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27.12.2016, 16:15

Stöver sucht Nachfolger - Absage von Schuster und Kauczinski

Paukenschlag beim FCK: Korkut geht!

Für eine handfeste Überraschung sorgte Tayfun Korkut beim 1. FC Kaiserslautern: Der Trainer hat seinen Vertrag bei den Pfälzern mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Auch der Kontrakt mit Co-Trainer Xaver Zembrod endet. Die Trennung von Korkut kam zum jetzigen Zeitpunkt überraschend. Sportdirektor Uwe Stöver sucht seit letzter Woche einen Nachfolger und hat nach kicker-Informationen bereits zwei Absagen erhalten.

Tayfun Korkut
Verlässt den FCK: Trainer Tayfun Korkut.
© imagoZoomansicht

Der 42-Jährige, der erst zu Saisonbeginn beim FCK das Traineramt übernommen hatte, hat den bis zum 30. Juni 2018 laufenden Kontrakt auf eigenen Wunsch beendet, wie der Verein am Dienstag mitteilte. "Wir haben mit Tayfun Korkut gesprochen, aber seine Entscheidung war definitiv", sagt FCK-Sportdirektor Uwe Stöver. Der FCK wurde bereits am vergangenen "Mittwoch über die Entscheidung von Tayfun Korkut informiert", so Stöver. Die Vertragsauflösung zog sich jedoch bis nach den Weihnachtsfeiertagen hin.

"Wir bedauern diesen Schritt und danken Tayfun Korkut und Xaver Zembrod für die geleistete Arbeit für unseren Verein. Sie haben den FCK in einer schwierigen Situation übernommen und kontinuierlich daran gearbeitet, das neu zusammengestellte Team zu stabilisieren und zu verbessern", erklärt der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, Thomas Gries.

"Dieser Schritt kam plötzlich und hat uns alle überrascht", sagt FCK-Sportdirektor Uwe Stöver, zumal der Zweitligist nach dem schwachen Saisonstart mit nur sechs Punkten aus neun Spielen am Coach festgehalten hatte und sich danach mit sieben Spielen ohne Niederlage (3/4/0) äußerst stabil zeigte. Zum Jahresabschluss kassierte der FCK beim 1. FC Nürnberg ein 1:2, beendete nach dem Umbruch vor der Saison das Jahr 2016 dennoch mit fünf Zählern Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz auf Rang 13.

Wir müssen trotz des Zeitdrucks jemanden aus Überzeugung finden. Da kommt es auf ein, zwei Tage nicht an.FCK-Sportdirektor Uwe Stöver

Am Dienstag nach dem Spiel in Nürnberg fand eine Aufsichtsratssitzung statt, in der die Hinrunde sowohl sportlich als auch wirtschaftlich analysiert wurde. Neben dem fünfköpfigen Kontrollgremium nahmen der Vorstand sowie Sportdirektor Stöver teil. Weil es insbesondere am Ende der Hinrunde in den Spielen offensiv massiv klemmte - beim 0:0 gegen Aue verzeichnete die Korkut-Elf keine einzige Torchance - und der Zuschauerzuspruch auch deshalb weiter schwindet, setzte es nach kicker-Informationen von Seiten des Aufsichtsrates teils harte Kritik an der sportlichen Leitung. Es gab allerdings kein Bestreben, sich von Trainer Korkut zu trennen. "Dass wir alle mit der Hinrunde nicht zufrieden sind, ist klar. Dennoch wollten wir aus purer Überzeugung den Weg mit Tayfun weitergehen und mit ihm eine bessere Rückrunde spielen", stellt Stöver klar.

Dementsprechend traf auch ihn als engen Mitarbeiter im sportlichen Bereich Korkuts Entschluss am Mittwoch völlig unvorbereitet. Stöver merkte dabei jedoch schnell, dass seine Umstimmungsversuche ins Leere laufen und er sich wohl oder übel mit der Situation abfinden muss. Das bedeutet für ihn: Trainersuche auf Hochtouren statt Weihnachtsurlaub.

Moser springt notfalls vorübergehend ein

"Wir haben, unmittelbar nachdem die Entscheidung feststand, mit der Suche nach geeigneten Nachfolgern begonnen und befinden uns bereits im Kontakt mit potenziellen Kandidaten", sagt der FCK-Sportdirektor, der mit einem kleinen Kreis bereits persönliche Gespräche geführt hat. "Wir müssen trotz des Zeitdrucks jemanden aus Überzeugung finden. Da kommt es auf ein, zwei Tage nicht an. Wir sind aber schon relativ weit", gibt sich Stöver zuversichtlich. Der Zeitplan setzt ihm klare Leitplanken. Bestenfalls soll der neue Cheftrainer bereits am 3. Januar die Profis zum Trainingsauftakt auf dem Betzenberg in Empfang nehmen. Gelingt das nicht, ist verabredet, dass U23-Trainer Hans-Werner Moser vorübergehend einspringt. Der Aufbruch ins Trainingslager am 12. Januar ist dann jedoch die Deadline für der Arbeitsbeginn des neuen Trainers.

Schuster und Kauczinski kommen nicht

Namen will Stöver wie gewöhnlich nicht kommentieren. Nach kicker-Informationen haben die zweitligaerfahrenen und zuletzt bei Erstligisten angestellten Fußballlehrer Dirk Schuster (Augsburg) und Markus Kauczinski (Ingolstadt) aber bereits abgesagt.

nik/Carsten Schröter

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Rehhagels Erben: 18 FCK-Trainer in 16 Jahren
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Am 1. Oktober 2000 trennte sich der 1. FC Kaiserslautern von Meistermacher Otto Rehhagel, seitdem haben die Pfälzer 17 Trainer verschlissen. Tayfun Korkut verabschiedete sich beim FCK, Sportdirektor Uwe Stöver hat die Suche nach der Nummer 18 seit Rehhagel mit Norbert Meier beendet. Die FCK-Trainer seit Rehhagel...
© imago

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20 Leserkommentare

Stosselino
Beitrag melden
29.12.2016 | 10:27

Unglaublich

Was hat Korkut bei Lautern erwartet? Jeder weiß doch schon seit Jahren das dieser Verein am Ende ist. [...]
Karawaci44
Beitrag melden
29.12.2016 | 01:37

Jeder Fliegenfurz ist ein Paukenschlag!

Der FCK Kader ist so gut oder so schlecht wie der von Aue, Sandhausen, Bielefeld, KSC, 1860 und Fürth. [...]
HannesBalla
Beitrag melden
28.12.2016 | 07:46

Korkut hat rechtzeitig den Absprung gewagt. Er will sich mit diesem Trümmerhaufen FCK seinen Ruf nicht [...]
Rudy_102
Beitrag melden
27.12.2016 | 23:22

Er kommt !

Sforza und Brdaric kommen nicht in Frage .
Ich traue Uwe Stöver zu dass er einen besseren Trainer a[...]
Beruma
Beitrag melden
27.12.2016 | 23:22

Schade

Als langjähriger FCK Fan bin ich von Verpflichtung Trainer Korkut nicht begeistet gewesen, aber er hat [...]

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weitere Infos zu Korkut

Vorname:Tayfun
Nachname:Korkut
Nation: Türkei


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