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08.03.2018, 09:51

Duell der "Ost-Dinos" Erzgebirge und Union

Schädlichs Erinnerungen vor Aues Jubiläumsspiel

Junge, wie die Zeit vergeht: Am 3. August 2003 bestritt der FC Erzgebirge sein erstes Zweitligaspiel. Am Sonntag bei Union geht es zum 400. Mal um Punkte im Unterhaus - gleiches trifft übrigens auf Berlin zu! Aue und Union sind die beiden Ost-Dinos der 2. Liga. Kein anderer Verein aus den Neuen Bundesländern bestritt mehr Partien. Eine weitere Gemeinsamkeit: Die "Veilchen" feierten ihren ersten Sieg (2:1) in dieser Spielklasse am 3. Spieltag gegen Union.

Gerd Schädlich
War lange Trainer in Aue: Gerd Schädlich.
© imagoZoomansicht

Einer, der sich fast 15 Jahre später noch genau erinnern kann, ist Ex-Trainer Gerd Schädlich. Keiner blieb nach der Wende länger (insgesamt Juli 1999 bis Dezember 2007), keiner saß öfters in dieser Spielklasse (153 Mal) auf der Bank. "Wir haben damals den Auftakt daheim mit 0:1 gegen Regensburg verloren, eine Woche mit 1:2 in Trier. Wir standen schon unter Druck, mussten gewinnen. Der Sieg bleibt natürlich in Erinnerung", sagt der 65-Jährige. Aue erlebte eine sorgenfreie erste Saison, wurde am Ende Achter, "weil wir eine starke Rückrunde gespielt haben", weiß Schädlich noch.

Abgesehen vom Aufstieg 2003, möchte der Coach keinen weiteren Moment hervorheben: "Jede Saison mit Aue in Liga zwei war etwas Besonderes, weil es nichts Selbstverständliches war." Dass man sich bis heute hält, hat viel mit harter Arbeit zu tun. Es ist ein Privileg, zu den besten 36 Teams in Deutschland zu gehören, erklärt Schädlich: "Das verkennen gerade jetzt wieder viele. Man muss doch nur mal schauen, wo viele Traditionsvereine aus Ost und West jetzt stehen, gegen die wir in unserer Anfangszeit gespielt haben. Aue hat sich gehalten, davor ziehe ich den Hut." Vereine wie Oberhausen, Essen, Cottbus, Trier, Ahlen oder 1860 kicken in der Regionalliga. Der FCE nicht.

Aue geht vom Relegationsplatz aus in die letzten neun Saisonspiele. Schädlich ist vom Klassenerhalt überzeugt. "Ich war gegen Kaiserslautern im Stadion. Das war doch ziemlich souverän. Das Team hat das Potenzial, ich glaube daran."

Thomas Nahrendorf

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