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09.04.2018, 16:26

Absturz auf Platz 15 nach fünf sieglosen Auftritten

Mentalitätsfrage? Für St. Pauli wird es immer enger

Für den FC St. Pauli wird die Situation im Saisonendspurt immer bedrohlicher. Durch die 1:2-Niederlage in Aue rutschten die Hamburger bis auf Rang 15 ab, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt drei Punkte. Fehlt die Mentalität für den Abstiegskampf?

Christopher Avevor
Am Boden: Für Christopher Avevor und St. Pauli ist die Tendenz derzeit bedrohlich.
© imagoZoomansicht

Nach einem kurzen Zwischenhoch mit Siegen in Ingolstadt (1:0) und im Nordduell gegen Kiel (3:2) war St. Pauli Ende Februar Neunter, hatte nur drei Punkte Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz. Sechs Wochen später sind die letzten kühnen Aufstiegshoffnungen am Millerntor aber endgültig wachsender Abstiegsangst gewichen. Jetzt sind es nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz.

Fünf Spiele wartet St. Pauli nun schon auf einen Sieg, gegen vier direkte Konkurrenten - wobei das in dieser 2. Liga ohnehin auf fast jeden zutrifft - schaffte das Team von Markus Kauczinski zuletzt keinen Dreier: 0:0 gegen Braunschweig, 1:1 in Kaiserlautern, 1:1 gegen Sandhausen, 1:2 in Aue - die Tendenz ist vor dem Krisenduell mit dem punktgleichen 1. FC Union Berlin mehr als bedenklich.

Wir hinterfragen alles, das muss auch so sein.Trainer Markus Kauczinski

"Die Situation spitzt sich für uns zu. Wir hinterfragen alles, das muss auch so sein", wird Kauczinski auf der Vereinswebsite zitiert: "Wir wissen, dass es eine brenzlige Situation ist und wir so nicht weiter auftreten dürfen."

Im Erzgebirge war nach schwachem Beginn immerhin ein Punkt möglich gewesen. In der verrückt engen Zweitliga-Tabelle hätte das für St. Pauli Platz 10 statt nun 15 bedeutet. Doch der Fehler von Daniel Buballa in der Szene, die zum entscheidenden Elfmeter für Aue führte, verhinderte dies. "Aus dem Spiel heraus hatte man das Gefühl, die Partie endet unentschieden", meinte Kauczinski: "Eine Naivität, die wir uns leisten, entscheidet das Spiel."

Tief blicken ließ auch das Urteil des Trainers über Gegner Aue: "Sie waren am Ende von den Typen auf dem Platz her etwas bissiger." Ein Mentalitätsproblem? St. Paulis Auftritt war erneut erschreckend leidenschaftslos. Der Abstiegskampf scheint längst nicht bei allen Spielern angekommen zu sein. Kapitän Bernd Nehrig (Muskelfaserriss), der seinen Vertrag am Montag um ein Jahr verlängerte, und Johannes Flum (Achillessehnen-Entzündung) wurden schmerzlich vermisst.

Personallage entspannt sich - Startelf-Rückkehr für Sobiech?

Immerhin entspannt sich die Personallage: Christopher Buchtmann feierte nach überstandener Schambeinentzündung sein Startelf-Comeback, Mats Möller Daehli ist schon seit zwei Partien wieder dabei. Und auch Abwehrchef Lasse Sobiech (am Samstag nur auf der Bank), der am Saisonende zum 1. FC Köln wechselt, dürfte vor der Rückkehr in die Anfangsformation stehen. "Sobald ich das Gefühl habe, dass er für 90 Minuten fit ist, wird er auch spielen", sagte Kauczinski.

Der Trainer hatte schon vor dem Trip nach Aue "sechs Endspiele" ausgerufen. Das nächste folgt am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen den ebenfalls ins Schlingern geratenen 1. FC Union. Wie drei der letzten fünf Begegnungen findet die Partie am Millerntor statt. Auch das ist für St. Pauli in dieser Saison allerdings kein Vorteil. Nur drei von 14 Heimspielen gewannen die Kiezkicker bislang (3/8/3). Verbessert sich diese Bilanz nicht, wird der Endspurt für St. Pauli zum ganz großen Zitterspiel.

ski

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