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27.08.2007, 22:05

Überblick: Mainz demontiert Gladbach - 1860 bleibt oben

Wieder kein Sieg für den FCA

Der FC Augsburg verpasste auch gegen den SC Freiburg den ersten Sieg. Das Hörgl-Team kam gegen die Breisgauer am Montagabend nicht über ein 1:1 hinaus und bleibt auf dem letzten Platz stehen. Der SC Freiburg blieb im zweiten Spiel in Folge ohne Niederlage. Am Sonntag behielt 1860 mit einem 3:0 in Hoffenheim die Tabellenführung und seine weiße Weste, Aachen rückt durch ein 4:0 über den OFC auf Rang zwei vor.

Vaclav Drobny trifft zum Siegtor
Wie weiland Uwe Seeler: Vaclav Drobny (re.) trifft per Hinterkopf für den FCA.
© imagoZoomansicht

Am Montagabend verpasste der FC Augsburg beim 1:1 (1:0) gegen den SC Freiburg den ersten Saisonsieg. Das Team von Trainer Rainer Hörgl war gegen die Breisgauer die überlegene Elf und hatte auch ein deutliches Chancenplus. Doch nur Vaclav Drobny gelang in der 29. Minute ein Tor. Die mangelnde Chancenverwertung sollte sich in der Schlussphase rächen, als Heiko Butscher ebenfalls per Kopf (85.) zum schmeichelhaften Ausgleich für den SCF traf. Augsburg bleibt somit ohne Sieg Tabellenletzter, Freiburg richtet sich im Mittelfeld ein.

"Löwen" souverän - Fürth kompakt

Am Sonntag war Spitzenreiter 1860 München für Aufsteiger Hoffenheim eine Nummer zu groß. Bei hochsommerlichen Temperaturen kamen beide Teams zunächst nicht so recht auf Touren, hatten aber dennoch beiderseits Großchancen zur Führung (Copado - Göktan). Dann drehte di Salvo auf, der zunächst ein Missverständnis in der TSG-Abwehr nutzte (33.) und dann als genialer Vorbereiter für Johnson, der kurzfristig für den verletzten Bierofka auflief (38.), fungierte. In den zweiten 45 Minuten kam die Rangnick-Elf besser ins Spiel, konnte aber zwei gute Torchancen nicht zum Anschlusstor nutzen. Dies war aber nur ein Strohfeuer, die "Löwen" verpassten in der Schlussphase einen höheren Sieg als das 3:0 durch Schwarz in der Nachspielzeit.

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Kaiserslautern wollte gegen Greuther Fürth den ersten Dreier einfahren. Betzenberg-Rückkehrer und Gäste-Trainer Bruno Labbadia aber hatte seine Mannschaft gut eingestellt, die kompakt agierenden Franken ließen den FCK nicht zur Entfaltung kommen, hatten bessere Offensivszenen und gingen kurz vor der Pause durch Maierhofers Strafstoß verdient in Führung. Auch nach der Pause kamen die "Roten Teufel" zu wenig nennenswerten Tormöglichkeiten, während die Franken mehrere Großchancen (Reisinger, Cidimar) nicht zur Vorentscheidung nutzen konnten. Lautern warf in der Schlussphase alles nach vorn, doch Fürth brachte den verdienten Sieg über die Zeit.

Türkers Bärendienst

Mit zwei Siegen war Kickers Offenbach stark in die Saison gestartet, am Sonntag wartete beim Auswärtsspiel in Aachen nun ein Bundesliga-Absteiger. Der OFC trat selbstbewusst auf, attackierte die Buchwald-Elf früh und verhinderte so zunächst Tormöglichkeiten aus dem Spiel heraus. In einem intensiven Spiel gab es wenig Torszenen im ersten Durchgang, in dem Leiwakabessy Glück hatte, dass sein Trikotzupfer am durchgebrochenen Mokhtari nicht mit "Rot" geahndet wurde. Türker hatte da weniger Glück, nach seinem unsinnigen Handspiel sah der OFC-Angreifer bereits gelbverwarnt die Ampelkarte (71.) und erwies seiner Elf einen Bärendienst: Nur fünf Minuten später schoss der eingewechselte Kolev die Alemannia bei seiner Zweitliga-Premiere in Führung. Danach brachen die Kickers zusammen und kassierten drei weitere Gegentore.

