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12.02.2018, 17:25

Im Falle des Nicht-Abstiegs besitzt Jeff Strasser einen gültigen Vertrag

Bader: "Die 3. Liga wird nicht lange auf uns warten"

Der 1. FC Kaiserslautern schöpft nach dem Traumstart von Trainer Michael Frontzeck neue Hoffnung im Abstiegskampf. Von der Euphorie nach zwei Siegen in Serie lassen sich die Verantwortlichen des Traditionsvereins aber nicht blenden. Der neue Sportvorstand Martin Bader und Aufsichtsratschef Patrick Banf planen gewissenhaft auch für den Fall des Abstieges in die 3. Liga und sprachen am Sonntagabend in der "SWR"-Sendung "Flutlicht" über den aktuellen Stand der Dinge.

1. FC Kaiserslautern
Kaiserslauterns neuer Sportdirektor Martin Bader sprach in der SWR-Sendung "Flutlicht" über den aktuellen Stand der Dinge.
© picture allianceZoomansicht

Schon bei seiner Präsentation als neuer Sportvorstand vor elf Tagen machte Bader deutlich, was für die nahe Zukunft, sei es in der 2. oder der 3. Liga, auf der Tagesordnung des Fritz-Walter-Klubs ganz oben stehen soll: Personelle Konstanz. Sei es der Trainerposten, der des Sportdirektors oder die Vorstandsebene, keiner der entscheidenden Bereiche blieb in den vergangenen Jahren von etlichen Erneuerungen verschont. Mit der Verpflichtung von Frontzeck, dessen bis 2019 laufender Vertrag auch für die 3. Liga gilt, und dem Antritt Baders, sollen die ersten Schritte dazu getan sein.

Der ein oder andere wunderte sich über die Laufzeit und Gültigkeit des Vertrages von Frontzeck im Abstiegsfall. Würden die Lauterer unter ihm sang- und klanglos absteigen, wäre eine Weiterbeschäftigung wohl nur schwer vermittelbar. Doch die Überzeugung, mit dem 53-Jähirgen den richtigen Coach gefunden zu haben, sowie die zeitliche Komponente waren für Bader ausschlaggebend. "Wir wollen keine Zeit verlieren, wenn der Abstiegsfall eintritt, und im Mai noch auf Trainersuche gehen und uns Gedanken machen müssen, wer die neue Mannschaft aufbauen könnte. Jeder Tag, den du verlierst, ist fatal. Denn die 3. Liga wird nicht lange auf uns warten", erklärte der 49-Jährige beim "Südwestrundfunk". Bisher konnte Frontzeck das in ihn gesetzte Vertrauen umsetzen und den Abstand auf den Relegationsplatz auf fünf Zähler verkleinern. Die Zuversicht auf den Klassenerhalt ist wieder deutlich spürbar. "Wir gehen momentan fest davon aus, dass wir in der Liga drinbleiben", betonte der Aufsichtsratsvorsitzende Banf.

Im Abstiegsfall: Fast alle Spielerverträge laufen aus

Zwar ist der Trainerposten im Abstiegsfall geklärt, eine Mannschaft zum Trainieren hätte dieser aber Stand jetzt noch nicht zur Verfügung. Die Verträge von fast allen Spielern des aktuellen Kaders würden ihre Gültigkeit verlieren, Rückkehrer Halil Altintop und mehrere Eigengewächse zählen zu den Ausnahmen. "Es geht darum, mit den Spielern zu sprechen und sie davon zu überzeugen, dass der FCK grundsätzlich ein toller Verein ist, auch in der 3. Liga", kündigte Bader an. Doch die vermeintlichen Leistungsträger müsste man wohl unentgeltlich ziehen lassen. Bader lieferte auch einen weiteren Grund, warum Frontzeck bereits jetzt über das Saisonende hinaus gebunden wurde. "Wenn wir mit Spielern über beide Ligen sprechen werden, kann deren Frage nicht sein: Wer wird denn Trainer? Wir können gestärkt mit der ganzen sportlichen Leitung mit jedem Spieler sprechen und ihn davon überzeugen, den Weg mitzugehen", so Bader.

