Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
13.08.2018, 22:24

2. Spieltag: HSV siegt in Sandhausen

Anfangs Heimpremiere endet mit Remis - St. Pauli top

Am Montagabend musste sich Köln in seinem ersten Heimspiel mit einem Remis gegen Union Berlin begnügen. St. Pauli ist dank des Siegs gegen Darmstadt damit Tabellenführer. Auch dank schwerer Patzer von SVS-Keeper Schuhen gewann der HSV in Sandhausen. Aufsteiger Paderborn fuhr den ersten Sieg ein, auf den Ingolstadt weiter warten muss. Im kleinen Revierderby feierte der VfL einen glücklichen Sieg in Duisburg.

Andersson trifft zum 1:1
Zugeschlagen: Unions Sebastian Andersson trifft zum 1:1.
© imagoZoomansicht

Heimpremiere für Markus Anfang und seinen 1. FC Köln: Die Rheinländer hatten am Montagabend die Tabellenspitze anvisiert, Union Berlin war jedoch der erwartet harte Brocken. Die Eisernen versteckten sich keineswegs in Müngersdorf. Die besseren Chancen aber hatte der FC: Schaub (28.) und kurz darauf Cordoba scheiterten noch knapp, in der 41. Minute machte es Clemens mit einer Einzelaktion besser - 1:0. Berlin ließ sich jedoch im zweiten Abschnitt nicht hängen. Andersson stand goldrichtig und stellte auf 1:1 (69.). Zuvor waren Reichel und Hector am Aluminium gescheitert. Köln wachte nach dem Ausgleich erst spät wieder auf, warf in der Schlussphase alles nach vorne, doch es sollte nicht reichen zum zweiten Sieg im zweiten Spiel. So grüßt nun St. Pauli von oben, die Hamburger haben als einziges Team die volle Punktausbeute geholt.

HSV-Wiedergutmachung gelungen - Schuhen half mit

Zwei schwere Patzer von SVS-Keeper Schuhen begünstigten den 3:0-Sieg des HSV in Sandhausen.
Zwei schwere Patzer von SVS-Keeper Schuhen begünstigten den 3:0-Sieg des HSV in Sandhausen.
© imagoZoomansicht

Die Wiedergutmachung des Hamburger SV für die bittere 0:3-Auftaktniederlage gegen Holstein Kiel gelang: Der einstige Bundesliga-Dino gewann beim SV Sandhausen mit 3:0. Dem Führungstreffer durch Narey (7.) ging ein schwerer Fehler von Keeper Schuhen voraus. Gerade als der SVS drohte, die Oberhand zu gewinnen, erzielte van Drongelen per Kopf den zweiten Treffer (30.). Nach einem gemächlicheren Beginn nach der Pause näherte sich der SVS langsam dem Anschlusstreffer an: So schoss Paqarada beispielsweise aus spitzem Winkel knapp über das Tor (55.). Doch ein erneuter Patzer von Schuhen, der von der rechten Strafraumkante einen Pass im eigenen Strafraum genau zu Narey spielte, sorgte für die Entscheidung. Der HSV-Mittelfeldmann brauchte nur ins leere Tor einschieben. Mit dem Sieg sind die Hanseaten im Unterhaus angekommen und haben ihr Torkonto wieder ausgeglichen. Sandhausen findet sich vorerst auf dem letzten Platz wieder.

Keine Tore in einem wenig aufregenden Ost-Duell

Bei Erzgebirge Aue stand Neuzugang Testroet gleich im Ost-Duell gegen Magdeburg in der Startelf. Und der Ex-Dresdner hätte in der 33. Minute fast den Führungstreffer erzielt, sein Schuss aus der Drehung ging aber knapp am Tor vorbei. Es war einer der wenigen Höhepunkte in einer Partie der Kategorie "Sommerfußball". Offensichtlich waren beide Teams nach ihren Auftaktniederlagen mit dem einen Punkt zufrieden, gingen kaum ein Risiko ein und so endete die Partie am Ende torlos.

