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20.03.2017, 22:11

Überblick: Remis für 96 - Stuttgart stolpert in Fürth

Neuer Tabellenführer! Union zieht am VfB vorbei

Union Berlin ist neuer Tabellenführer der 2. Liga - dank eines späten Treffers und dem 1:0 am Montag gegen Nürnberg. Tags zuvor stürzte Karlsruhe erstmals in dieser Saison ans Tabellenende - und mit Hennings war ein Ex-Spieler dafür verantwortlich. Aue punktete in Bochum, Dresden darf nach dem Sieg gegen Sandhausen dezent nach oben blicken. An der Spitze patzte Stuttgart am Samstag in Fürth, Braunschweig rückte näher. Hannover kam dagegen bei St. Pauli nicht über ein 0:0 hinaus.

83. Minute! Hosiner trifft - und Union stürzt Stuttgart

Jubeltraube: Unions Akteure begraben Siegtorschütze Philipp Hosiner unter sich.
Jubeltraube: Unions Akteure begraben Siegtorschütze Philipp Hosiner unter sich.
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Mit dem ersten Sieg im achten Zweitliga-Duell mit Nürnberg (1/1/6) hat Union Berlin die Tabellenspitze im Unterhaus erklommen. Der Club war den Eisernen am Montag an der Alten Försterei über weite Strecken ebenbürtig, vergab jedoch die erste gute Chance der Partie durch Kempe (9.). Gegen Ende beider Halbzeiten trumpfte Union auf: Vor der Pause ließ Polter noch drei Chancen aus (30., 33., 36.). Nach der verletzungsbedingten Pause von Referee Dr. Jochen Drees (75.) war die Elf von Jens Keller allerdings erfolgreich: Polter traf zunächst zwar nur den Pfosten (81.), der eingewechselte Hosiner kurz darauf aber zum entscheidenden 1:0 (83.). Der Lohn für die Köpenicker: Platz eins und ein neuer Vereinsrekord mit dem sechsten Sieg in Folge.

Hennings trifft doppelt beim KSC

Rouwen Hennings (2.v.r.) nach dem 2:0 für Düsseldorf
Gegen den KSC trifft er besonders oft: Rouwen Hennings (2.v.r.) nach dem 2:0 für Düsseldorf im Wildpark.
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Quo vadis, KSC? Im Moment lautet die Antwort: in die 3. Liga. Nach der verdienten 0:3-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag ist Karlsruhe neues Schlusslicht der 2. Liga. Und es war ein Ex-KSC-Profi, der die Sorgen von Trainer Mirko Slomka weiter vergrößerte: Hennings, von 2012 bis 2015 Karlsruher, nutzte zunächst die haarsträubende Unordnung der Hausherren nach einem langen Ball von Orlishausen zum 1:0 (26.), er jubelte nicht. Drei Minuten später lenkte Figueras eine Hennings-Ecke, an der Orlishausen vorbeigesegelt war, ins eigene Netz. Der KSC, der selbst die Führung liegengelassen hatte (9.), wirkte verunsichert und auch nach der Pause zu keinem Zeitpunkt so, als könnte er die fünfte Niederlage aus den letzten sechs Spielen noch abwenden. Hennings legte stattdessen das 3:0 nach (89.) - sein sechstes Tor im vierten Duell mit dem Ex-Klub.

Aue punktet in Bochum nach bärenstarker Anfangsphase

Erzgebirge Aue hat den zweiten Sieg im zweiten Spiel unter Neu-Trainer Domenico Tedesco verpasst, aber auch in Bochum gepunktet: Das 1:1 war leistungsgerecht. Die Gäste legten bärenstark los, Nazarov traf den Pfosten (2.), Hoogland rettete gegen Kvesic mit einer überragenden Grätsche auf der Linie (9.). Dass Nazarov per Foulelfmeter das 1:0 erzielte, war also verdient (11.). Bochum war zu einfallslos, wachte nach Doppelwechsel und Systemumstellung auf 3-4-3 nach der Pause aber auf und verdiente sich das 1:1 (Wurtz, 62.). Der VfL drängte auf mehr, die größte Chance der Schlussphase vergab aber Joker Kaufmann für Aue (86.). Im Keller bleibt es eng.

Dynamo schielt nach oben - Berko rechtfertigt Aufstellung

Dynamo Dresden hat mit einem 2:0-Sieg gegen Sandhausen Platz fünf gefestigt und darf dezent nach oben blicken: Nach zehn Punkten aus vier Spielen ist Platz drei nur sechs Zähler entfernt. Am Samstag besorgte Berko, der den Vorzug vor Stefaniak erhalten hatte, mit Wucht die Führung (29.), Heise machte - auf Vorarbeit von Berko - mit einer abgefälschten Flanke (79.) alles klar. Sandhausen ist jetzt seit sechs Ligaspielen ohne Sieg.

