Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
15.04.2018, 15:53

30. Spieltag: Union schockt St. Pauli - Kiel macht Druck

Joker Zrelak beschert dem Club ein 1:1 - Fortuna verliert weiter

In der Top-Partie des 30. Spieltags trennten sich Ingolstadt und Nürnberg am Sonntag 1:1. Spitzenreiter Düsseldorf kassierte in Heidenheim die dritte Niederlage in Folge, Darmstadt kam gegen Braunschweig nicht über ein Remis hinaus. In den direkten Kellerduellen bejubelten am Samstag Sandhausen und Union ebenso wie Aufstiegsaspirant Kiel ganz wichtige Auswärtssiege, während es in Bielefeld emotional wurde. Am Freitagabend unterlag Fürth gegen Regensburg und Bochum setzte den Aufwärtstrend gegen den FCK fort.

1:1 in Ingolstadt: Zrelaks Premiere

Adam Zrelak
Traf als Joker zum 1:1 in Ingolstadt: Nürnbergs Adam Zrelak.
© imagoZoomansicht

Der Sprung an die Spitze wurde es nicht, den Angriff des FC Ingolstadt konnte der 1. FC Nürnberg am Sonntag aber abwehren. Im direkten Duell startete der FCN vielversprechend mit besten Chancen in den ersten Minuten, traf aber ebenso wenig wie der Ex-Nürnberger Kutschke wenig später auf der anderen Seite. Tore fielen erst in der zweiten Hälfte: Leipertz brachte den FCI in der 50. Minute in Front, eine Viertelstunde vor Schluss mussten die Oberbayern aber noch den Ausgleich hinnehmen. Dem eingewechselten Zrelak fiel die Kugel vor die Füße, knallhart traf der Slowake rechts oben ins Netz - das erste Tor des Angreifers im neunten Zweitliga-Einsatz. Beim 1:1 blieb es - und damit auch beim Neun-Punkte-Abstand zwischen beiden Klubs. Den weiterhin zweitplatzierten Nürnberger (51 Punkte) sitzen aber nun die Kieler (49) im Nacken.

Fortuna verliert wieder - und bleibt vorne

Aufstiegshoffnung gegen Abstiegsangst hieß es in Heidenheim - und der FCH fuhr im Kampf um den Klassenerhalt beim 3:1 nach vier Niederlagen in Folge und sechs Runden ohne Sieg (0/2/4) einen wichtigen Dreier gegen Spitzenreiter Düsseldorf ein. Dovedan brachte die Heidenheimer zweimal in Führung (23., 56.), dazwischen glich Usami mit einem sehenswerten Schlenzer ins rechte obere Eck aus (51.). Für die Entscheidung sorgte Innenverteidiger Kraus, der eine Lankford-Flanke volley ins Netz drosch (76.). Heidenheim fuhr damit einen ganz wichtigen Dreier ein: Der FCH springt zwar auf Platz 13 hoch, ist aber punktgleich mit St. Pauli auf dem Relegationsrang 17 - Normalität in der diesjährigen 2. Liga. Für die Fortuna wird das Thema Aufstieg nach der dritten Niederlage in Folge und trotz der Tabellenführung noch zu einer großen Zitterpartie. Trainer Friedhelm Funkel hatte schon vor der Partie gemeint: "Es geht alles bis zum 34. Spieltag."

Sieben Mal ungeschlagen - aber Darmstadt verpasst den Anschluss

Zum siebten Mal in Folge blieb Darmstadt 98 beim 1:1 gegen Braunschweig ungeschlagen (2/5/0), den Anschluss ans rettende Ufer verpassten die Lilien aber. Wieder einmal gelang den Hessen nur ein Tor - wenn man Medojevics erzwungenes Eigentor nicht mitzählt. Der Darmstädter konnte den Ball in der 39. Minute unter Bedrängnis nur ins eigene Netz bugsieren. Der Rückstand zur Pause spiegelte nicht die Spielanteile des Durchgangs wider. Per Foulelfmeter gelang den Lilien im zweiten Durchgang, in dem die Braunschweiger engagierter waren, aber zumindest noch der Ausgleich: Kempe verwandelte (73.). Aufgrund des Heidenheimer Siegs beträgt der Abstand auf den Relegationsrang nun wieder vier Zähler - und auch Braunschweig wird diesen Platz bei nur einem Punkt Vorsprung im Auge behalten.

Tabellenrechner 2.Bundesliga

Kiel wie ein Spitzenteam - Dresden beklagt Elfmeter

Holstein Kiel
Wieder auf Kurs: Holstein Kiel.
© picture-allianceZoomansicht

Dynamo Dresden und Holstein Kiel hatten zuletzt etwas auf der Stelle getreten, die SGD vergab am Samstagmittag früh die Chance, wieder auf Kurs zu kommen: Koné scheiterte mit einem Strafstoß an Kiels Keeper Kronholm (4.). Besser machte es auf der Gegenseite Schindler in Minute 27; der Mittelfeldmann der Störche ließ Schwäbe aus elf Metern keine Chance und traf zum 1:0 aus Sicht der Gäste. In der zweiten Hälfte hätte Dynamo gut und gerne noch zwei Elfmeter bekommen können, doch die Pfeife von Schiedsrichter Felix Zwayer blieb stumm. Stattdessen machte es Kiel in Manier eines Top-Teams und durch Duckschs 2:0 (65.) und Mühlings 3:0 (86.) den Deckel drauf. Ducksch legte in der vierten Minute der Nachspielzeit sogar das 4:0 nach. Damit liegt Holstein vor den letzten vier Spielen in Schlagdistanz zu Nürnberg.