Kiel holt nur einen Punkt gegen Heidenheim

Es war keine ansehnliche Partie in Kiel. Die KSV Holstein hatte zum Auftakt beim HSV mit 3:0 triumphiert, im Heimspiel gegen den 1: FC Heidenheim zeigten beide Teams vor der Pause ein eher mäßiges spielerisches Niveau. Die Gäste nutzten in der 15. Minute einen Ballverlust des Gegners zur Führung durch Glatzel, fünf Minuten später glich Lee aber wieder aus, nachdem die FCH-Defensive den Ball nicht wegbekommen hatte. Nach der Pause musste Kiels van den Bergh nach einem harten Einsteigen gegen Griesbeck mit Gelb-Rot vom Platz (47.). Die Heimelf igelte sich nun weitgehend hinten ein, Heidenheim fand keine Mittel, hatte in der Nachspielzeit Pech mit einem Lattentreffer - und am Ende blieb es beim 1:1.

Edmundsson bringt Bielefeld auf Kurs

Jubeltraube der Bielefelder.
Jubeltraube der Bielefelder.
© imagoZoomansicht

Arminia Bielefeld gelang am Samstag der erste Saisonsieg, gegen Dresden stand am Ende ein 2:1. Färinger Edmundsson, der jüngst Fußball-Geschichte schrieb, brachte die Bielefelder auf die Siegerstraße (27.), Klos erhöhte wenig später (33.). Den Sachsen bereitete der Ausfall von Kapitän Hartmann (Muskelfaserriss) Probleme, doch sie zeigten im zweiten Durchgang Moral. Die Wechsel von SGD-Trainer Neuhaus fruchteten, doch Berkos Joker-Tor mit dem ersten Ballkontakt (86.) reichte trotz weiterer Möglichkeiten in der Schlussphase letztendlich nicht.

Bochum gewinnt kleines Revierderby

Zuvor hatte der VfL Bochum das kleine Revierderby in Duisburg für sich entschieden. Der 2:0-Erfolg war allerdings etwas schmeichelhaft. Die Zebras hatten bessere Chancen und der Freistoß-Pfiff vor dem Führungstor war arg strittig. Sam war's egal - er führte direkt aus und traf (55.). Nur neun Minuten später erhöhte Ganvoula (64.). Unschön: Torschütze Sam sah im weiteren Verlauf für eine Tätlichkeit Rot. Doch auch in Überzahl gelang dem MSV kein Treffer - wie schon am 1. Spieltag. Der VfL dagegen durfte seinen ersten Saisonsieg feiern.

St. Pauli knackt die Darmstädter Serie

FC St. Pauli
Richard Neudecker sei Dank: Der FC St. Pauli besiegte den SV Darmstadt 98 verdient mit 2:0.
© imagoZoomansicht

Am späten Freitagabend ertönten zum ersten Mal in dieser Saison die AC/DC-Klänge "Hells Bells" am Millerntor. Die Stimmung rund um die Flutlicht-Partie zwischen St. Pauli und Darmstadt 98 war wie so oft prächtig, wenngleich das Spiel lange Zeit seinen Erwartungen hinterherhinkte. Denn beide zum Auftakt siegreichen Teams taten sich schwer. Zumindest entwickelten die Kiez-Kicker anfangs Druck und kamen durch Flum zu einer guten Chance. Auf der anderen Seite näherte sich einmal SVD-Kapitän Sulu an, scheiterte allerdings an einer Glanztat Himmelmanns.