Stuttgart strauchelt in Fürth

Veton Berisha
Per Vollspann ins Glück: Veton Berisha traf für die SpVgg Greuther Fürth äußerst sehenswert.
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Tabellenführer Stuttgart war bei der SpVgg Greuther Fürth gefordert. Es war Blitz-Doppelpacker Mané, der die erste Riesenchance nach einem Konter besaß, in Keeper Megyeri aber seinen Meister fand. Nur fünf Minuten später die kalte Dusche für die Schwaben: Berisha zog aus 29 Metern fulminant und erfolgreich zum 1:0 ab. In der 39. Minute traf Terodde ins Netz, allerdings entschied der Referee auf Abseits - eine Zentimeterentscheidung. Da es dem VfB ansonsten an Durchschlagskraft fehlte, beendete Trainer Wolf das Experiment mit der Doppelspitze Ginczek/Terodde zur Pause und nahm ersteren gemeinsam mit Zimmer vom Feld (Brekalo und Grgic kamen). Viel brachte das zunächst nicht, vielmehr hätte Dursun nach Kaminski-Patzer früh auf 2:0 stellen können (47.). In der 68. Minute war Gentner dem Ausgleich nahe, scheiterte in der nun chancenreichen und ausgeglichenen Partie aber am stark reagierenden Megyeri. Da die SpVgg der VfB-Schlussoffensive standhielt, verlor der VfB erstmals nach sieben ungeschlagenen Spielen in Serie.

Keine Tore am Millerntor

Sowohl St. Pauli (Gonther ersetzte den gesperrten Sobiech) als auch Hannover (Schmiedebach kehrte nach Gelbsperre zurück) griffen im Nordduell auf ihre etatmäßigen Kapitäne zurück. Der in der Kritik stehende 96-Trainer Daniel Stendel sah keine gute erste Hälfte seines Teams: Nehrig hätte die Hamburger in der 8. Minute per Kopf früh in Führung bringen können, ansonsten wusste aber auch St. Pauli in einer ausgeglichenen und chancenarmen ersten Hälfte nicht zu überzeugen. Das änderte sich nach Wiederanpfiff: Die Kiez-Kicker machten nun Dampf, Ausdruck der Überlegenheit waren ein Pfostenschuss von Bouhaddouz (57.) und ein Kopfball von Thy (71., Tschauner hielt). Erst in der 82. Minute erwachte Hannover - und wie. Anton scheiterte am Pfosten, nur Sekunden später bugsierte Harnik das Leder frei vor dem Tor weit über das Gehäuse, Bech scheiterte aus kürzester Distanz an Heerwagen (85.). Letztlich blieb es beim torlosen Remis. Stendels Zukunft blieb nicht mehr lange offen: Am Montag trennte sich 96 von seinem Coach und installierte André Breitenreiter auf dem Trainerstuhl.

Lebenszeichen auf der Bielefelder Alm

Arminia Bielefeld
Lebenszeichen im Abstiegskampf: Arminia Bielefeld siegte verdient gegen den FCK.
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Nach dem 24. Spieltag war Arminia Bielefeld auf den letzten Tabellenrang abgerutscht. Die Ostwestfalen reagierten nun aber mit einem Ausrufezeichen auf die sportliche Talfahrt. Nach der Trennung von Trainer Jürgen Kramny und der Installation von Interimscoach Carsten Rump sah dieser im Heimspiel gegen Kaiserslautern ein verdientes 2:0. Hemlein (48.) und Schuppan (75.) verbuchten die Treffer, mit denen der DSC frische Hoffnung im Tabellenkeller schöpft. Die Rückkehr von FCK-Trainer Norbert Meier auf die Alm missglückte demnach.

Allzu viel Ruhe dürfte in Bielefeld damit aber nicht eingekehren. Denn neben der weiterhin akuten Abstiegsangst bleibt die Trainerfrage offen. Da Rump nicht die von der DFL erforderliche Fußballlehrer-Lizenz besitzt, muss in der Länderspielpause ein neuer Übungsleiter gefunden werden. Ein schwieriges Unterfangen, Zeitdruck und finanzielle Einschränkungen erschweren die Suche.

1860 gewinnt wieder - Kickers kriseln weiter

Mit 1860 München und den Würzburger Kickers standen sich zwei strauchelnde Vereine in der Allianz-Arena gegenüber. Die Löwen hatten die letzten drei Partien verloren, an diesem Abend waren die Giesinger aber in einer über weite Strecken schwachen Partie die etwas bessere und erfolgreichere Mannschaft. Abwehrmann Ba per Kopf (67.) und Ideengeber Liendl in seinem 100. Zweitliga-Einsatz per Elfmeter (78.) sorgten für das wichtige 2:1. Damit bleiben die Kickers, die nur zu einem Ehrentreffer durch Kurzweg (90.+2) kamen, natürlich tief in der Krise hängen. Die Unterfranken warten im Jahr 2017 oder auch seit acht Partien auf einen Dreier!

Ganz späte Braunschweiger

Eintracht Braunschweig
Einmal mehr mit starken Comeback-Qualitäten ausgestattet: Eintracht Braunschweig.
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Im dritten Spiel nutzte Eintracht Braunschweig im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim die Chance, im Kampf um den Aufstieg gegenüber der Konkurrenz vorzulegen. Die Niedersachsen bleiben durch das 3:2 gegen Heidenheim seit nunmehr sechs Partien unbesiegt und melden weitere Ansprüche Richtung Bundesliga an. Bemerkenswert: Die Löwen kamen nach zweimaligem Rückstand jeweils stark zurück - Boland (33.) und Nyman (78.) trafen und glichen jeweils aus. Reichel avancierte dann mit einem Wahnsinnsstrich in den rechten Torwinkel zum Mann des Abends (90.+2).

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