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19.05.2017, 17:09

Hannover steht kurz vor dem Aufstieg

Heldt: "Das ist Gift für unsere Arbeit"

Es ist quasi alles angerichtet. Hannover 96 braucht am Sonntag (15.30 Uhr) nur noch ein Remis im Spiel beim SV Sandhausen zu erreichen und die Rückkehr in die 1. Bundesliga wäre nach einer Saison in der Zweitklassigkeit perfekt. Selbst im Falle einer Niederlage könnte 96 bei einem Vorsprung von drei Punkten und sechs Toren auf den Tabellendritten Eintracht Braunschweig, der am Sonntag Absteiger Karlsruher SC zu Gast hat, noch aufsteigen. Was soll also noch schiefgehen?

Zuversichtlich aber zugleich warnend: 96-Manager Horst Heldt.
Zuversichtlich aber zugleich warnend: 96-Manager Horst Heldt.
© imagoZoomansicht

96-Manager Horst Heldt hat zwar durchaus ein "gutes Gefühl", ihn stört aber, dass seit dem 1:0-Sieg gegen Tabellenführer VfB Stuttgart am vergangenen Sonntag alle im Umfeld des Vereins davon ausgehen, dass der Aufstieg bereits in trockenen Tüchern sei. "Das regt mich ein bisschen auf", bekannte Heldt. "Wir haben noch gar nichts erreicht und alle reden davon, zu wieviel Prozent wir schon aufgestiegen sind. Alles planen schon irgendwas, aber es ist keine Selbstverständlichkeit, in Sandhausen zu gewinnen. Es ist mir um uns herum, alles zu selbstverständlich. Das gefällt mir überhaupt nicht, was hier in dieser Woche abgegangen ist. Das ist Gift für unsere Arbeit."

Der Manager betonte aber, dass er mit seiner Kritik niemandem im Verein meinte. "Die Mannschaft ist voll konzentriert und hat gut gearbeitet. Wir dürfen uns aber nicht ablenken lassen." Sandhausen habe mit seinen sehr begrenzten finanziellen Mitteln eine "tolle Saison" gespielt. "Wer nur im Ansatz glaubt, dass die uns am Sonntag die Tür aufmachen und sich in die Sonne legen werden, der ist auf einem falschen Trip." Heldt hofft darauf, dass die 8000 Fans, die 96 am Sonntag begleiten werden, die Mannschaft schon beim Warmlaufen voll unterstützen.

"Wir sind so kurz vor dem Ziel. Jetzt dürfen wir keine Fehler mehr machen", fordert der Manager, der natürlich trotzdem davon überzeugt ist, dass 96 am Sonntag gewinnen kann. Mögliche Relegationsgegner - also der HSV und der VfL Wolfsburg - werden am Samstag aber trotzdem noch beobachtet, verriet Heldt. Natürlich immer mit der Hoffnung, dass die in Hamburg gewonnenen Erkenntnisse nicht mehr verwertet werden müssen. "Wir dürfen uns das nicht mehr nehmen lassen", sagte 96-Trainer André Breitenreiter, "unser Auftrag war der Aufstieg. Und diesem Ziel sind wir jetzt sehr nah." Oder wie es Horst Heldt ausdrückte: "Feierbiester sind wir zum richtigen Zeitpunkt."

Gunnar Meggers

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