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27.11.2018, 10:58

Hwang vergibt und Lacroix ist zweimal indisponiert

HSV-Frust nach Doppel-Patzer

Die Enttäuschung war gewaltig. Weil der Big Point im Aufstiegsrennen greifbar war. Und unnötig aus der Hand gegeben wurde. Hamburgs Profis haderten nach dem 2:2 gegen Union Berlin, und Leo Lacroix bekannte stellvertretend: "Es fühlt sich wie eine Niederlage an." Der Schweizer trägt an diesem Gefühl großen Anteil.

Lacroix und van Drongelen
Diskussionsbedarf: Die HSV-Verteidiger Leo Lacroix (l.) und Rick van Drongelen nach dem Führungstor der Berliner.
© imagoZoomansicht

Dass die Statistik Lacroix mit einer Quote von 68 Prozent als zweikampfstärksten Spieler auswies, konnte nicht kaschieren, dass der Innenverteidiger der entscheidende Schwachpunkt im HSV-Spiel war - weil er die entscheidenden Duelle verlor. Die Leihgabe aus St. Etienne war bei beiden Gegentreffern indisponiert, war beim 0:1 zu zögerlich gegen Joshua Mees und ließ sich beim Last-Minute-Ausgleich von Suleiman Abdullahi abkochen.

Lasogga wird schmerzlich vermisst

Dass mit David Bates und Julian Pollersbeck zwei weitere Hamburger mitbeteiligt waren, unterstreicht die Feststellung von Gotoku Sakai: "Wir waren nicht 90 Minuten konzentriert. Außerdem hätten wir das Spiel vorher entscheiden müssen." Nur 26 Sekunden vor dem Schock hatte Hee-Chan Hwang das sichere 3:1 vergeben. Es war nicht nur diese unglückliche Szene des Südkoreaners, die neben fehlender Konzentration bis zum Schluss ein zweites Manko offenbarte: Der HSV kann Pierre-Michel Lasogga nicht ersetzen.

Ex-Coach Christian Titz hatte mit Jairo, Fiete Arp, Aaron Hunt, Khaled Narey und Hwang schon verschiedene Varianten in der Sturmmitte probiert, außer Lasogga aber traf keiner aus dieser Position heraus. Hwang konnte auch am Montagabend die Wadenverletzung des Torjägers nicht nutzen, fand über die gesamte Spielzeit zunächst nicht statt und vergab dann die Entscheidung.

Pierre ist ein Ballermann, unser Big Man, er strahlt immer Gefahr aus, bindet Gegenspieler. Hoffentlich ist er schnell wieder da.Lewis Holtby

"Wir wollen keine Ausrede suchen", sagte Trainer Hannes Wolf und hofft doch auf eine rasche Genesung. Die Kollegen ebenso: "Pierre ist ein Ballermann, unser Big Man", sagt Lewis Holtby, "er strahlt immer Gefahr aus, bindet Gegenspieler. Hoffentlich ist er schnell wieder da." Sakai ergänzt: "Unser Spiel ist mit ihm ein anderes. Er und Hwang sind ganz unterschiedliche Typen." Die Wade des 26-Jährigen soll diesen Dienstag nochmal untersucht werden, bislang geht Wolf nicht von einer strukturellen Verletzung der Muskulatur aus und hofft auf einen Einsatz in Ingolstadt. Die Erkenntnis, dass der HSV seinen Torjäger nötig hat, brachte das Topspiel gegen Union einmal mehr.

Sebastian Wolff

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zum Thema

weitere Infos zu Lacroix

Vorname:Leo
Nachname:Lacroix
Nation: Schweiz
Verein:Hamburger SV
Geboren am:27.02.1992

weitere Infos zu Wolf

Vorname:Hannes
Nachname:Wolf
Nation: Deutschland
Verein:Hamburger SV


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