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23.03.2009, 22:03

Überblick: Fürth überholt die 05er

Nürnberg schielt nach oben

Der SC Freiburg verlor sein zweites Spiel in Folge, bleibt aber unangefochten Tabellenführer. Nürnberg pirscht sich wieder an die Spitze heran. Am Wochenende ließ Mainz bereits wichtige Punkte liegen und wurde von Fürth überholt. Rostock wartet auch mit dem neuen Trainer weiter auf einen Sieg und verliert langsam den Anschluss. Dagegen klopft Lautern nach dem knappen Erfolg gegen Ahlen wieder oben an.

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Harter Einsatz: Freiburgs Schwaab (li.) gegen Nürnbergs Angreifer Eigler.
Harter Einsatz: Freiburgs Schwaab (li.) gegen Nürnbergs Angreifer Eigler.
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Der SC Freiburg musste nach dem 0:2 in Duisburg bereits die zweite Niederlage in Folge einstecken. Die Breisgauer verloren vor der Saison-Rekordkulisse von 19000 Zuschauern mit 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg, der nach dem zweiten Auswärtssieg dieser Spielzeit noch vier Punkte Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz aufweist.

Nürnberg begann aggressiv und offensiv, nach einer Viertelstunde befreite sich Freiburg vom Druck. Beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive, leisteten sich aber auch eine hohe Fehlerquote und große Abschlussschwäche. Nach dem Seitenwechsel büßte der Club etwas an Gefährlichkeit ein, Freiburg erhöhte die Schlagzahl, war tonangebend. Doch in der Schlussphase brachte Club-Trainer Michael Oenning "Joker" Vidosic, der eine Minute nach seiner Einwechslung spielentscheidend traf. Die Nürnberger gewannen damit auch das insgesamt achte Zweitliga-Duell mit den Badenern.

Mainz 05 bleibt zu Hause harmlos

17 Punkte aus zwölf Spielen sind eigentlich zu wenig für die Aufstiegsambitionen der Rheinhessen, die vor allem auswärts überzeugen können. Gegen Aachen nahm das Unheil für den 1. FSV nach 20 Minuten seinen Lauf, als Keeper Wache mit Rückenproblemen raus musste. Vertreter Wetklo war gerade zehn Minuten auf dem Feld, als er das 0:1 von Brinkmann einleitete. Unmittelbar vor der Pause erhöhte Brinkmann gar auf 2:0. Als Amri für die 05er verkürzte, keimte kurzzeitig Hoffnung auf, doch Özgen und Holtby entschieden die Partie zu Gunsten der Alemannen.

Sercan Sararer
Umjubelter Youngster: Sercan Sararer schießt Fürth zum Sieg.
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Greuther Fürths Trainer Benno Möhlmann reagierte mit einigen Umstellungen auf die Personalprobleme durch Verletzungen und Sperren. Doch spielerisch konnte die neuformierte Elf im bayerischen Derby gegen 1860 München nicht überzeugen. Die Gäste agierten über weite Strecken überlegen und erarbeiteten sich ein klares Chancenplus. Doch eine Viertelstunde vor Schluss stellte der 19-jährige Joker Sararer die Weichen auf Sieg. Mit dem Dreier überflügeln die Fürther Mainz und holen sich den direkten Aufstiegsplatz zwei zurück.

Der 1. FC Kaiserslautern beendet die Serie von acht Auswärtsspielen ohne Dreier mit einem 1:0-Erfolg bei RW Ahlen. Das Tor des Tages für die Pfälzer erzielte der 20-jährige Ricky Pinheiro, der bei seinem ersten Einsatz in der Startformation gleich traf. Mit 41 Zählern rangiert der FCK nun drei Punkte hinter Mainz auf Rang vier.

Der 25. Spieltag

Duisburgs Serie ohne Niederlage dauert nun schon zwölf Spiele. Doch das torlose Remis in Ingolstadt ist ein Punktgewinn, der nicht wirklich weiterhilft. Vier Zähler fehlen der Neururer-Elf auf Platz drei.

Die Optimisten unter den Fans des FC St. Pauli träumen noch vom Aufstieg in die Bundesliga. Für diese Ambitionen ist das 1:1-Unentschieden gegen Augsburg ein Rückschlag. Zumal die Hausherren durch den eingewechselten Ebbers in Führung gingen. Doch Werner glich für die Fuggerstädter aus.

Freitag: Carlos Prada von der Tribüne auf den Platz

Wenig tat sich in Oberhausen bis zur Pause. Nur ein Handspiel von Falkenberg nach einem Schuss von Grieneisen sorgte für Aufregung, Referee Perl entschied jedoch nicht auf Elfmeter (29.). So richtig kurios wurde es dann vor Wiederanpfiff: Ein Schiedsrichter-Assistent klagte über Übelkeit, über die Stadionmikrofone suchte RWO nach einem Ersatzmann - nach gut einer Viertelstunde mit Erfolg. Der Schiedsrichter-Obmann aus dem Kreis Oberhausen, Carlos Prada, wurde mit großem Applaus begrüßt. Ins Blickfeld rückte aber erneut sein "Chef": Perl entschied auch die zweite knifflige Elfmeterszene (Foul von Pirson an Reichenberger, 51.) zu Ungunsten der weitaus gefährlicheren Osnabrücker, die sich letztlich durch das torlose Unentschieden mit einem Punkt zufrieden geben mussten.

Rostock verliert Fin Bartels

Christian Leicher erklärt den Trainern Jürgen Luginger und Pele Wollitz die kuriose Sachlage.
Verwirrung am Niederrhein: Schiedsrichter-Assistent Christian Leicher erklärt den Trainern Jürgen Luginger und Pele Wollitz die kuriose Sachlage.
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Mit 9:0 hatten die Rostocker die TuS Koblenz im Hinspiel deklassiert. Und nach nur neun Minuten schwante dem Koblenzer Anhang erneut nichts Gutes. Schindler brachte die Hansa-Kogge früh auf Kurs. Doch dann half der Rapolder-Elf das Glück: Erst vergab Schindler eine Großchance zum 2:0, dann landete eine verunglückte Flanke von Cha über Keeper Hahnel hinweg im langen Eck - 1:1, gleichzeitig der Halbzeitstand. Die Koblenzer nahmen das Heft ab dem Ausgleichstreffer in die Hand, von Rostock kam nicht mehr viel. Sukalo (70.) und Djokaj (72.) vergaben jedoch gute Einschussgelegenheiten, so dass die Hanseaten einen glücklichen Punkt mit an die Ostsee nehmen durften. In der 90. Minute sah ausgerechnet Rostocks erfolgreichster Torschütze Fin Bartels die Rote Karte nach einem groben Foulspiel.

FSV verschlimmert Wehener Abstiegssorgen

Vor dem Hessen-Derby stand Wehen Wiesbaden bereits mit dem Rücken zur Wand. Und die Sorgenfalten auf der Stirn von Wolfgang Frank wurden nach einer Viertelstunde tiefer. Eine Koproduktion der Mokhtari-Brüder sorgte für das 1:0. Generell blieb die Fehlerquote in dem Kellerduell hoch, Frankfurt hielt jedoch auch in der zweiten Hälfte die Wehener auf Distanz und erhöhte in Person von Junior Ross (81.). Zwar gelang Ziemer der postwendende Anschlusstreffer - es reichte dennoch nicht für das Schlusslicht, das die achte Niederlage in Folge einstecken musste. Frankfurt hingegen erarbeitet sich ein sattes Neun-Punkte-Polster auf einen direkten Abstiegsplatz.

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