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21.03.2016, 22:06

Überblick: Führungswechsel in der 2. Liga - Funkels Debüt-Sieg

Frantz köpft SCF an die Spitze - FCN-Serie hält

Freiburg ist seit Montagabend neuer Spitzenreiter in der 2. Liga. Der Sportclub setzte sich im Baden-Derby mit 1:0 gegen Karlsruhe durch. Nürnberg hatte das Spitzenspiel des 27. Spieltags gegen Leipzig nach großem Kampf gewonnen und rückte bis auf drei Punkte an RB heran. Dagegen musste sich Bochum mit einem Remis gegen Fürth begnügen. Am Samstag gewann Düsseldorf das Krisenduell gegen den FCK. Union siegte beim Köhler-Comeback gegen Braunschweig.

Frantz' Kopfball-Aufsetzer entscheidet das Baden-Derby

Mike Frantz & Vincenzo Grifo
Abgeknutscht: Torschütze Mike Frantz (l.) und Vorbereiter Vincenzo Grifo (r.).
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Am Montag bat Freiburg Karlsruhe zum Baden-Derby in den Schwarzwald. Das Duell begann sehr kampfbetont und bot lange keine Strafraumszenen. Der Sportclub biss sich mit dem neu in die Startelf gerutschten Angriffsduo Petersen/Philipp die Zähne an der massiven KSC-Abwehr aus. Nach 25 Minuten kamen dann sogar die Gäste besser auf. Die vielversprechendste Chance im ersten Durchgang verzeichnete Valentini (26.).

Nach dem Seitenwechsel drehte dann wiederum der SCF auf: Frantz (49.), Abrashi (50.), Höfler (51.) und Grifo (58.) sorgten für Alarmstufe Rot im gegnerischen Strafraum, dann markierte Frantz nach einer Grifo-Ecke per Kopfball-Aufsetzer die nun verdiente Führung (58.). In der Folge probierte Karlsruhe noch einmal alles, kam aber nicht entscheidend durch. Damit feierte Freiburg den sechsten Sieg in Serie, stürmte an Leipzig vorbei an die Tabellenspitze und distanzierte Verfolger Nürnberg wieder auf drei Punkte.

17 Spiele ohne Niederlage: Club rückt Leipzig näher

Der 1. FC Nürnberg musste vor dem Spitzenspiel gegen Leipzig einen herben Rückschlag verkraften. Erras hatte sich unter der Woche einen Kreuzbandriss zugezogen. Der Youngster war seit dem elften Spieltag, als er in die Startelf gerückt war, der Talisman schlechthin für die Nürnberger. Der Club verlor seitdem kein einziges Spiel mehr. Und dabei blieb es auch ohne Erras. Im Spitzenspiel gegen Leipzig gewann Nürnberg am Sonntag nicht nur mit 3:1, sondern blieb zum 17. Mal in Serie ohne Niederlage.

Ondrej Petrak bejubelt den Treffer zum 1:1
Erras-Ersatz leitet die Wende ein: Ondrej Petrak bejubelt den Treffer zum 1:1
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Die Partie ging vielversprechend los, für Nürnberg hatte Hovland (per Kopf) eine erste Chance und für die Gäste kam Orban nur einen Schritt zu spät. Schnell und schnörkellos wollte der Club spielen und setzte immer wieder auf blitzschnelles Umschalten, kam bei seinen Versuchen aber noch nicht bis in den Abschluss. Die Partie wurde über weite Strecken von viel Kampf und wenig spielerischen Highlights geprägt. Allerdings hatten die Franken Vorteile und durch Kerk tolle Gelegenheiten, um in Führung zu gehen. Zudem hatte Leipzig Glück, als nach einem Zweikampf im Strafraum (Halstenberg traf Kerk) kein Elfmeter gegeben wurde. Auch nach dem Wechsel hatten wieder die Hausherren die erste Chance, aber Füllkrug war bei einem Konter zu zögerlich und ließ sich ablaufen. Die Strafe folgte auf den Fuß. Nach einer Koproduktion von Poulsen und Selke lagen die Sachsen plötzlich in Front. Die Partie blieb zerfahren, fast jeder zweite Ball war ein Fehlpass. Am Engagement der Hausherren lag es nicht und so wurden die Nürnberger belohnt. Nach einer Ecke staubte Petrak zum 1:1 ab. Doch das Team von René Weiler gab sich damit nicht zufrieden und legte kurz darauf nach. Füllkrug erzielte das verdiente 2:1. Die Gäste warfen alles nach vorne und der Club konterte sich zum 3:1 (Burgstaller). Damit ist der FCN bis auf drei Punkte am Tabellenführer dran.

