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12.12.2016, 22:11

Überblick: Braunschweig wieder Spitze, St. Pauli jubelt

Blackout Langerak! 96 rückt dem VfB auf die Pelle

Eine wirre Szene hat den VfB Stuttgart am Montagabend die Tabellenführung in der 2. Liga gekostet. Hannover 96 rückte durch den 2:1-Auswärtssieg auf einen Punkt an den Mit-Absteiger heran. Neuer Primus ist Braunschweig.

Mitch Langerak ist bedient, Martin Harnik jubelt in Stuttgart
Bescherten Hannover Big Points in Stuttgart: VfB-Keeper Mitch Langerak und Rückkehrer Martin Harnik.
© imago/picture allianceZoomansicht

Platz eins weg, Gegner Hannover 96 nur noch einen Punkt zurück statt möglichen sieben - der VfB Stuttgart hat am Montagabend eine schmerzhafte 1:2-Heimniederlage kassiert. Torjäger Terodde eröffnete das von Beginn an rasante, mit offenem Visier geführte Topspiel vor über 47.000 Zuschauern stochernd mit seinem elften Saisontor (12.), auf der Gegenseite war Rückkehrer Harnik gegen die immer wieder unsortierte Stuttgarter Dreierkette ein ständiger Unruheherd. Die VfB-Fans reagierten auf seine vergebenen Chancen höhnisch - auf seinen Torjubel schließlich wütend: In der 26. Minute drückte er mit viel Willen den Ball zum 1:1 über die Linie.

Nach der Pause stellte der VfB auf Viererkette um, die Intensität nahm zu, Chancen ab. Ginczek vergab in der Schlussphase Sekunden nach seiner Einwechslung das 2:1 (82.) - das dann auf der Gegenseite fiel: Karaman kam im Duell mit Langerak im Strafraum zu Fall, der VfB-Keeper beteuerte gestenreich seine Unschuld und vergaß dabei, dem Ball hinterher zu gehen. Sareren Bazee schlief nicht und bediente Klaus, Hannovers Lucky Punch war perfekt (87.). In der Nachspielzeit verlor der VfB auch noch Abwehrchef Baumgartl mit Rot nach einem Handspiel.

Kumbela avanciert zum Matchwinner

Doppelpacker: Kumbela traf zweimal für Braunschweig gegen Bielefeld.
Doppelpacker: Kumbela traf zweimal für Braunschweig gegen Bielefeld.
© Getty ImagesZoomansicht

Neuer Spitzenreiter ist Braunschweig, das sich am Sonntag in einer intensiven Partie verdient mit 3:2 gegen Bielefeld durchgesetzt hatte. Bielefeld legte einen Blitzstart hin, Voglsammer erzielte per Kopf seinen fünften Treffer aus den vergangenen sechs Partien (4.). Die Arminen waren zunächst das tonangebende und handlungsschnellere Team, hatten eine gute Struktur in ihren Aktionen. Der Ausgleich der engagierten und besser ins Spiel findenden Eintracht durch Nyman nach einer halben Stunde war von wilden Protesten begleitet, weil Kumbela zuvor den Ball an den Arm bekommen hatte. Die Niedersachsen waren nun das dominierende Team. Nach dem Seitenwechsel drehten sie die Partie endgültig, Kumbela stellte mit seinem zehnten Saisontreffer freistehend auf 2:1 (55.). Braunschweig war in der hart umkämpften Partie nun das klar bessere Team gegen nie aufsteckende Arminen. Mit dem ersten Bielefelder Torschuss in Hälfte zwei glich Klos überraschend aus, doch nur 78 Sekunden später traf Kumbela zum 3:2 (76.).

St. Pauli feiert in Fürth ersten Auswärtssieg

Greuther Fürth verlor erstmals unter der Leitung von Janos Radoki, St. Pauli darf nach dem 2:0-Erfolg wieder hoffen. Es entwickelte sich früh ein kampfbetontes Spiel, St. Pauli achtete auf eine sichere Defensive, hatte eine gute Grundordnung, ließ Greuther Fürth nicht zur Entfaltung kommen. Offensiv allerdings war der Tabellenletzte limitiert, so dass Höhepunkte absolute Mangelware waren. Fürth hatte durch Bolly früh die erste Chance, St. Pauli drei kleinere Nadelstiche zu bieten. Dem Schlusslicht fehlte aber vor dem Tor die letzte Durchschlagskraft. Nach Wiederanpfiff hatte St. Pauli die erste Gelegenheit, Sobotas Drehschuss strich aber knapp über Megyeris Gehäuse. Greuther Fürth erhöhte die Schlagzahl, spielte mit mehr Tempo und brachte Unordnung in St. Paulis Defensive. In Führung gingen aber die Hanseaten durch Bouhaddouz (64.). Fürth suchte die Antwort, doch die Lienen-Elf verteidigte die Führung leidenschaftlich und lauerte auf Konter. Einen solchen schloss Sahin mit einem sehenswerten Heber über Megyeri in der Schlussminute zum 2:0 ab.

