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12.03.2016, 13:46

Paderborns Kapitän Bakalorz hofft auf einen Schub

Helenius: Ein schlaksiger Künstler - und Trumpf?

Auf St. Pauli glückte Paderborn am Freitagabend der erste Sieg nach 13 Partien ohne Dreier. Helenius war einer der Protagonisten beim 4:3, der Angreifer netzte zweimal ein. Unter Trainer René Müller scheint er aufzublühen. Er vereint Physis mit technischer Finesse und könnte für die Ostwestfalen ein Trumpf im Existenzkampf werden. Den Erfolg am Millerntor wollte der SCP noch nicht zu hoch hängen.

Seltenes Bild: Helenius hat am Millerntor getroffen - und Paderborn gewinnt erstmals seit Oktober.
Seltenes Bild: Helenius hat am Millerntor getroffen - und Paderborn gewinnt erstmals seit Oktober.
© imagoZoomansicht

Ein vorsichtiges Lächeln huschte Helenius am Freitagabend in den Katakomben des Millerntor-Stadions ins Gesicht. "Es war ein aufregendes Spiel", sprach er auf Englisch ins Mikrofon, "wir haben die letzten zehn Tage hart gearbeitet, um Selbstvertrauen zu bekommen." Und nun, am 26. Spieltag, glückte Paderborn der erste Sieg seit fast fünf Monaten. 13 erfolglose Spiele kosteten erst Trainer Stefan Effenberg, dann Geschäftsführer Michael Born die Anstellung. Unter René Müller haben die Ostwestfalen in zwei Partien vier Punkte erwirtschaftet.

Nicht zuletzt dank Helenius, der unter dem neuen Coach schon drei Tore erzielte. Der Däne ist ein langer Schlaks, beinahe zwei Meter groß, und doch "fußballerisch gut drauf", wie Born nach der Ausleihe des Angreifers Ende Januar klargestellt hatte. Dass dies keine leere Worthülse war, belegte Helenius am Freitag in der siebten Minute: Mit einer herrlichen, technisch höchst anspruchsvollen Einzelleistung brachte er den SCP in Führung. Die gesamte Bank sprang enthemmt auf, nicht wenige ungläubig und mit offenem Mund. So recht zugetraut hatten ihm manche diesen kunstvollen Heber offenbar nicht.

Ein Sieg vor dieser Riesenkulisse auf St. Pauli kann Euphorie geben für die nächsten Wochen.SCP-Kapitän Marvin Bakalorz

Der 24-Jährige hat für seinen Heimatverein Aalborg vor zwei Jahren in der Champions-League-Qualifikation und der Europa League gespielt, für Paderborn könnte er nun im Existenzkampf im Unterhaus Trumpf sein. Helenius verleiht dem Offensivspiel eine körperliche Note, ohne dabei steif zu wirken. Er ist kopfballstark, kann Bälle halten und ist zu jeder Zeit selbst gefährlich. Der Angreifer könnte sich für die Ostwestfalen ein Glücksgriff herausstellen. Eine Kaufoption hat sich der Bundesliga-Absteiger gesichert. Vor einer finalen Entscheidung will der Klub aber die Helenius' Entwicklung abwarten.

Bakalorz: Nur eine "Etappe"

Zumal noch längst nicht klar ist, in welchem Klassement die Ostwestfalen in der nächsten Saison spielen. Zumindest scheinen sie sich gefangen zu haben nach Effenbergs Ära, die eher als gescheitertes Intermezzo in Erinnerung bleiben wird.

Auch Marvin Bakalorz sprach nach der Partie in der Mixed Zone, die nackten Schultern von einer hellblauen Wolldecke umschlugen, nur von einer "Etappe" und gestand, gar nicht mehr gewusst zu haben, wie sich ein Sieg anfühle. Allerdings fügte Paderborns Spielführer hoffnungsfroh an: "Ein Sieg vor dieser Riesenkulisse auf St. Pauli kann Euphorie geben für die nächsten Wochen."

lei

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weitere Infos zu Helenius

Vorname:Nicklas
Nachname:Helenius
Nation: Dänemark
Verein:Aalborg BK
Geboren am:08.05.1991


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