Turbulente Schlussphase in Bochum

Bochum verabschiedet sich wohl aus dem Rennen um den Aufstieg, weil man gegen Fürth nicht über ein 2:2 hinauskam. Die Fürther erwischten einen Traumstart per Traumtor. Mit dem vermeintlich schwächeren rechten Fuß zimmerte Gießelmann den Ball aus 28 Metern genau in die Triangel. Bochum benötigte einige Zeit, um sich zu sammeln und glich erst kurz vor der Pause aus. Per Volleyschuss bereitete Terrazzino mehr glücklich als geplant vor und Terodde staubte aus kurzer Distanz zum 1:1 ab. Der VfL drängte danach auf die Führung, hatte aber mit einem Aluminiumtreffer von Terodde kein Glück - das hatte das Kleeblatt. Nach toller Vorarbeit von Stiepermann erzielte Berisha die erneute Führung zum 2:1. Richtig turbulent wurde dann die Schlussphase. Dem Ausgleich (Rafael) zum 2:2-Endstand folgten noch zwei Platzverweise (Hoogland, Gjasula).

Bielefeld hält sich 1860 vom Leib

Die Niederlage in Leipzig hatten die Löwen ganz offenkundig gut weggesteckt, denn in der Partie gegen Arminia Bielefeld gingen die Hausherren durch einen Treffer von Mauersberger in Führung. Allerdings hatte das Team von Benno Möhlmann in der Folge auch Glück, dass die Führung bis zur Pause hielt. Besonders gefährlich wurde es, wenn Rodriguez aus der Distanz Maß nahm. Der Schweizer scheiterte bei zwei Versuchen nur knapp. Der verdiente Ausgleich gelang den Arminen dann aber doch noch. Mit einem platzierten Flachschuss war Görlitz erfolgreich. Kurz vor dem Ende kassierte Lacazette noch die Ampelkarte, doch die Löwen brachten den Punkt in Unterzahl über die Zeit. Bielefeld bleibt damit fünf Zähler vor München.

Funkels turbulentes Debüt gelingt

Friedhelm Funkel
Siegerfaust: Friedhelm Funkel erlebte bei seiner Premiere als Fortuna-Coach ein verrücktes Spiel.
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Friedhelm Funkel ging bei seiner Premiere als Düsseldorf-Trainer gleich mal durch ein Wechselbad der Gefühle. Sekunden nach Anpfiff überwand der im Abseits stehende Mavrias den neuen Lauterer Keeper Alomerovic (Müller musste auf die Bank), der Treffer zählte. Doch ein paar Zeigerumdrehungen später stand es nach Gaus' Flugkopfball schon 1:1 (5.). Es blieb turbulent am Rhein: Nach einem Stellungsfehler von Madlung vergab Bödvarsson eine hundertprozentige Chance (13.), Djurdjic wurde auf der anderen Seite ein regulärer Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsposition aberkannt (37.). Machte nichts: Fink (39.) und Djurdjic (43., Alomerovic sah unter anderem nicht gut aus) sicherten eine 3:1-Pausenführung für die Fortuna. Die Pfälzer zeigten jedoch Moral und schlugen zurück: Nach Madlungs Eigentor (60.) und Zimmers Freistoß (66.) wähnten sich die Roten Teufel zurück im Spiel, doch der gerade eingewechselte Demirbay (69.) hatte die passende Antwort parat - 4:3. Zu viel für den FCK: Während Funkel ein gelungenes Debüt feierte, bringt die fünfte Pleite in Folge FCK-Coach Konrad Fünfstück zunehmend in Erklärungsnot.

