Duisburg: "Wunschkandidat" für Hellmich
Neururer meldet sich markig zurück
Heiko Scholz, nach der Bommer-Entlassung zum dritten Mal Interimscoach, sprach von einer "verdienten Niederlage" in Fürth. Am Montag trat Scholz wieder ins zweite Glied zurück. Sein neuer Chef: Peter Neururer. Am Sonntagnachmittag erklärte der 53-Jährige gegenüber dem kicker, dass "nur noch Kleinigkeiten zu klären" seien, das ist nun geschehen.
Neururer erhält einen leistungsbezogenen Vertrag bis zum Saisonende. Zudem besteht die Option, den Kontrakt im Falle des Bundesliga-Aufstiegs für ein weiteres Jahr zu verlängern. "Wenn wir im März merken, dass wir zusammengehören, bleiben wir aber auch zusammen, wenn wir nicht aufsteigen", unterstrich Hellmich.
Wenn ich das in der Gemeinschaft zeigen kann, was ich draufhabe, dann sind wir am Ende der Saison in der ersten Liga. Peter Neururer
Den Namen Neururer bestätigt Hellmich schon am Sonntag, womit die weiter gehandelten Kandidaten Wolfgang Wolf ("eine reizvolle Aufgabe") und Klaus Augenthaler, mit dem MSV-Sportdirektor Bruno Hübner am vergangenen Donnerstag verhandelte, aus dem Rennen sind.
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"Diese Rumhängerei ging mir auf den Keks. Das Potenzial ist hier sicher vorhanden", erklärte Neururer, der am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt wurde. Dort legte er verbal kräftig nach: "Der Klub und ich gehören ins Oberhaus", ließ Neururer wissen, und geht es nach dem 53-Jährigen, wird dies auch gelingen: "Wenn ich das in der Gemeinschaft zeigen kann, was ich draufhabe, dann sind wir am Ende der Saison in der ersten Liga." Punkt!
Erste Eindrücke: 1:3 im Test gegen Schalke
Begutachten konnte er seine neuen Spieler bereits am Montagnachmittag bei einem Testspiel gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Schalke 04. Im Parkstadion unterlag der MSV, der vor allem mit Spielern antrat, die zuletzt wenig zum Zuge gekommen waren, mit 1:3. Nicky Adler glich die Schalker Führung von Albert Streit noch aus, Carlos Grossmüller und Ivan Racitic machten mit ihren Treffern aber dann den Schalker Erfolg perfekt.
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Zwei Jahre und zwei Monate war der Übungsleiter arbeitslos, stand bis zum 30. August 2006 bei Hannover 96 in der Verantwortung. Neururer kann auf zwölf Stationen im Profibereich verweisen, trainierte unter anderem Schalke, Hertha und Bochum. Nun gilt es, ein verunsichertes Team wieder in die Spur zu bringen.
"Wir brauchen mehr Disziplin, eine knallharte Linie muss hier ran", sagt Cedrick Makiadi, Björn Schlicke ergänzt: "Eine Elf mit unseren Ambitionen muss anders auftreten nach einem 3:1." Viel Arbeit also für Neururer, damit Walter Hellmich wieder beruhigt auf die Anzeigetafel schauen kann.
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