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17.09.2018, 11:33

Acht-Tore-Spektakel zwischen Köln und Paderborn

Klement: "Verrückte Partie mit verrücktem Ergebnis"

Es war ein äußerst kurzweiliger Nachmittag im Kölner Rhein-Energie-Stadion. 50.000 Zuschauer sahen ein abwechslungs- und vor allem torreiches Match zwischen dem 1. FC Köln und dem SC Paderborn (3:5). Dass nach Abpfiff der Großteil der Fans mit enttäuschten Mienen nach Hause ging, lag daran, dass an diesem Nachmittag die Gäste aus Ostwestfalen "das nötige Glück" auf ihrer Seite hatten.

Philipp Klement und Steffen Baumgart
Sichtlich erleichtert und geschafft nach dem 5:3 in Köln: Paderborns Philipp Klement und Trainer Steffen Baumgart.
© imagoZoomansicht

"Wir haben ein hochklassiges und emotional geführtes Spiel von beiden Mannschaften gesehen", so das Lob von Paderborns Trainer Steffen Baumgart an alle Beteiligten. Zwar hätte "Köln durchaus auch als Sieger vom Platz gehen können", so das Resümee des 46-Jährigen. Dass dieser Fall allerdings nicht eingetreten ist, lag daran, dass "wir es mit einer sehr guten Leistung wieder einmal geschafft haben, Druck zu machen".

Schlüsselszene nach dem 1:2

War der "Effzeh" in der 37. Minute durch Zweitliga-Bomber Simon Terodde mit 1:0 in Front gegangen, egalisierte der SCP umgehend und stellte durch Babacar Gueye nur eine Minute später auf 1:1 (38.). Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber wieder vor, Terodde markierte in der 53. Minute seinen siebten Saisontreffer im vierten Einsatz - eine richtungsweisende Situation für das Team von Baumgart: "Wenn sie nach dem 2:1 gleich das 3:1 machen", so der gebürtige Rostocker über eine Situation, in der Louis Schaub denkbar knapp verpasste, "dann glaube ich nicht, dass wir da wiederkommen."

Wir wussten um die Stärke von Köln, auch wie sie von hinten herausgespielt haben. Da hätte das ein oder andere auch schiefgehen können.Steffen Baumgart

Allerdings kam es dann ganz anders: Philipp Klement drehte innerhalb von fünf Minuten (66./71.) das 1:2 in ein 3:2 - doch da war in der Domstadt noch lange nicht Schluss. "Wir wussten um die Stärke von Köln, auch wie sie von hinten herausgespielt haben. Da hätte das ein oder andere auch schiefgehen können." So in der 84. Minute: Jhon Cordoba traf zum 3:3 - aber auch hier war dieses "verrückte Spiel mit einem verrückten Ergebnis", wie es Klement bezeichnete, noch nicht vorbei. Zwei Treffer durch Bernard Tekpetey (90.) und Sven Michel (90.+4) zum 4:3 und 5:3 setzten der Partie die Krone auf.

Seltenes Glücksgefühl in Köln

"Ich freue mich, dass wir hier gewonnen haben", äußerte sich Baumgart, der zugab, diese drei Punkte nicht unbedingt auf dem Zettel gehabt zu haben: "Ich glaube, du fährst nicht einfach mal so nach Köln und gewinnst. Ich will jetzt nicht sagen, dass es eine Premiere ist", so der Coach, "aber so oft ist mir das als Spieler nicht passiert. Und als Trainer schon gar nicht."

Dass seine Spieler die drei Punkte in der Kabine anschließend lautstark mit Karnevalsliedern feierten, ließ ihn kalt. "Jetzt freuen sich die Jungs. Ich glaube nicht, dass wir hier irgendwelche großen Ausartungen haben. Sie freuen sich einfach." Bestätigen kann der SCP die gute Leistung am Sonntag, wenn es zum Duell der Aufsteiger kommt. In der heimischen Benteler-Arena ist der bislang noch sieglose 1. FC Magdeburg zu Gast.

kög/js

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