Im zweiten Abschnitt rollte schließlich der Möller-Daehli-Express über die rechte Seite - und nach einer starken Flanke des Norwegers nickte Neudecker zum 1:0 ein. Die Lilien waren nun gefragt, generierten aber kaum Ideen. Stattdessen war plötzlich Allagui durch, ließ allerdings das sichergeglaubte 2:0 liegen. Doch sei's drum, konnten sich die Hamburger sagen. Denn vom Gast kam in der Folge nichts mehr. Kurz vor Schluss machte Buchtmann nach Querpass von Neudecker alles klar - und so feierten die Paulianer ein prall gefülltes Punktekonto (sechs), während die Lilien-Serie dahin war. Seit zwölf saisonübergreifenden Ligaspielen war der SVD ohne Pleite ausgekommen (letzte Niederlage beim 1:2 gegen Kaiserslautern am 21. Februar 2018).

Ingolstadt betreibt Chancenwucher - das rächt sich

Thorsten Röcher
Nach etlichen vergebenen Chancen fand Ingolstadts Thorsten Röcher doch noch das Tor.
© imagoZoomansicht

Ohne den unter der Woche verpflichteten Krauße und ohne die verletzten Cohen und Träsch verlangte sich Ingolstadt eine klare Steigerung nach dem 1:2 in Regensburg ab. Diese kam: Die Schanzer waren im ersten Abschnitt klar überlegen, Lezcano ließ zweimal das 1:0 liegen, Röcher donnerte den Ball an die Latte - und Kittel verzog überhastet aus bester Lage. Das Kleeblatt indes zeigte sich anfällig und kam immerhin durch Green und Atanga zu gefährlichen Szenen.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Der FCI dominierte, Lezcano versiebte einen weiteren Hochkaräter (Torwart Burcherts Kopf war im Weg). Einziger Unterschied: Fürth bestrafte die Oberbayern nun eiskalt! Erst scheiterte zwar Atanga erneut, nach einer Ecke aber stieg Gugganig am höchsten und nickte zum 1:0 ein. Ein Schock für die Autostädter, vom dem sich Ingolstadt nur schwer erholte. In der Schlussphase sammelte sich die Leitl-Elf aber nochmals - und Röcher rettete seinen Farben ein 1:1. Gefühlt kam dieses Resultat jedoch einer Niederlage gleich.

Kurios: Damit gelang dem FCI auch im neunten Jahr nach Stadioneröffnung kein Erfolg beim Heimdebüt.

Der SCP überrascht Regensburg

Für Paderborn stand derweil das erste Zweitliga-Heimspiel seit 27 Monaten auf dem Programm (0:1 gegen Nürnberg am 15. Mai 2016). Der Aufsteiger empfing Regensburg, das jüngst ein 0:1 gegen Ingolstadt in ein 2:1 gedreht hatte sowie mit George (100. Pflichtspiel für den Jahn) einen Jubilar auffuhr. Der im Vorfeld geäußerte Respekt vor den Oberpfälzern war beim SCP anfangs auch klar zu spüren, es ging wenig. Mit der Zeit aber drückten die Ostwestfalen ihr Spiel durch - und kamen in der 31. Minute zum 1:0: Neuzugang Klaus Gjasula wuchtete einen Kopfball kraftvoll wie unhaltbar in die Maschen, beim folgenden Jubel nahm der Mittelfeldmann obendrein seinen Schutzhelm, der ein Überbleibsel nach einem Jochbeinbruch 2013 ist, ab.

SC Paderborn
Überraschte Regensburg mit einem tollen Kopfball: Paderborns Klaus Gjasula (2.v.l.)
© imago

Nach dem Seitenwechsel ließ zunächst SCP-Stürmer Michel gute Möglichkeiten liegen, ehe Klement sehenswert unter die Latte zum absolut verdienten 2:0 traf - und Regensburg wenig später nur den Pfosten anvisierte (Adamyan). Insgesamt kam vom Jahn an diesem Abend allerdings eindeutig zu wenig, um Zählbares zu entführen - und so feierte Paderborn nach der Zweitliga-Rückkehr den ersten Dreier.

cru/mag/cfl/sam

kicker-Bundesliga Sonderheft
 
Seite versenden
zum Thema

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine