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22.09.2017, 00:10

Nürnberg arbeitet sich vor Prestigeduell auf Rang vier vor

Valentini: Mit Reset-Knopf und Bart Simpson ins Derby

Nach der Anfangsviertelstunde sprach nicht viel dafür, dass der 1. FC Nürnberg seinen Bochum-Fluch besiegen könnte. Der Club lag zurück - wegen einer "saublöden" Aktion von Enrico Valentini. Die Franken bewiesen allerdings einmal mehr Moral, gewannen noch mit 3:1. Auch Valentini hatte seinen Anteil daran - und zog den Vergleich zu einer bekannten Zeichentrick-Figur.

Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter: Nürnbergs Enrico Valentini (l.) atmete nach dem 3:1-Erfolg auf.
Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter: Nürnbergs Enrico Valentini (l.) atmete nach dem 3:1-Erfolg auf.
© imagoZoomansicht

Der Beginn gehörte dem Club, ehe ein Schock-Moment die Franken nach 13 Minuten aus der Bahn warf. Das Wort gehört Unglücksrabe Enrico Valentini: "Das sieht bestimmt saublöd aus, ich habe mich auch saublöd gefühlt in diesem Moment. Ich reklamiere Abseits - und dann schießt er mir genau an die Hand." Den fälligen Strafstoß verwandelte Dimitrios Diamantakos, was die Hausherren aus dem Rhythmus brachte.

Die Franken aber steckten nicht auf, "taktische Umstellungen" brachten nach Aussage von Trainer Michael Köllner die Wende - und in der 28. Minute das 1:1 durch Eduard Löwen. Nach dem Wechsel machte Valentini seinen Fehler dann wieder wett, eine überragende Flanke fand Kapitän Hanno Behrens. "Das war der Rucksack, der mir dann abgefallen ist. Das war extrem wichtig auch für mich. Ich habe nicht gut gespielt in der ersten Halbzeit, da muss ich mich einfach besser präsentieren. Zum Glück habe ich dann die Kurve gekriegt in der zweiten Hälfte", fasste Valentini seinen Gemütszustand am "Sky"-Mikrofon zusammen und schickte hinterher: "Ich bin sehr erleichtert, dass wir das Spiel noch gewonnen haben." Vier Minuten vor Schluss machte Mikael Ishak den Deckel drauf. Im elften Anlauf also gewann der Club im Unterhaus erstmals gegen den VfL.

Lieber Schreien als Winken

Gesprächsthema Nummer eins blieb im Nachgang freilich Valentinis Missgeschick. "Es schaut doof aus, ist natürlich auch superblöd", meinte Köllner: "Wichtig ist, dass man diesen Fehler nicht zweimal macht. Enrico wird das wahrscheinlich nie mehr in seinem Leben machen." Das hofft auch Valentini, der ab sofort anders vorgehen will. "Ich muss mir das merken, ich lasse meine Arme unten und schreie am besten", so Valentini.

Umso besser, dass ein Spieler in der Halbzeit dann auf die Reset-Taste drücken kann.Michael Köllner über Enrico Valentini

Ob er vor den nächsten Spielen diesen Leitgedanken an die Taktiktafel schreibe wolle, wurde Valentini gefragt. Die Idee gefiel ihm: "So à la Bart Simpson können wir das machen", lachte der ehemalige Karlsruher. Sein Trainer suchte in der Pause das Gespräch. "Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen, weil man hat Enrico schon angemerkt, dass der Handelfmeter ihn beschäftigt hat", gestand Köllner und merkte an: "Umso besser, dass ein Spieler in der Halbzeit dann auf die Reset-Taste drücken kann."

Den Schlüssel zum Sieg sah Köllner generell hinten: "Die Abwehrreihe mit Mühl und Ewerton hat einen Riesenjob gemacht, man sieht auch die Wichtigkeit von Erras." Zweitliga-Debütant Fabian Bredlow, der kurzfristig für den am Rücken verletzten Thorsten Kirschbaum einsprang, durfte sich auch noch über ein Sonderlob vom Trainer freuen. "Einen Hut muss man vor Bredlow ziehen, der ins kalte Wasser geworfen wurde und einen super Einstand geliefert hat." Wird er auch in Fürth gebraucht? "Wir müssen sehen, wie es für Sonntag ausschaut", meinte Köllner.

Köllner: "Sie tragen zu Recht das Club-Trikot"

Dank an die Fans und Lob für die Mannschaft: FCN-Coach Michael Köllner.
Dank an die Fans und Lob für die Mannschaft: FCN-Coach Michael Köllner.
© imagoZoomansicht

Vorne war entscheidend, dass die Spieler immer wieder rotierten und die Positionen tauschten. "Das macht uns unberechenbar", erklärte Köllner, der seiner Elf noch ein generelles Lob aussprechen wollte: "Wir haben eine junge, spannende Mannschaft, die ein Riesenherz hat, für den Verein kämpft und alles gibt. Sie tragen zu Recht das Club-Trikot."

Diese These machen die Fans immer wieder auch vom Franken-Derby abhängig, dessen 263. Ausgabe am kommenden Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in Fürth ansteht. Torschütze Löwen gestand ein, dass es natürlich "etwas Besonderes" ist. "Wir hoffen, dass wir dem Verein und den Fans nochmal einen Sieg bescheren können", so der 20-Jährige. In die gleiche Kerbe schlug Ishak, der optimistisch wirkte: "Wir haben jetzt Selbstvertrauen und zwei Siege im Rücken. Ich hoffe, dass wir das ins Derby mitnehmen können." Der Bochum-Fluch ist besiegt - nun soll auch der erste Zweitliga-Dreier in Fürth seit Anfang Oktober 1997 her.

msc

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weitere Infos zu Valentini

Vorname:Enrico
Nachname:Valentini
Nation: Deutschland
  Italien
Verein:1. FC Nürnberg
Geboren am:20.02.1989

weitere Infos zu Löwen

Vorname:Eduard
Nachname:Löwen
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Nürnberg
Geboren am:28.01.1997

weitere Infos zu Ishak

Vorname:Mikael
Nachname:Ishak
Nation: Schweden
Verein:1. FC Nürnberg
Geboren am:31.03.1993

weitere Infos zu Köllner

Vorname:Michael
Nachname:Köllner
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Nürnberg


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