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28.02.2016, 18:09

Kaiserslauterns Ärger über die Blackouts

Löwes Kritik: "Nur zwei, drei in Normalform"

Es war ein Klassenunterschied - und zusätzlich schenkten die Profis des 1. FC Kaiserslautern dem SC Freiburg noch die beiden Tore beim 0:2. Ihre desolate Leistung will die Mannschaft von Trainer Konrad Fünfstück so schnell wie möglich abhaken, um sich den kommenden Aufgaben zu widmen.

Chris Löwe (r.) gegen Mike Frantz
Vermisste in Freiburg "elf Mann, die ihre Leistung bringen": FCK-Linksverteidiger Chris Löwe (r., gegen Frantz).
© imagoZoomansicht

"Über die zwei individuellen Fehler brauchen wir gar nicht zu reden. Wenn sie die beiden Tore nicht schießen, schießen die eben zwei andere", sagte Chris Löwe über die krassen Aussetzer von Mateusz Klich und Torwart Marius Müller, die die beiden Gegentreffer erheblich begünstigten. Insgesamt fand der Linksverteidiger deutliche Worte: "Wenn wir nur zwei, drei Leute in Normalform haben, ist es unmöglich, hier einen Anspruch zu stellen."

"Gerade wenn ein Gegner hoch überlegen ist in Halbzeit eins, dürfen wir nicht solche Eier fangen", haderte Tim Heubach, der zugab, dass in diesem Zweitligaduell ein Klassenunterschied zu erkennen war. "Wir müssen die Köpfe hochkriegen, die Fehler aus dem Kopf bekommen, so bitter es ist und so oft wir das sagen müssen. Das zieht sich schon durch die ganze Saison."

Müller stellte sich nach seinem Blackout. "Ich habe mich wohl schon am Abwurf orientiert. Dann passiert so etwas, was als Torhüter nicht passieren darf", sagte der Keeper, der einen Fernschuss durch die Beine hatte rutschen lassen. "Dann kriegst du halt direkt in die Fresse. Das ist mir bewusst, aber da mach ich mir jetzt überhaupt keinen Kopf. Im Endeffekt hat das ganze Spiel von uns allen nicht gut ausgesehen." Wie wahr.

Kacper Przybylko nannte es ein "Scheißspiel". Der Stürmer weiter: "Wir haben keinen Zugriff in der Defensive bekommen, nach vorne auch nichts zustande bekommen. Einige Situationen hätten wir cleverer lösen müssen, das haben wir nicht gemacht und deswegen hochverdient hier verloren."

"Mund abputzen!", fordert Fünfstück - doch geht das so schnell?

Lange Zeit, sich mit diesem desolaten Auftritt zu beschäftigen, bleibt nicht. Schon am Dienstag gastiert 1860 München auf dem Betzenberg. Daher wollten die Lauterer Beteiligten die Partie beim Zweiten so schnell wie möglich abhaken. "Für uns gilt, ganz schnell Mund abputzen und 1860 angehen", gab Trainer Fünfstück die Richtung vor. Dann sollte sein Team wieder ein anderes Gesicht zeigen.

Löwe nennt das simple Erfolgsrezept: "Wir haben gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft der Liga bestehen können, wenn wir Normalform haben. Daher muss das Ziel sein, dass am Dienstag elf Mann auf dem Platz stehen, die ihre Leistung bringen. Dann können wir das Spiel gewinnen, das steht außer Frage." Spannend, ob es den FCK-Profis gelingt, diese heftige Abfuhr so schnell aus den Klamotten zu schütteln.

Carsten Schröter

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28.02.16
 
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