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16.05.2016, 16:01

Japaner gelingen drei Scorerpunkte bei seinem Startelf-Debüt

"Fantastisch": Miyaichi schlägt auf St. Pauli ein

Was für ein Saisonabschluss des FC St. Pauli. Und was für ein Startelf-Debüt von Ryo Miyaichi. Beim 5:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern traf der Japaner zweimal und war Wegbereiter eines weiteren Treffers. Keine Frage: Miyaichi war der Mann des Sonntagnachmittags am Millerntor - auch wenn ein Kollege des 23-jährigen Nationalspielers ebenfalls einen herausragenden Tag erwischt hatte.

Jubelsprung: Ryo Miyaichi (re.), verfolgt von Sebastian Maier, feiert sein Premierentor für St. Pauli.
Jubelsprung: Ryo Miyaichi (re.), verfolgt von Sebastian Maier, feiert sein Premierentor für St. Pauli.
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Asiaten sind fromme und pflichtbewusste Menschen. Und es hätte wohl keinen trefflicheren Ort als das Millerntor geben können, um das zu belegen. Es war kurz vor 17 Uhr am Sonntagnachmittag an dieser Wallfahrtsstätte für Fußballromantiker. St. Paulis Trainer Ewald Lienen setzte dem Arbeitstag von Ryo Miyaichi ein Ende. Der Japaner trottete in dieser 70. Minute vom Spielfeld, klatschte mit dem Coach ab und lief zur Bank. Miyaichi legte seine Hände aufeinander, als möge er beten - und verneigte sich vor Co-Trainer Abder Ramdane und Torwarttrainer Matthias Hain. Miyaichi bedankte sich. Dabei gebührte ihm Dank.

Zum Saisonfinale gegen Kaiserslautern erteilte ihm Lienen zum ersten Mal überhaupt das Startelf-Mandat. Und Miyaichi bot aus dem Stegreif eine außergewöhnliche Partie: zwei Tore, beinahe ein drittes, als er am Querbalken scheiterte, und ein Assist - mehr geht beinahe nicht. "Mein erstes Tor für St. Pauli war ein fantastischer Moment. Nach der langen, schweren Zeit war das ein sehr schönes Gefühl", gab Miyaichi nach dem Spiel zu.

Es hatte sich unter der Woche angedeutet. Dass es aber sofort funktionieren würde, konnte keiner ahnen.Ewald Lienen über die Leistung von Ryo Miyaichi

Was der offensive Mittelfeldspieler meinte: Vor der Saison hatte er sich im Testspiel gegen den spanischen Erstligisten Rayo Vallecano einen Kreuzbandriss zugezogen. Erst Anfang April beim 0:0 gegen Union Berlin stand er erstmals für St. Pauli auf dem Rasen. Nach vier Einwechslungen nun die Gala gegen Kaiserslautern.

Maier mit einem Ausstand nach Maß

"Ich freue mich über seine Leistung", sagte Lienen und räumte ein: "Es hatte sich unter der Woche angedeutet. Dass es aber sofort funktionieren würde, konnte keiner ahnen." Miyaichi wirbelte auf der rechten Bahn, spielte Lauterns Linksverteidiger Marcel Gaus ein ums andere Mal schwindlig und war jederzeit torgefährlich.

So stahl er selbst Sebastian Maier die Show, der in seinem Abschiedsspiel im Dress von St. Pauli einmal traf und drei Treffer vorbereitete. Während Miyaichi einen Einstand nach Maß hinlegte, war es für den Neu-Hannoveraner ein Ausstand nach Maß. "Es hätte einfach nicht besser laufen können", fand Maier und fügte an: "Nach dem 4:1 und 5:2 war es einfach nur super. Ich habe die Stimmung zum Abschluss noch mal so richtig aufsaugen können." Miyaichi wird das wohl noch öfter. Seine Zeit dürfte erst noch kommen.

lei

 
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weitere Infos zu Miyaichi

Vorname:Ryo
Nachname:Miyaichi
Nation: Japan
Verein:FC St. Pauli
Geboren am:14.12.1992

weitere Infos zu Maier

Vorname:Sebastian
Nachname:Maier
Nation: Deutschland
Verein:VfL Bochum
Geboren am:18.09.1993


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