Aue atmet durch - St. Pauli siegt glanzlos

Nach dem verpatzten Start sollte auch in Aue gegen den SV Wehen Wiesbaden die Wende her. So begannen die Sachsen auch schwungvoll und brachten die Abwehr der Gäste nicht nur auf Grund der warmen Temperaturen ins Schwitzen. Doch der Elan ebbte schnell ab, der defensiv eingestellte Aufsteiger hatte im weiteren Verlauf im ersten Abschnitt keine Mühe, Erzgebirge in Schach zu halten. Entschlossen kamen die Schädlich-Schützlinge aus der Kabine und spielten sich Chance um Chance heraus. Das Tor fiel aber fast auf der Gegenseite, als Willmann aus sechs Metern an einem Reflex von Keeper Bobel scheiterte. Kaufmans Doppelpack brachte die Sachsen dann doch verdientermaßen auf die Siegerstraße.

Aues Angreifer Jiri Kaufman
Matchwinner in Aue: Jiri Kaufmans Doppelpack brachte Erzgebirge auf die Siegerstraße.
© dpaZoomansicht

Am Kiez drückte St. Pauli gegen Koblenz zu Beginn mächtig auf die Tube. Doch der Druck hielt nicht lange an, in der Folge zeigten sowohl der Aufsteiger als auch die Gäste, bei denen Coach Uwe Rapolder aus disziplinarischen Gründen fünf Akteure aus der Startelf des letzen Spieltags verbannte, große Offensivschwächen. Bis auf einen Kopfball von St. Paulis Schnitzler gab es keinerlei Torszenen. Nach Wiederanpfiff ließ Trojans Flugkopfball dann die heimischen Fans jubeln (56.). Gegen danach weiter harmlose Gäste reichte es so für die Hamburger zum freilich glanzlosen ersten Heimsieg.

Köln dreht Partie

Es war ein Auftakt nach Maß für die Mainzer am Freitagabend im Duell der beiden Bundesligaabsteiger: Ein trockener Schuss von Borja ins rechte Eck (12.) und kurz danach ein sehenswerter Freistoßtreffer von Gunkel (16.) - schnell lag die Klopp-Elf gegen Borussia Mönchengladbach in Führung. Und legte nach der Pause noch einmal kräftig nach: Gunkel (51.) und Feulner (60.) erhöhten auf sage und schreibe 4:0, ehe Pauwee (73.) noch wenigstens den Ehrentreffer der Borussen erzielte. In Gladbach muss nach dieser klaren Niederlage wohl von einem glatten Fehlstart gesprochen werden. Das Team von Jos Luhukay findet sich erst einmal in den unteren Tabellenregionen wieder.

Es war eine dramatische Zweitligapartie in Köln: Zweimal ging Jena durch Torghelle (5.) und Müller (38.) in Führung, unterlag am Ende dennoch mit 3:4: Novakovic konnte in der 20. Minuten zum ersten Mal ausgleichen. Nachdem Jena durch Omodiagbe das 3:1 (55.) erzielte, begann die Galavorstellung von Chihi: In der 73. Minute das 2:3, in der 84. der Ausgleich. Und in der 86. Minute trat Chihi einen Eckball von rechts, den Jensen im Tor von Jena ins eigene Tor boxte. Jena, dessen Coach Frank Neubarth von Schiedsrichter Fleischer während der Partie auf die Tribüne verbannt wurde, bleibt erst einmal am Tabellenende stecken, Köln konnte sein zweites Saisonspiel gewinnen.

In der dritten Partie des Abends trennten sich Aufsteiger VfL Osnabrück und der SC Paderborn in einem überwiegend niveauarmen Spiel mit einem torlosen 0:0. Damit bleibt Paderborn zwar sieglos und in den unteren Tabellenregionen, konnte in der Fremde aber immerhin den ersten Punkt in der neuen Saison ergattern.

27.08.07
 
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