macht einen guten Job", stellte sich Stöver vergeblich vor Wolfgang Frank. "Auch wenn hier alle sagen, dass wir abgestiegen sind: Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen." Jetzt müssen beide gehen. Und auch Mentaltrainer Laganda wurde entlassen.
Die Position des Sportdirektors soll zunächst unbesetzt bleiben, die Aufgaben Stövers intern verteilt werden. Stöver war im Winter 2007 vom 1. FC Kaiserslautern nach Wiesbaden gekommen. "Ich hatte am Samstag ein gutes Gespräch mit dem Präsidium, konnte die Entscheidung aber nicht beeinflussen. Ich nehme es sportlich, auch wenn es wehtut. Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich mit solch negativen Dingen konfrontiert wurde", sagte Stöver, der nun erst einmal Urlaub machen will.
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26.05.12
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München: Einjahresvertrag für den Stürmer |
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Zidan, Mohamed 25.05.12
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24.05.12
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