Union jubelt in Unterzahl - St. Pauli in Not

Viel hatten sich beide Teams vor der Saison vorgenommen, die Wahrheit aber bedeutet für St. Pauli und Union Berlin Abstiegskampf. Am Millerntor sahen die Zuschauer eine rasante Partie mit zwei engagierten Teams. Die besten Gelegenheiten vergaben Skrzybski (11., Pfosten) und Daube (36., auf der Linie geklärt) auf der einen sowie Buchtmann (29., vor der Linie geklärt) auf der anderen Seite. Nach der Pause stand Union erneut das Aluminium im Weg - Hedlund traf die Latte (50.), bevor Friedrich sich die zweite Gelbe Karte einhandelte und die Köpenicker fortan in Unterzahl agierten. Doch St. Pauli nutzte das nicht aus, stattdessen schockte Hedlund die Hausherren mit dem Treffer des Tages (80.), durch den Union wieder etwas durchatmen kann. Bei St. Pauli - angekommen auf Rang 16 - läuten spätestens jetzt alle Alarmglocken.

Klos' emotionale Bestmarke - Arminia so gut wie gerettet

In Bielefeld und Aue war zuletzt dank wichtiger Punkte etwas Ruhe eingekehrt; vor allem bei den Veilchen, die dank drei Siegen in Serie aus dem Keller geklettert sind. Auf der Alm agierten beide Teams zunächst zurückhaltend, die Arminia jubelte in der 42. Minute dank Voglsammer zuerst. Kurz zuvor hatte DSC-Keeper Ortega stark gegen Köpke pariert (36.). Den Wachmacher in Hälfte zwei besorgte Rizzuto, der sich beim Pfosten bedanken durfte, dass der von ihm abgefälschte Voglsammer-Schuss nicht im Netz landete (60.). Dann wurde es emotional: Klos, der es vorher schon angekündigt hatte, traf zum 2:0 (69.). Es war sein 111. Pflichtspieltor für Bielefeld, damit ist das Urgestein Rekordtorschütze der Ostwestfalen. Den Sieg brachte die Arminia am Ende locker über die Zeit und hat den Klassenerhalt damit so gut wie sicher.

Sandhausen entführt die Punkte aus Duisburg

Von Aufstiegsträumen zu Abstiegsängsten: Auch Duisburg und Sandhausen durchleben den verrückten Alltag in Liga zwei. Der SVS ist das aus den letzten Jahren gewohnt und trat beim MSV genauso auf; die Gäste belohnten sich in der 39. Minute für zahlreich herausgespielte Chancen. Förster besorgte die 1:0-Pausenführung. Nach der Pause drückten die Meidericher auf den Ausgleich, scheiterten aber reihenweise am glänzend aufgelegten Schuhen. Es kam, wie es kommen musste: In der Nachspielzeit besorgte Kapitän Kulovits den 2:0-Endstand. Drei ganz wichtige Punkte für Sandhausen.

Stöger lässt Bochum träumen - 3:2 gegen Kaiserslautern

Bochum jubelt über das 3:2 gegen Kaiserslautern.
Bochum jubelt über das 3:2 gegen Kaiserslautern.
© picture-allianceZoomansicht

Bochum wollte am Freitagabend seinen Lauf nach drei Siegen am Stück auch gegen den 1. FC Kaiserslautern fortsetzen, doch bis es für die Mannschaft von Trainer Robin Dutt so weit war, musste sie lange und hart kämpfen. Erst in der Schlussphase erzielte der Ex-Lauterer Stöger den 3:2-Siegtreffer. Die Pfälzer gingen durch ein frühes Altintop-Tor in Front, allerdings schlug durch VfL doppelt zurück. Hinterseer traf mit seinem zwölften Saisontor zum Ausgleich, ein bitteres Eigentor von Osawe bedeutete die 2:1-Halbzeitführung für die Hausherren. Im zweiten Durchgang gab sich das Schlusslicht aus der Pfalz jedoch nicht auf und kam durch Vucur zum nicht unverdienten Ausgleich. Bochum riss sich nochmal zusammen und jubelte in der Endphase über einen knappen 3:2-Heimsieg, der den VfL von Platz drei träumen lässt. Kaiserslautern scheiterte mehrfach am Alu, so dass beim FCK immer mehr die Hoffnung schwindet.

Joker George sticht doppelt in Fürth - Regensburgs großer Schritt

Aufsteiger Jahn Regensburg gewann im bayerischen Derby bei der SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 und macht einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. In der immens engen 2. Liga melden sich die Oberpfälzer damit auch im Rennen um Platz drei Ansprüche an. Nachdem der Fürther Reese die größte Chance im ersten Durchgang liegen ließ, stach der Regensburger Joker George sofort - der frühere SpVgg-Akteur traf von der Strafraumkante zum Siegtreffer. Zwar hatten die Mittelfranken fast noch die komplette zweite Hälfte, um etwas Zählbares mitzunehmen, doch erspielte sich die Buric-Elf gegen den defensiv sicher stehenden Jahn kaum Torgelegenheiten. In der Schlussoffensive der SpVgg hinein schnürte dann George seinen Doppelpack zum 2:0. Zwar versprühte Sararers Entschlossenheit und dem daraus resultierenden Eigentor von Nandzik für Fürth nochmal kurz Hoffnung, aber am Ende blieb es beim 2:1 für den Jahn. Durch die verdiente Heimniederlage muss Fürth wieder richtig zittern.

kon

 
Seite versenden
zum Thema

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein FußballQuiz eMagazine