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11.09.2017, 22:27

2. Liga, 5. Spieltag: Der Jahn jubelt - MSV überrollt Arminia

Wie verhext: Tor-Allergie beim Club - St. Pauli dankt

Fortuna Düsseldorf hat das spannende Spitzenspiel gegen Union Berlin für sich entschieden und die Tabellenführung ausgebaut, weil die Verfolger Darmstadt und Bielefeld leer ausgingen. Während Kaiserslautern und Fürth weiter auf ihren ersten Dreier warten müssen, feierte Aues neuer Coach Hannes Drews ein Traumdebüt. Zum Abschluss des 5. Spieltages standen sich am Montag Nürnberg und St. Pauli (0:1) gegenüber - ein spannendes wie kurioses Duell, das eigentlich einen anderen Sieger kannte.

Club voll auf Kurs - und am Ende unterlegen

Robin Himmelmann (links), Hanno Behrens und Edgar Salli
Fassungslose Nürnberger: Hanno Behrens (Mitte), Edgar Salli & Co. haderten, während Robin Himmelmann später noch jubeln durfte.
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Der 5. Spieltag endete am Montagabend mit der Partie zwischen Nürnberg und St. Pauli. Michael Köllner vertraute dabei zum ersten Mal von Beginn an den Neuzugängen Ewerton sowie Tobias Werner und setzte obendrein auf das zuletzt geprobte 3-4-3-System. Damit überraschte der FCN-Coach den Kontrahenten aus Hamburg sichtlich: Die ball- und passsicheren Mittelfranken dominierten in nahezu allen Belangen, drückten gen Tor und erspielten sich Chancen.

Doch Tore wollten für Nürnberg an diesem Abend einfach nicht fallen - teils unter kuriosesten Umständen nicht: Valentini scheiterte an einem Beinreflex von Himmelmann (33.), nach einer Ecke landete der Ball auf der Latte (34.), Margreitter sowie Werner verzweifelten gleich binnen Sekunden zweimal am Querbalken (50.) und erneut Werner schaffte es trotz aller körperlichen Verbiegungen nicht, die Kugel über die Linie zu drücken (76.). Die fast schon logische Konsequenz aus diesem Chancenwucher: Das personell etwas angeschlagene St. Pauli (Bouhaddouz und Buchtmann fehlten verletzt) schlug aus dem Nichts durch Sobota zu (63.) und lud die drei Punkte damit in den schwarzen Mannschaftsbus des FC St. Pauli ein. Zurück blieben lange Nürnberger Gesichter.

Wechselbad der Gefühle am Rhein

Florian Neuhaus, Fortuna Düsseldorf
Schoss Fortuna Düsseldorf zum Last-Minute-Sieg: Florian Neuhaus.
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Ein aufregendes Spitzenduell lieferten sich am Sonntag Düsseldorf und Union Berlin. Die Fortunen mit Debütant Raman in der Startelf beeindruckten zunächst mit einer starken ersten Hälfte. Sie legten Einsatzbereitschaft und Offensivpower an den Tag, während die Eisernen zu fehlerhaft agierten. Sobottka erzielte den verdienten Führungstreffer (18.). Doch nach der Pause verlor Düsseldorf den Faden, Union kam nach einem Standard zurück (69. Kreilach) und führte durch ein Ayhan-Eigentor (78.) zwischenzeitlich sogar. Die Hausherren hatten aber noch Kraftreserven und schafften dank Usami (84.) und Neuhaus (90.+1) erneut die Wende. Mit dem 3:2-Sieg verteidigte die Fortuna die Tabellenführung erfolgreich.

Bochum dreht Spiel in Darmstadt

Verfolger Darmstadt 98 kassierte dagegen seine erste Niederlage: Gegen den VfL Bochum gab es ein 1:2. Vor der Pause hatten die Lilien alles im Griff, gingen durch eine Standard-Combo von Kempe und Sulu in Führung (24.). Nach dem Wechsel steigerte sich der VfL aber deutlich. Eine große Geste zeigte Bastians: Der Bochumer Kapitän gestand eine Schwalbe, ein bereits gepfiffener Elfmeter wurde zurückgenommen (63.). Das Geständnis wurde dem VfL aber nicht zum Verhängnis: Diamantakos (81.) und Kruse (86.) drehten die Partie auf faire Art und Weise in einen 2:1-Sieg für den Revierklub.

Braunschweig spielt wieder nur remis

Braunschweig bleibt weiter ohne Niederlage, aber auch nur mit einem Sieg. Stattdessen gab es gegen Sandhausen das bereits vierte Remis der Saison (1:1). Das Niveau der Partie war überschaubar, im ersten Durchgang verpassten es die besseren Löwen, die Führung zu erzielen. Das holte Boland kurz nach Wiederanpfiff mit einem wunderschönen Treffer nach (48.). Dem auswärtsstarken SVS (ein Sieg, zwei Unentschieden) gelang kurz vor Schluss der Ausgleich dank Klingmann (83.).

