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21.05.2017, 17:22

Würzburg ist der zweite Absteiger, Braunschweig wird Dritter

Stuttgart und 96 steigen auf - 1860 in der Relegation

Der VfB Stuttgart und Hannover sind zurück in der Bundesliga. Der VfB kehrt nach dem 4:1 gegen Würzburg als Zweitliga-Meister ins Oberhaus zurück, den 96ern reicht ein 1:1 in Sandhausen. Dritter ist Braunschweig, das nach dem 2:1 gegen den KSC in der Relegation auf Wolfsburg trifft. Im Tabellenkeller bot die Schlussphase großes Drama: 1860 kassierte in Heidenheim das späte 1:1 und 1:2 und muss in die Relegation gegen Regensburg. Bielefeld, Aue und der FCK retten sich hauchdünn, Würzburg muss zurück in die 3. Liga.

Zimmermanns Hammer öffnet die Tür zur Bundesliga

Ein Hammerschuss zum 1:0: Zimmermann trifft für den VfB Stuttgart.
Ein Hammerschuss zum 1:0: Zimmermann trifft für den VfB Stuttgart.
© imagoZoomansicht

Der VfB Stuttgart ist zurück in der Bundesliga, die Schwaben besiegten am Sonntag die Würzburger Kickers mit 4:1 und kehren nach einjähriger Abstinenz als Zweitliga-Meister ins Oberhaus zurück. Die Unterfranken konnten in der Anfangsphase die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf durchaus ein bisschen ärgern, doch nach der ersten Schrecksekunde bei der Chance von Daghfous wurden die Hausherren stärker und gingen nach einem satten Distanzschuss von Zimmermann in Führung. Im zweiten Durchgang hätten die Stuttgarter das Ergebnis schnell deutlicher gestalten können, doch speziell Terodde hatte zunächst mehrfach das Visier nicht scharf gestellt. Dann aber traf der Angreifer doch noch. Nach dem 2:0 konnten die Feierlichkeiten im und um das Stadion beginnen, die restliche Spielzeit war Schaulaufen. Die Würzburger verkürzten zwischenzeitlich durch Schröck, kassierten aber fast postwendend den nächsten Terodde-Treffer, so dass er sich mit seinem 25. Saisontor wie im vergangenen Jahr (damals auch 25 Tore für Bochum) die Torjäger-Kanone holte. Den Schlusspunkt zum 4:1 setzte Ginczek. Würzburg steht damit als zweiter Absteiger fest.

Hannover steigt mit Minimal-Fußball auf

Hannover 96 begleitet die Stuttgarter auf dem Weg zurück nach oben. Die 96er brauchten wie der VfB beim Gastspiel beim SV Sandhausen nur einen Punkt und den holte sich die Breitenreiter-Elf auch. Am Hardtwald entwickelte sich ein extrem zähes Ringen, Torchancen waren im ersten Abschnitt absolute Mangelware, die Sandhäuser hatten sogar leichte Vorteile. Nach dem Wechsel wurden die Aktionen der Hannoveraner etwas zielstrebiger, doch angesichts der Ausgangslage vermieden sie zunächst das letzte Risiko. Das mussten sie erst, als Sandhausen durch Pledl urplötzlich in Führung ging. Der Favorit schüttelte sich nun kurz und glich prompt nach einer Ecke durch Hübner aus. Nun ließ Hannover nichts mehr anbrennen und schnappte sich durch das 1:1 den letzten, entscheidenden Zähler.

Braunschweig: Ein bisschen Versöhnung - und der Ausblick auf Wolfsburg

Die dritte Klub im Aufstiegsrennen, die Eintracht aus Braunschweig, hoffte vergeblich auf die Ausrutscher der Konkurrenz, immerhin fuhren die Niedersachsen aber gegen das Tabellenschlusslicht aus Karlsruhe einen 2:1-Heimsieg ein, der die Fans nach dem 0:6-Desaster in Bielefeld am vergangenen Spieltag etwas versöhnte. Kumbela brachte die Lieberknecht-Elf früh in Front, doch Thoelke konnte für die bereits abgestiegenen Badener zwischenzeitlich ausgleichen. Die Braunschweiger benötigten einen klaren Erfolg und spielten logischerweise nach vorne - zum Lohn gab es die 2:1-Halbzeitführung durch Biada.


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Für mehr Treffer wollte es beim BTSV aber im zweiten Durchgang nicht mehr reichen, die spielerischen Mittel blieben begrenzt - oder die Köpfe waren schon beim anstehenden Relegationsspiel gegen den Bundesliga-Sechzehnten VfL Wolfsburg.