Sandhausen im Pech

Würzburg entführte einen etwas glücklichen, aber nicht unverdienten Punkt aus Sandhausen. Der SVS hatte die besseren Chancen und zweimal Aluminium-Pech. Beide Teams neutralisierten sich zunächst, es gab keine Torchancen. Sandhausen, das etwas mehr Spielanteile hatte, musste früh wechseln. Derstroff verließ humpelnd das Feld, Kuhn kam (21.). Würzburgs Trainer Bernd Hollerbach wurde nach einer halben Stunde auf die Tribüne verwiesen, weil er zu stark reklamiert hatte. Beiden Mannschaften war das Engagement und die Einsatzbereitschaft nicht abzusprechen, fußballerische Highlights aber bekamen die Zuschauer nicht zu sehen, ihnen wurde am Hardtwald Hausmannskost serviert. Die erste echte Chance besaß Höler kurz vor der Pause, Wulnikowski parierte. Kurz darauf verpasste Kister per Kopf die Führung für den SVS. In Hälfte zwei scheiterte Kuhn mit tollem Freistoß am Lattenkreuz. Beide Teams riskierten nun etwas mehr, die Partie wurde lebendiger, Strafraumszenen wurden häufiger. Sandhausens Kister scheiterte am Pfosten. In der 79. Minute war für ihn Schluss, nach einem Tritt gegen Königs flog Kister vom Platz. Der SVS drängte auch in Unterzahl stärker auf den Siegtreffer als die Franken.

Canouse gelingt am Samstag das Tor des Tages

Bochums Jubel: Russell Canouse erzielte das Tor des Tages.
Bochums Jubel: Russell Canouse erzielte das Tor des Tages.
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Für den Aufreger der ersten Hälfte sorgte Schiedsrichter Kempkes, als er Bochums Trainer Gertjan Verbeek auf die Tribüne schickte, weil der einen Ball weggeschlagen hatte. Doch der Niederländer kam dem nur bedingt nach, bis zur Pause blieb Verbeek hinter der Bande stehen. Erst zu Beginn des zweiten Durchgangs begab er sich auf die Zuschauerränge. Nach dem Wechsel kam der VfL besser aus der Kabine und erspielte sich einige Torgelegenheiten. Die beste entschärfte Löwen-Keeper Ortega, als er einen Kopfball von Mlapa zur Ecke lenkte (54.). Auf der Gegenseite verhinderte Perthel den Treffer der Sechziger indem er sich in einen Schuss von Aigner warf und den Ball so gerade noch blocken konnte. Es dauerte bis zur 77. Minute, ehe Canouse der Siegtreffer für den VfL gelang. Die Löwen monierten dabei ein Handspiel des Torschützen, doch der Schiedsrichter gab das Tor. Durch den ersten Dreier nach vier sieglosen Spielen klettern die Bochumer in der Tabelle nach oben.

Aue erkämpft sich einen Punkt in der Pfalz

Sportlich konnten weder Kaiserslautern noch Aue den Zuschauern Unterhaltendes bieten. Jeweils einen Torschuss verbuchten beide Teams in der ersten Hälfte. So war es auch in der Pfalz vor der Pause eine Schiedsrichter-Aktion, die für Verwirrung sorgte. Brandt zeigte kurz vor der Pause Gelb-Rot für den Auer Soukou - der war aber noch gar nicht verwarnt. Offenbar war es eine Verwechslung mit Samson. Nach kurzer Diskussion nahm der Unparteiische seine Fehlentscheidung zurück. Soukou bekam nur Gelb und durfte weiter mitmachen. Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Lauterer etwas engagierter, doch zu einem Treffer gegen leidenschaftlich kämpfende Auer reichte es nicht.

Heidenheim gewinnt Verfolgerduell

Heidenheims Torschützen unter sich: Marc Schnatterer (l.) und Tim Kleindienst.
Heidenheims Torschützen unter sich: Marc Schnatterer (l.) und Tim Kleindienst.
© picture allianceZoomansicht

Der 1. FC Heidenheim hat das Verfolgerduell gegen Union Berlin mit 3:0 für sich entschieden und rückte zum Start des 16. Spieltags wieder auf Rang vier. Die Tore am Freitagabend erzielten Kleindienst nach achtwöchiger Verletzungspause (Innenbandriss im Knie), Schnatterer per Foulelfmeter und Halloran in der Nachspielzeit. Stammtorwart Müller (Risswunde am Hals) stand wieder zur Verfügung und hielt seinen Kasten sauber. Bei den Eisernen fehlte Leistner wegen der Geburt seines Kindes. Die Berliner fielen hinter Heidenheim zurück.

FCN jubelt in Düsseldorf - Remis beim Kwasniok-Einstand

Fortuna Düsseldorf musste indes einen weiteren Dämpfer verdauen. Beim 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg blieben die Rheinländer auch im dritten Match hintereinander ohne Sieg. Burgstaller (6.) und Matavz (66.) trafen für die Nürnberger, die nach zwei Niederlagen in Serie wieder ein Erfolgserlebnis feiern konnten.
Parallel holte der Karlsruher SC im ersten Spiel nach der Trennung von Coach Tomas Oral mit Interimstrainer Lukas Kwasniok ein 0:0 gegen Dynamo Dresden - und schöpft wieder neue Hoffnung. Für die Dresdner dagegen war es eine weitere Enttäuschung gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner und das dritte Spiel nacheinander ohne Sieg.

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