St. Pauli lässt am Hardtwald nichts anbrennen

Mit der Hypothek von acht Punkten Rückstand auf Rang drei ging St. Pauli ins Match bei Sandhausen. Die Kiez-Truppe zeigte aber das nötige Engagement, um die Minimalchance auf den Aufstieg am Leben zu erhalten. Nach einer Alushi-Flanke köpfte Thy gekonnt ein (8.), Rzatkowski legte in der 40. Minute mit einem sehenswerten Heber nach. SVS-Trainer Schwartz reagierte mit einem Doppelwechsel, doch das half auch nicht viel. Gegen die groß gewachsenen Hamburger Abwehrspieler waren hohe Bälle das falsche Mittel. Zwar verliefen auch St. Paulis Konter im Sand, es reichte dennoch zu einem ungefährdeten Auswärtssieg für die Kiez-Kicker.

MSV nutzt auch die Überzahl nicht

Die Duisburger Giorgi Chanturia und Thomas Bröker sowie Khaled Narey (v.li.).
Hochgestiegen: Die Duisburger Giorgi Chanturia und Thomas Bröker sowie Khaled Narey (v.li.).
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17. gegen 18., Letzter der Heimtabelle gegen Schlusslicht im Auswärtsklassement, Paderborn gegen Duisburg: Tiefer geht es nicht in Liga zwei. Das Ergebnis entsprach dann auch den Voraussetzungen - 0:0! Koc hatte die große Chance zur Führung für den SCP, nutzte diese aber nicht. Beide Teams hatten auf dem schwer bespielbaren Boden durchaus ihre Möglichkeiten, der entscheidende Schlag wollte im Krisengipfel aber nicht gelingen. Dabei agierte der MSV über eine halbe Stunde in Überzahl, weil Narey Gelb-Rot gesehen hatte. Der MSV hinkt weiter klar hinterher, der SCP bleibt auf einem Abstiegsplatz.

Halloran klaut dem FSV noch zwei Punkte

Auf vier Punkte war der Vorsprung des FSV Frankfurt zum 16. Platz geschmolzen, schließlich hatten die kriselnden Hessen in der Rückrunde aus neun Partien nur sechs Zähler ergattert. Die Elf von Trainer Tomas Oral hätte in Heidenheim das Punktekonto kräftig aufstocken können - hätte! Am Ende stand trotz 2:0-Führung ein 2:2 und damit nur ein Punkt. Heidenheim hatte zunächst optische Vorteile, aber Frankfurt schlug nach einem ersten Warnschuss von Haji Safi durch Awoniyi (22.) zu. So sehr sich Heidenheim in der Folge auch bemühte, der Ball wollte nicht über die Linie. Eine gute Viertelstunde vor Schluss sorgte Perdedaj für die vermeintliche Vorentscheidung. Mit einem Kraftakt kam Heidenheim dann aber doch noch zu zwei Toren, Halloran sorgte rettete spät mit seinem Treffer zum 2:2 einen Punkt.

Tabellenrechner 2.Bundesliga

Unions Kreilach garniert das Köhler-Comeback

Ohne Abstiegssorgen, jedoch auch ohne Aufstiegsambitionen gingen Union und Braunschweig ins dritte Freitag-Spiel. Die Hauptstädter, die ihre letzten vier Heimauftritte allesamt gewannen, konnten ihre Serie fortsetzen und klettern nach dem 3:1 in der Tabelle an der Eintracht vorbei. Wood, der sein 14. Saisontor markierte und damit den Vereinsrekord einstellte, hatte für die Eisernen vorgelegt (58.). Der junge Tietz gab zwar mit seinem ersten Profi-Tor sofort die passende Antwort, Kreilachs Doppelschlag rahmte das Liga-Comeback von Köhler jedoch entsprechend positiv ein.

kon

 
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