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16.10.2017, 22:24

Überblick: Kiels Torfabrik läuft weiter - Fortuna bleibt Erster

4:3! Der Club gewinnt das Spektakel in Darmstadt

Nürnberg gewann am Montagabend ein spektakuläres Spiel am Böllenfalltor in Darmstadt, springt auf Platz drei und verdrängt Union wieder. Ganz oben ist alles beim Alten: Düsseldorf übersprang am 10. Spieltag die Hürde Bielefeld und bleibt Erster, Kiel setzte sich in einer denkwürdigen Partie in Heidenheim durch. Fürth gab derweil gegen Aue die Rote Laterne ab. Bei Bochum feierte das Interimsduo auf der Bank gegen Sandhausen ein gelungenes Debüt, Dresden und Ingolstadt trennten sich remis. Am Freitag kam St. Pauli gegen den neuen Letzten Lautern nur zu einem 1:1. Keine Tore gab es zwischen Duisburg und Braunschweig.

Nürnberg springt auf Platz drei

Der Club feiert am Böllenfalltor in Darmstadt.
Der Club feiert am Böllenfalltor in Darmstadt.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Zuschauer am Böllenfalltor in Darmstadt sahen eine furiose Auseinandersetzung mit dem besseren Ende für den 1. FC Nürnberg. Der SVD ließ den Club zunächst nicht zur Entfaltung kommen und ging früh durch einen abgefälschten Schuss von Stark in Führung. Die Gäste erholten sich nur schwer von diesem Rückstand, hatten aber Glück, dass Banggaard patzte und Teuchert per Heber das 1:1 markieren konnte. Der FCN kam nun besser ins Spiel, hatte aber Glück, dass Kempe nur den Pfosten traf (27.). Der zweite Durchgang begann furios: Auf zwei gefährliche Darmstädter Schüsse antwortete der Club mit dem 2:1 von Ishak nach einem Traumpass von Leibold, einem Pfostenschuss von Behrens und dem 3:1 durch Teuchert, allerdings begünstigt von Torwart Mall. Die Entscheidung? Nein! Platte machte es nach einer Ecke wieder spannend. Der FCN konterte zwar umgehend durch Leibold mit dem 4:2 und hätte dann das Spiel entscheiden können, Teuchert vergab allerdings die Chance zum 5:2 bei einem der vielen Konter. Von den Lilien kam kaum noch etwas, doch Löwen bekam den Ball unglücklich ins Gesicht und von dort sprang dieser zum 3:4 ins Club-Gehäuse. Die Köllner-Elf zitterte, brachte den letztlich nicht unverdienten Erfolg jedoch über die Zeit und ist nun Tabellendritter.

Spektakel in Heidenheim

Kieler Jubel: Dominick Drexler (li.) traf zum 3:3 in Heidenheim.
Kieler Jubel: Dominick Drexler (li.) traf zum 3:3 in Heidenheim.
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Kiel bleibt nach einem fulminanten 5:3-Sieg in Heidenheim Zweiter. Heidenheim begann nervös, leistete sich viele Abspielfehler, hatte Glück, als Ducksch frei vor Müller am Keeper scheiterte, doch dann packte Schnatterer den Hammer aus und traf aus 31 Metern in den Winkel (9.). Kiel musste sich zweimal schütteln, ehe die Norddeutschen wieder besser ins Spiel fanden. Top-Scorer Drexler unterlag aber im Eins-gegen-eins Keeper Müller. Kiel war nun klar tonangebend, doch Müller rettete erneut fantastisch gegen Drexler. Gegen Ducksch aber war der super aufgelegte Torhüter chancenlos (40.). Und es kam noch dicker für den FCH: Wittek riss Ducksch als letzter Mann im Strafraum um - Rot (42.). Ducksch verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:1 (43.). Kurz nach Wiederanpfiff fasste sich Busch ein Herz, zog aus 20 Metern ab, sein Schuss wurde von Schmidt unhaltbar abgefälscht - 2:2 (48.). Und nur vier Minuten später schoss Schnatterer einen direkten Freistoß in den rechten Winkel. Kiel antwortete aber prompt, Drexler staubte nach Lattenschuss von Ducksch ab (53.). Kiel war spielerisch stärker, Heidenheim fightete aufopferungsvoll in Unterzahl. Und der FCH hatte Pech, als Joker Kinsombi aus einer Abseitsposition das 4:3 für Kiel erzielte (81.). Regulär war Duckschs Kopfballtreffer (83.) zum Endstand.

