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12.09.2018, 16:25

Berlins Coach warnt vor Gegner Duisburg

"Böse Überraschung"? Fischer bremst Union-Euphorie

Platz drei gegen Platz 18, ungeschlagen empfängt punktlos: Wenn Union Berlin am Freitagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) den MSV Duisburg zu Gast hat, sind die Rollen klar verteilt - zumindest für die meisten. Unions Trainer Urs Fischer jedoch widersprach dieser Haltung im Vorfeld der Partie deutlich.

Urs Fischer
Erhobener Zeigefinger: Urs Fischer mahnt vor dem Spiel gegen Tabellenschlusslicht Duisburg zur Konzentration.
© imagoZoomansicht

"Ich bin überrascht, wie klar das Resultat anscheinend schon feststeht", sagte Fischer auf der Pressekonferenz am Mittwoch. "Wenn man sich die Spiele von Duisburg anschaut, merkt man, dass sie trotz null Punkten und null Toren enorme Qualität haben", meinte der Schweizer und erinnerte an die Partie seiner Mannschaft in Sandhausen vor der Länderspielpause. Auch dort war Union als klarer Favorit gegen ein bis dato punktloses Team ins Rennen gegangen und nicht über ein 0:0 hinausgekommen. "Wenn wir dem Spiel nicht den nötigen Respekt entgegenbringen, wird es eine böse Überraschung geben", ist sich Fischer sicher.

Nicht nur einmal betonte er am Mittwoch: "Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen" - trotz acht Punkten aus vier Spielen. In Sandhausen offenbarte vor allem die Offensivabteilung noch Verbesserungspotenzial. "Die Präzision, die Automatismen fehlen noch", räumte Fischer ein. In der Länderspielpause habe man aber daran gearbeitet. "Wir haben in den letzten zwei Wochen immer wieder versucht, unser Spiel in der Vorwärtsbewegung zu trainieren", erzählte der 52-Jährige. "Ob das am Freitag Früchte trägt, wird man sehen."

Denn: Ähnlich wie Sandhausen wird auch Duisburg wohl versuchen, möglichst lange ein torloses Unentschieden zu halten. "Wenn es 0:0 steht, haben wir keine Räume", führte Fischer aus. "Und wenn wir keine Räume haben, müssen wir Lösungen suchen. Da werden dann mehrere Punkte eine Rolle spielen."

Quartett zurück im Training - Torrejon in Spanien

Personell hat sich die Lage bei Union während der Länderspielpause kaum verändert. Marcel Hartel, Julian Ryerson und Lennard Maloney kehrten am Mittwoch von ihren jeweiligen U-Nationalmannschaften zurück und absolvierten die Nachmittagseinheit mit der Mannschaft. Auch die Langzeitverletzten Fabian Schönheim, Sebastian Polter, Joshua Mees und Suleiman Abdullahi stiegen in den vergangenen Tagen wieder ins Mannschaftstraining ein, brauchen laut Fischer aber noch Zeit, um für einen Kaderplatz in Frage zu kommen.

Noch kein einziges Mannschaftstraining in dieser Saison hat Innenverteidiger Marc Torrejon absolviert. Laut Fischer weilt der 32-Jährige, dem eine Muskelverletzung zu schaffen macht, derzeit in seiner spanischen Heimat, wird aber diese Woche wieder in Berlin erwartet. Bei den bisherigen Versuchen, am Mannschaftstraining teilzunehmen, war der Abwehrspieler immer wieder zurückgeworfen worden.

mib

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