Sieger Düsseldorf und Verlierer Aue feiern gemeinsam

Für ein Remis bei der Partie zwischen Düsseldorf und Aue (beide 39 Punkte) war bei den Wettanbietern kaum etwas zu holen, denn eine Punkteteilung hätte beiden gereicht, um die Liga zu halten. Die Fortuna war jedoch bemüht, gegen die defensiv stabil stehenden Veilchen selbst die Initiative zu übernehmen - und wurde in der 40. Minute belohnt. Gartner nutzte eine Fehlerkette der Auer Abwehr zur Führung aus. Aue tat sich auch nach dem Seitenwechsel schwer, Chancen zu generieren, während die Düsseldorfer Mitte der zweiten Hälfte Chancen zur Vorentscheidung hatten. Letztlich fuhr Düsseldorf die Punkte ein, gejubelt wurde aber auf beiden Seiten. Denn auch Aue war dank der Ergebnisse in den anderen Stadien gerettet.

Relegation: Ortegas Lapsus bringt 1860 aus dem Tritt

Abstieg? Relegation? Klassenerhalt? Für 1860 München (36) war noch alles drin vor der Partie in Heidenheim. An der Brenz scheuten die Löwen allerdings das Risiko, es entwickelte sich eine erste Hälfte ohne jegliche Höhepunkte. Kurz nach der Pause hatte dann Aycicek die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Keeper Müller. In der 62. Minute machte es Aigner nach einer Ecke besser, der Urlöwe war mit dem Kopf zur Stelle. Der Treffer zum Klassenerhalt? Mitnichten. Schnatterers harmlosen Freistoß ließ Keeper Ortega zum 1:1 passieren (86.), kurz vor Schluss fingen sich die Münchner sogar noch das 1:2 durch Kleindienst. Da Würzburg aber in Stuttgart verlor, geht 1860 in die Relegation gegen Regensburg.

Klassenerhalt: Bielefeld rettet sich in Dresden

Jubel hingegen bei der Arminia (36), auch wenn es lange nicht gut aussah. Vom Offensivelan der Bielefelder gegen Braunschweig (6:0) war in Dresden nicht mehr viel übrig geblieben, die Arminen präsentierten sich offensiv harmlos. Dafür aber defensiv auch bissig, so dass Dynamo bis zur torlosen Pause ebenfalls nicht in Fahrt kam. Die kalte Dusche für die Ostwestfalen folgte in der 62. Minute, als Müller für die Sachsen nach einer Freistoßflanke mit dem Kopf zur Stelle war. Beinahe gleichzeitig trudelte die Nachricht vom Treffer für 1860 ein. In der 78. Minute hatte Heise das 2:0 für Dynamo auf dem Fuß, vergab vollkommen allein vor dem Tor jedoch überhastet. Stattdessen ließ Börners Kopfballtreffer zum 1:1 Hoffnung aufkeimen (84.). Zu Recht! Denn spätestens mit dem 2:1 für Heidenheim gegen 1860 war allen klar, dass der Klassenerhalt für die Saibene-Elf gesichert ist.

Ein direkter Eckballtreffer rettet die Roten Teufel

Mit einem Sieg gegen Nürnberg wäre dem FCK (38) der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen gewesen. Und die Pfälzer waren die erste Mannschaft im Kreise der Abstiegsaspiranten, die einen Treffer bejubeln durften. Halfar verwandelte eine Ecke direkt, weil Teuchert den Ball am kurzen Pfosten passieren ließ und Keeper Kirschbaum davon zu überrascht war (20.). In der 30. Minute lenkte Kirschbaum einen Halfar-Freistoß mit Mühe an die Latte. Den Nürnbergern fiel auch nach der Pause nicht mehr viel ein, um die Pfälzer noch einmal in die Bredouille zu bringen, so dass die Lauterer dank des verdienten Siegs den Klassenerhalt feiern durften.

St. Pauli und Union siegen auswärts

Um die Goldene Ananas ging es in den Partien Fürth gegen Union sowie Bochum gegen St. Pauli. Tore gab's zunächst nur an der Ruhr zu sehen: Gündüz traf für den VfL (7.), Hamburgs Thy hatte in der 23. Minute die Antwort parat. In der 55. Minute spielte Sobiech seine Stärke aus und traf per Kopf zum 2:1 für die Hamburger. Es war Thy vorbehalten, für den 3:1-Endstand zu sorgen. In Fürth klingelte es hingegen erst in der 38. Minute. Ein abgefälschter Schuss von Redondo landete im Tor der Franken, Dursun glich nach der Pause aus (66.). Doch Union schlug zurück, Polter verwandelte einen Elfmeter zum 2:1 für die Köpenicker (78.). Damit verabschiedeten sich die Eisernen mit einem Sieg von ihren Fans.

bst/las

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