Fürth verlässt Platz 18

Schlusslicht Fürth setzte sich verdient mit 2:1 gegen Aue durch und verließ das Tabellenende. Die SpVgg Greuther Fürth, mit Neuzugang Hilbert in der Startelf, begann in ihrem 1000. Zweitligaspiel schwungvoll, hoch motiviert und couragiert, strahlte aber keine Gefahr aus. Aue fand nach und nach besser in die nun ausgeglichene Partie. Die Franken leisteten sich zu viele leichte Abspielfehler. Dennoch ging Fürth verdient in Front, weil sich Narey klasse gegen drei Gegenspieler durchsetzte und Männel keine Chance ließ (40.). Die SpVgg war auch nach der Pause das aktivere und bessere Team, ohne zwingend zu werden. Chancen waren Mangelware, Torres schoss freistehend weit drüber (61.). Aues Offensive besaß keine Durchschlagskraft, kam wie aus dem Nichts aber durch Bunjaku zum Ausgleich (78.). Ein schmeichelhafter Ausgleich. Dass Fürth schlussendlich jubelte, war dem sensationellen Treffer von Steininger in den Winkel zu verdanken (87.).

Union klettert weiter

Union Berlin gewann mit 2:0 in Regensburg und feierte den dritten Dreier in Serie. Zu Beginn hatte der Jahn klar Feldvorteile, die besseren Chancen besaß aber Union. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst scheiterte Geipl mit einem Strafstoß (Pedersen an Grüttner) an Union-Keeper Busk (20.), im direkten Gegenzug vollendete Polter den schnellen Konter zur Führung der Eisernen (21.). Regensburg investierte viel, Cleverness und Qualität der Berliner machten aber den Unterschied. Union erspielte sich mehrere Chancen gegen immer wieder Räume bietende Oberpfälzer. In Hälfte zwei war Regensburg optisch leicht überlegen, aber viel zu ungefährlich. Besser machten es die Gäste, die durch Gogia auf 2:0 stellten (57.). Der SSV hatte Pech bei einem Pfostenschuss von Mees (67.).

Dank Raman: Fortuna bleibt auch in Bielefeld auf Kurs

Benito Raman
Düsseldorfs Raman dreht jubelnd ab, der Ball liegt im Bielefelder Tor.
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Fortuna Düsseldorf hat den Abgang von Co-Trainer Peter Hermann zum FC Bayern gut verkraftet und marschiert in der 2. Liga weiter voran. Die Rheinländer gewannen am Samstag das Topspiel bei Arminia Bielefeld mit 2:0 und verteidigten damit ihren Platz an der Sonne.

Neben Chefcoach Friedhelm Funkel nahmen in Bielefeld die ehemaligen Profis Axel Bellinghausen und Thomas Kleine auf der Bank Platz. Das Trio sah eine in den ersten 45 Minuten aktivere Fortuna, die sich durch den Treffer von Raman in der 35. Minute mit der 1:0-Pausenführung belohnte. In Durchgang zwei legten die Arminen eine Schippe drauf, es entwickelte sich eine packende Top-Partie mit Chancen hüben wie drüben. Das bessere Ende hatte Düsseldorf für sich, Neuhaus machte in der 76. Minute den Deckel drauf.

Mlapa rettet Dynamo einen Punkt

Eine packende Partie sahen die Zuschauer zwischen Dynamo Dresden und dem FC Ingolstadt. Die Oberbayern wähnten sich nach den Treffern von Gaus (13.) und Morales (23.) bereits auf der Siegerstraße, doch eine falsche Elfmeterentscheidung brachte die Dynamos wieder ins Spiel zurück. Mlapa ließ sich nicht beirren und besorgte noch vor der Pause den Anschlusstreffer (30.). Nach der Pause war es erneut Mlapa, der in der 49. Minute den Ausgleich erzielen konnte. Fortan hatten die Sachsen deutlich mehr von der Partie, doch Dresden wollte der Siegtreffer nicht mehr gelingen. Der eine Punkt bringt beide Teams in der Tabelle nicht wirklich voran.