Stoppelkamp leitet Duisburgs Kantersieg ein

Moritz Stoppelkamp (rechts)
Profitierte von einem dicken Patzer: Moritz Stoppelkamp (Mitte) erzielte Duisburgs Führung.
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Bielefeld kassierte am Samstag gegen Duisburg seine erste Saisonniederlage. Dabei startete die Arminia gar nicht schlecht gegen den MSV, allerdings patzte die Defensive und so lag das Team von Jeff Saibene doch schnell zurück. Ein missglückter Rückpass von Dick leitete die Szene ein und Stoppelkamp war der Nutznießer, der für den MSV die Führung besorgte. Der Treffer zeigte Wirkung, die Gäste waren jetzt besser im Spiel und hatten das Geschehen bis zum Wechsel gut im Griff. Vor allem in der Defensive agierten die Arminen fahrig. Es wurde nicht besser, im Gegenteil: Direkt nach der Pause erzielte Oliveira Souza einen Doppelpack für die Zebras und damit war die Partie gelaufen. Den Schlusspunkt zum 4:0 setzte Onuegbu.

Effektives Aue schlägt in Ingolstadt zu

Hannes Drews durfte sich als neuer Coach von Erzgebirge Aue gleich über einen Erfolg in Ingolstadt freuen. Sein Team startete beim FCI stark. Aus einer guten Organisation heraus konterten die Sachsen und waren schnell erfolgreich. Tiffert schickte Köpke und der legte den Turbo ein, hängte alle ab und erzielte die nicht unverdiente Führung. Ingolstadt kam aber langsam besser auf und erzielte durch Lex einen Treffer. Allerdings wurde das Tor zu Unrecht wegen vermeintlicher Abseitsposition nicht gegeben. Es war einfach nicht der Tag der Ingolstädter. Mit gnadenloser Effektivität und einem weiteren Konter zog Aue auf 2:0 davon, Bertram war der Torschütze. Lezcanos Anschlusstreffer kam zu spät, um der Partie nochmals eine Wende zu geben.

Kiel jubelt über Last-Minute-Erfolg

Kaiserlautern wartet auch nach fünf Spieltagen weiter auf den ersten Sieg und kassierte in Kiel einen bitteren Last-Minute-Treffer. In einer an Höhepunkten raren erste Hälfte legten die Hausherren einen guten Schlussspurt hin und gingen durch einen Treffer von Lewerenz etwas glücklich in Führung. Nur Momente später hatte Holstein durch Ducksch den zweiten Treffer auf dem Fuß, doch er verzog knapp, sodass es beim 1:0 blieb. Für die Pfälzer hatte Vucur per Kopfball bis zur Pause die beste Chance. Nach dem Wechsel durfte Lauterns Neuer jubeln. In seinem ersten Zweitligaspiel für den FCK traf Andersson zum 1:1. Doch es reichte nicht zum Punkt, weil Kiel durch einen abgefälschten Schuss von Janzer einen glücklichen Sieg einfuhr. Damit bleibt Kaiserslautern im Tabellenkeller knapp vor Fürth stecken.

Fürth holt in Dresden ersten Punkt

Einer von insgesamt drei erfolgreichen Jokern am Freitagabend: Greuther Fürths Philipp Hofmann.
Einer von insgesamt drei erfolgreichen Jokern am Freitagabend: Greuther Fürths Philipp Hofmann.
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Greuther Fürths Interimscoach Mirko Dickhaut (Janos Radoki musste in der Länderspielpause gehen) setzte am Freitagabend in Dresden unter anderem auf Neuzugang Green, Aycicek nahm vorerst auf der Bank Platz. In der 36. Minute klingelte es aber auf der anderen Seite, Keeper Megyeri ließ einen Schuss von Heise aus nicht allzu günstigem Winkel passieren. Dresden, mit Wolfsburg-Leihgabe Seguin in der Startelf, blieb das bessere Team, musste aber Sekunden nach der Pause durchpusten - Narey scheiterte nach Zuspiel des eingewechselten Cigerci am Pfosten. Generell blieben die Sachsen tonangebend und hatten die besseren Gelegenheiten (55. Röser), doch in der 82. Minute schlief Ballas. Der eingewechselte Hofmann setzte sich gegen den Dresdner durch und traf zum 1:1-Endstand. So durfte das Schlusslicht den ersten Punktgewinn der Saison feiern.

Regensburg reagiert auf irreguläres Tor mit zwei Treffern

Heidenheim erwischte gegen Regensburg den besseren Start und hätte schon in den Anfangsminuten in Front gehen müssen. Erst traf Dovedan nur den Pfosten (8.), nur eine Minute scheiterte Glatzel per Kopf an Jahn-Keeper Pentke. Die auf Konter lauernden Regensburger fanden aber immer besser ins Spiel und waren ebenfalls einmal im Pech, Adamyan traf mit seinem frechen Lupfer nur die Querlatte (23.). Der Aufsteiger wusste an der Brenz weiterhin zu gefallen und belohnte sich in der 68. Minute. Knolls direkter Freistoßtreffer war schlicht eine Augenweide! FCH-Trainer Schmidt reagierte prompt mit einem Doppelwechsel, und tatsächlich traf der eingewechselte Widemann zum Ausgleich - allerdings aus klarer Abseitsposition (86.). Regensburgs Reaktion? Das 2:1! Mees, ebenfalls eingewechselt, durfte nur zwei Minuten später recht ungestört einschieben. Mit dem Schlusspfiff gelang Grüttner gar der 3:1-Endstand. Der Aufsteiger hat damit seinen zweiten Auswärtssieg in Folge eingefahren.

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