Investor "will sich disziplinieren" und "Fan bleiben"

Kühne schließt weiteres Engagement beim HSV aus

2. Liga - 09.09. 13:14

HSV-Investor Klaus-Michael Kühne hat sich zu Wort gemeldet und will nicht weiter in den Zweitligisten investieren. Stattdessen sogar seine Anteile an der HSV AG verkaufen.

Äußerte sich mal wieder zu seinem finanziellen Engagement beim HSV: Investor Klaus-Michael Kühne. © imago

Der Milliardär sagte im Interview mit der "Welt am Sonntag": "Ich muss mich jetzt selbst disziplinieren. Deshalb will ich meine Anteile loswerden."

Der 81-Jährige hält 20,57 Prozent der Anteile an der Aktiengesellschaft, die 2014 durch die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung der Hamburger entstanden war. Seit 2010 hat Kühne über 100 Millionen Euro in den Verein gesteckt, die sportliche Talfahrt konnten die Investitionen aber nicht aufhalten. Ende der vergangenen Saison stiegen die Hanseaten zum ersten Mal aus der Bundesliga ab.

"Es ist ein Drama, wie der Verein in sich zusammengefallen ist. Ich bleibe aber ein Fan, auch nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga", sagte Kühne. Bereits Ende Juni hatte er angekündigt, kein weiteres Geld mehr zu investieren, nachdem Vorstandsboss Bernd Hoffmann Kühnes Plänen, seine Anteile an der AG zu erhöhen, eine Absage erteilt hatte.

Nun will er sich offenbar komplett zurückziehen, lässt sich aber eine Hintertür offen. "Ich schließe aber auch nicht aus, dass ich irgendwann einmal zurückkomme", sagte Kühne.

bst

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