Gelungener Einstand von Rasiejewski und Butscher

Jens Rasiejewski
Bochums Interimscoach Jens Rasiejewski feierte mit Heiko Butscher ein gelungenes Debüt.
© imago

Hinter Bochum liegen aufregende Tage, die Entlassung von Ismael Atalan und noch mehr die Suspendierung von Kapitän Felix Bastians schlugen hohe Wellen. Zumindest am Samstag kehrte der Revierklub allerdings wieder in ruhigere Gewässer zurück. Denn der VfL besiegte den SV Sandhausen mit 2:0 und bescherte dem Interimsduo Jens Rasiejewski und Heiko Butscher damit ein gelungenes Debüt. Nach schwachem Beginn schöpften die Bochumer aus dem überraschenden Führungstor durch Hinterseer (12.) Selbstvertrauen, Stöger schoss seine Farben in der 72. Minute endgültig auf die Siegerstraße.

St. Pauli gibt Führung aus der Hand

Kampf um den Ball: Braunschweigs Moll im Duell mit Schnellhardt (re.).
Daneben: Sami Allagui vergibt eine große Chance.
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Nach der Länderspielpause stand für Jeff Strasser am Freitagabend das erste Auswärtsspiel als Coach des 1. FC Kaiserslautern an. Der Luxemburger setzte am Millerntor beim FC St. Pauli auf Kontinuität, brachte dieselbe Elf wie beim 3:0 gegen Fürth. Und die wusste durchaus zu überzeugen, zumindest defensiv. Die Roten Teufel standen gut, verteidigten geschickt und ließen gegen bemühte, aber offensiv recht harmlose Kiezkicker im Grunde nichts zu. Mit Ausnahme einer Allagui-Chance, die kläglich vergeben wurde (39.), gab es keine Aufreger. In Hälfte zwei machte es der Deutsch-Tunesier dann besser, indem er die Kugel sehenswert aus 20 Metern in den Maschen versenkte (63.). Es war eine verdiente Führung, die letztlich aber nicht zu drei Punkten reichte. Bei einer Ecke verlor Nehrig das entscheidende Duell gegen Andersson, der per Kopf das überraschende 1:1 markierte (77.). Besonders bitter für die Hamburger war dabei, dass kurz zuvor Möller Daehli das 2:0 verpasst hatte. So blieb es bei einem Remis, das zumindest das Ende von St. Paulis Negativserie von zwei Heimniederlagen nacheinander bedeutete. Die Pfälzer, die seit sechs Spielen gegen die Hamburger nicht mehr gewinnen konnten (0/2/4), hingegen blieben auch im zweiten Spiel unter Strasser ungeschlagen - Aufwärtstrend.

Enges Krisen-Duell in Duisburg

In Duisburg trafen mit dem MSV und Braunschweig zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt nicht in Topform waren. Die Zebras waren viermal sieglos geblieben (0/1/3), die Eintracht hatte nur einen Sieg aus den letzten sieben Spielen geholt (1/4/2). Entsprechend vorsichtig begannen dann beide auch das Duell, in dem es viele Zweikämpfe, aber nur wenige zwingende Szenen gab. Pech hatte Wolze in der 27. Minute, als BTSV-Schlussmann Fejzic einen tückischen Freistoß des Duisburgers gerade noch an den Pfosten lenkte. Lebhafter wurde es in Hälfte zwei, in der beide Teams auch durchaus Chancen hatten, jedoch die nötige Präzision im Abschluss vermissen ließen. Die Bilanz beider Klubs in der 2. Liga im direkten Duell bleibt damit völlig ausgeglichen: Jeweils fünf Siegen stehen neun Unentschieden gegenüber. Der MSV wartet damit weiterhin auf den ersten Heimsieg, die Eintracht weiter auf den ersten Auswärtssieg.

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