In Sachen Stadionpacht "gute Gespräche" mit der Stadt

Der mögliche Spieleretat im Abstiegsfall wird auf etwa fünf Millionen Euro beziffert und würde damit in den Bereich eines "Top-3-Etats" fallen. Das wirtschaftliche Konstrukt steht aber noch auf wackeligen Beinen, der Knackpunkt ist die Stadionpacht. Zahlen die Pfälzer für die laufende Spielzeit noch 2,4 Millionen Euro an die städtische Stadiongesellschaft, sind in der 3. Liga laut Verein nur noch 425.000 Euro möglich. Banf zeigte sich zuversichtlich und erklärte, man befinde sich mit der Stadt in guten Gesprächen. "Wir müssen schauen, was machbar ist. Da muss uns die Stadt aber auch vielleicht das Land entgegenkommen", forderte der Werbefachmann. Das Thema ist rund um den Betzenberg aber eine heikle Angelegenheit. Ein Entwurf der Stadt, fehlende Miteinnahmen durch eine Erhöhung der Grundsteuer zu kompensieren, sorgte bei der Bevölkerung für Entrüstung. Gerüchten, der FCK würde sich mit dem Stadion des Fünftligisten FK Pirmasens als Ausweichstandort befassen, erteilte Banf eine Absage.

Im Falles des Nicht-Abstiegs gilt Jeff Strassers Vertrag bis 2019

Die Zukunft von Trainer Jeff Strasser, der wegen Herzrhythmusstörungen in Folge einer verschleppten Grippe derzeit pausieren muss, ist noch nicht geklärt. "Jeff hat Vertrag bis 2019 für den Fall, dass der FCK die 2. Bundesliga hält. Für die 3. Liga hat er keinen Vertrag, das war auch sein ausdrücklicher Wunsch in den Verhandlungen mit Boris Notzon", erklärte Bader. Der Sportchef machte aber auch gleichzeitig deutlich, das Jeff Strasser sich nach seiner Genesung in der Pfalz willkommen fühlen kann: "Wenn Jeff gesund ist, ist es klar, dass der FCK alles dafür tun wird, dass er Teil dieser Familie bleibt." Mit der Situation, ab Sommer weiter zwei Cheftrainer unter Vertrag zu haben, könnte sich Bader anfreunden. "Diese Sorgen hätte ich gerne, dann haben wir nämlich die Klasse gehalten", meinte der 49-Jährige mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Unterm Strich konnte die Vereinsführung am Sonntagabend klarmachen, die trotz des sportlichen Aufschwungs weiterhin äußerst kritische Lage nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Über die vielen Arbeitsstunden, die für die zweigleisige Planung aufgebracht werden müssen, könnten alle Beteiligten mit einem Lächeln hinwegsehen, sollten der FCK am Ende die Klasse halten und die Drittligaplanung wieder zu den Akten legen können.

Moritz Kreilinger

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

5 Leserkommentare

bongo65
Beitrag melden
13.02.2018 | 15:59

Ja Wahnsinn der Maddin

Frontzeck schon da, gleich mit längerem Vertrag ausgestattet. Wann kommt der Sportdirektor Möckel :-)
HannesBalla
Beitrag melden
12.02.2018 | 23:59

2 Schwalben (=Siege) machen noch keinen Sommer. Die Mannschaft ist einfach zu schwach. Eine munter zusammengewürfelte [...]
deingewissen
Beitrag melden
12.02.2018 | 23:59

Steuerzahler

"Wir müssen schauen, was machbar ist. Da muss uns die Stadt aber auch vielleicht das Land entgegenkommen"
<[...]
Kopperle
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12.02.2018 | 23:58

So is er halt, der Maddin...

...da geht`s doch glatt wider allen Erwartungen beim FCK bergauf...fünf Punkte sind ja durchaus aufholbar...und [...]
Andronius
Beitrag melden
12.02.2018 | 18:35

Beim 1.FC Kaiserslautern geht es langsam wieder in die richtige Richtung. Auch wenn es ironisch klingen [...]

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