"Ansehen des FC massiv beschädigt"

Nach Fanbus-Angriff: Köln schließt neun Mitglieder aus

2. Liga - 05.09. 15:12

Der 1. FC Köln hat mit Vereinsausschlüssen auf den Angriff auf einen Bus mit Union-Fans reagiert. Außerdem fordert der FC Regress in Höhe von insgesamt 14.000 Euro von zwei Personen, die sich beim Heimspiel gegen Gladbach im Januar als Ordner ausgegeben hatten.

Einige Gewaltbereite beschädigten das Ansehen tausender friedlicher Fans. © imago

Rund drei Wochen ist es nun her, dass nach dem Kölner Heimauftakt gegen Union Berlin (1:1) ein Reisebus der Gäste-Fans angegriffen wurde . Im Nachgang der Ereignisse soll es zudem Angriffe auf Polizisten gegeben haben. 28 Personen aus dem Kölner Lager wurden festgenommen, gegen die der FC bereits ein Stadionverbot verhängt hat. Keiner der Betroffenen habe sich inhaltlich zu den Vorwürfen geäußert, teilten die Geißböcke am Mittwoch mit - und bestätigten die Stadionverbote deshalb nochmals.

Doch damit nicht genug, der 1. FC Köln zog weitere Konsequenzen: Neun FC-Mitglieder wurden mit sofortiger Wirkung aus dem Verein ausgeschlossen. "Aufgrund der Beteiligung an dem Angriff auf einen Fanbus von Union Berlin, der das Ansehen des FC und seiner Fans massiv beschädigt hat, sind diese Personen für den Verein nicht mehr tragbar", heißt es in der Stellungnahme.

Bei den Betroffenen handelt es sich laut Vereinsangaben um Wiederholungstäter, "die in der Vergangenheit bereits im Zusammenhang mit Fußballspielen negativ in Erscheinung getreten sind". Soweit die betroffenen Personen über Dauerkarten verfügten, so wurden sie gekündigt.

Weitere Vereinsmitglieder, die an den Vorfällen in Bocklemünd beteiligt, aber erstmals durch ein entsprechendes Fehlverhalten aufgefallen waren, erhielten ein "ermahnendes Schreiben" des FC.

Regress in Höhe von insgesamt 14.000 Euro

Außerdem fordert der FC Regress in Höhe von insgesamt 14.000 Euro von zwei Personen, die sich beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach im Januar 2018 als Ordner ausgegeben und eine Zaunfahne vom Gästeblock entwendet hatten. Wegen der für diesen Vorfall verhängten Strafe des DFB machten die Kölner gegenüber den Verursachern Schadensersatz geltend.

cfl

weitere News und Hintergründe