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04.12.2017, 11:35

Einen Tag nach dem 1:2 in Bochum

Union feuert Keller, Hofschneider wird neuer Chefcoach

Nächster Trainer-Wechsel in der 2. Liga. Union Berlin hat sich einen Tag nach dem 1:2 beim VfL Bochum von Jens Keller getrennt. Wie die Eisernen mitteilten, wird ab sofort André Hofschneider die Verantwortung übernehmen. Der 47-Jährige erhält einen Vertrag bis Juni 2019.

André Hofschneider
André Hofschneider folgt bei Union Berlin auf Jens Keller.
© imagoZoomansicht

Der 1. FC Union Berlin wartet seit drei Partien auf einen Sieg und liegt mittlerweile drei Zähler hinter dem Aufstiegs-Relegationsrang, den derzeit der 1. FC Nürnberg belegt. Besonders in der zweiten Hälfte beim 1:2 in Bochum zeigten die Eisernen Auflösungserscheinungen, was die Verantwortlichen nun zum Handeln zwang.

"Es ist ein harter Schnitt, den wir vollziehen, weil wir ihn für notwendig halten. Mit unserer Spielweise und den Ergebnissen der letzten Wochen werden wir nicht den Ansprüchen gerecht, die wir klar formuliert und mit der Gestaltung des Kaders im Sommer deutlich untermauert haben", kommentiert Lutz Munack, Geschäftsführer Sport beim 1. FC Union Berlin, den Trainerwechsel und ergänzt: "Unser Vertrauen darin, in der bestehenden Konstellation Konstanz in unsere sportlichen Leistungen zu bekommen, ist nicht mehr gegeben. Wir haben uns deshalb entschieden, unverzüglich zu handeln. Vor uns liegen zwei enorm wichtige Spiele, die wir erfolgreich bestreiten wollen."

Die kommenden Aufgaben werden für die Köpenicker richtungsweisend. Am letzten Spieltag der Hinrunde steht das Heimspiel am Samstag gegen Dynamo Dresden an, ehe eine Woche später zum Auftakt der Rückrunde der FC Ingolstadt seine Visitenkarte in der Alten Försterei abgibt.

Tabellenrechner 2.Bundesliga

Doch auch nach der kurzen Winterpause hält der Spielplan für den 1. FC Union knackige Aufgaben bereit: Im ersten Spiel des Jahres 2018 gastieren die Eisernen am 23. Januar beim Sensations-Spitzenreiter Holstein Kiel, nur drei Tage später kommt es zum Duell gegen den derzeitigen Dritten 1. FC Nürnberg. Spätestens danach dürfte feststehen, wohin die Reise für die Eisernen in dieser Saison gehen wird.

Nun soll André Hofschneider also den Traum vom Aufstieg an der Alten Försterei realisieren. Der 47-Jährige hatte gemeinsam mit Sebastian Bönig die Union-Profis in der Saison 2015/16 zudem zwei Mal interimsweise hauptverantwortlich betreut und zum Saisonende auf Platz 6 der Tabelle geführt. Hofschneider hatte zuletzt seine Fußballlehrer-Lizenz erworben und die U 19 des 1. FC Union trainiert. Nun übernimmt er zum dritten Mal die Lizenzmannschaft, ihm zur Seite steht erneut Bönig.

26 und 27 Punkte: Beste Zweitligabilanzen unter Keller

Der Trainer-Wechsel beim 1. FC Union Berlin kommt überraschend, selbst wenn die Eisernen in den letzten drei Begegnungen nicht die erhofften Ergebnisse einfahren und wettbewerbsübergreifend nur eine der letzten sechs Pflichtaufgaben gewinnen konnten. Mit 26 Punkten haben sie jedoch die zweitbeste Punktausbeute ihrer Zweitliga-Geschichte eingefahren. Nur einmal waren die Eisernen besser: In der Vorsaison hatten sie zu diesem Zeitpunkt bereits 27 Zähler gesammelt. Der Trainer damals hieß Jens Keller.

Zusammen mit Keller muss auch dessen Assistent Henrik Petersen gehen. "Jens Keller und Henrik Pedersen gebührt unser Dank für die hier geleistete Arbeit. Sie haben hier sichtbar Akzente gesetzt und wichtige Entwicklungen vorangetrieben. Wir wünschen beiden viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg", sagte Munack.

jer

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50 Leserkommentare

BayernJo73
Beitrag melden
13.12.2017 | 12:04

Finanziell am Arsch!!

sollte der Aufstieg nicht klappen, dass habe ich aus erster Hand erfahren. Weshalb Keller dabei nicht [...]
wisent
Beitrag melden
09.12.2017 | 22:20

Grandioses Eigentor, aber mit Anlauf

Was für eine Trendwende, bravo Herr Zingler

Den Trainer rausgeschmissen und sich vom ExExTrainer vorf[...]
wisent
Beitrag melden
06.12.2017 | 12:12

Hätte, hätte, Fahradkette

"Die Verantwortlichen bei Union Berlin hatten die Entlassung nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg in [...]
Kopperle
Beitrag melden
05.12.2017 | 20:02

@lona

...oder sich wie der SC Freiburg einfach unter den Top 25 etablieren...warum denn nicht?...das Potenzial [...]
Iona
Beitrag melden
05.12.2017 | 18:13

@wisent

"Sind wir Traditionalisten? Immerhin ist UNION über 40 Jahre alt..."

Ist zwar richtig, trotzdem hä[...]

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