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26.02.2016, 11:45

FCN: Letzter Derbysieg gegen Fürth vor über sieben Jahren

Weiler: "Es ist an der Zeit"

Heute endlich ist es so weit. Das Warten hat ein Ende. Um 18.30 Uhr (LIVE! bei kicker.de) empfängt der 1. FC Nürnberg die SpVgg Greuther Fürth zum 260. Frankenderby. Bis Mittwoch hatten 46.000 von 50.000 Karten einen Abnehmer gefunden, so dass das Grundig-Stadion fast ausverkauft sein wird - knisternde Derbystimmung inklusive. Während Fürth mit einem Auswärtssieg den Lokalrivalen einmal mehr ärgern möchte, will Nürnberg den ersten Derbysieg seit langer Zeit feiern.

FCN-Trainer René Weiler
Trägt er sich in das Derby-Geschichtsbuch ein? FCN-Trainer René Weiler.
© imagoZoomansicht

Fast auf den Tag genau siebeneinhalb Jahre ist es her, dass der 1. FC Nürnberg den Lokalrivalen SpVgg Greuther Fürth zuletzt besiegt hat. 2:1 hieß es am 23. November 2008 nach 90 intensiven, kampfbetonten Minuten und Toren von Stefan Reisinger (Fürth), Dominic Maroh und Christian Eigler (beide FCN). In den darauf folgenden sechs Versuchen glückten dem Club lediglich drei Unentschieden - ebenso oft zog er gegen das Kleeblatt den Kürzeren.

FCN-Coach René Weiler wäre also Nürnbergs erster Trainer seit Michael Oenning, der sich am heutigen Freitagabend gegen 20.20 Uhr als Derbysieger in die Club-Historie eintragen könnte. Doch der Schweizer, der seit November 2014 das sportliche Zepter am Valznerweiher in der Hand hat, gibt sich bescheiden: "Es geht nicht um mich als Trainer, sondern um die Mannschaft und den Verein." Zwar kenne er die Derbybilanz des FCN in den vergangenen Jahren "nicht im Detail", so der 42-Jährige auf der Pressekonferenz am Mittwoch, "aber es ist an der Zeit, dass wir das Derby gewinnen."

Wir müssen viel Leidenschaft an den Tag legen, da es ein sehr kampfbetontes Spiel wird.FCN-Coach René Weiler

Schließlich ist sich auch der Eidgenosse der Bedeutung des nunmehr schon 260. Frankenderbys - keine andere Begegnung zweier deutscher Mannschaften gab es häufiger - bewusst: "Es ist kein Spiel wie jedes andere. Es ist das Derby." Und das ruft seit jeher in den beiden Nachbarstädten jede Menge Brisanz und Emotionen hervor. Also wollte Weiler auf der PK gar nicht groß auf die Stärken des Kleeblatts eingehen - tat es auf Nachfrage dann aber doch ("viele Mittelfeldspieler, die Tore schießen", "gefährlich bei Standards", "spielen auswärts besser als zuhause") -, sondern betonte lieber, worauf es in der Mutter aller Derbys ankomme: "Wir müssen viel Leidenschaft an den Tag legen, da es ein sehr kampfbetontes Spiel wird."

Weiler hofft auf "spielerische Momente"

Zugleich hofft Nürnbergs Cheftrainer, der im Frankenderby bisher ein Unentschieden (0:0 am 20. Dezember 2014) und die 2:3-Hinspielniederlage (13. September 2015) hinnehmen musste, dass sein Team "auch für ein paar spielerische Momente sorgen" wird. Doch ausgerechnet vor dem "speziellen Spiel mit viel Prestige" (Weiler) drohen dem FCN, die Spieler für beide Flügelpositionen auszufallen. Sowohl Kevin Möhwald, der im Montagabendspiel bei Fortuna Düsseldorf (1:1) einen Pferdekuss erlitt und zur Halbzeitpause raus musste, als auch Sebastian Kerk und Tim Leibold konnten diese Woche nur reduziert oder gar nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen. "Ich hoffe, dass wir alle rechtzeitig fit bekommen", berichtete Weiler auf der PK, "es ist aber möglich, dass sie ausfallen."

Stieber: Gegen den Ex-Klub zurück von der Bank?

Das würde Zoltan Stieber die Chance eröffnen, auf seinen Ex-Klub zu treffen. Von 2012 bis 2014 trug der Ungar das Trikot des Kleeblatts und kam in 48 Pflichtspielen auf zwölf Treffer und ebenso viele Assists. Nach seinem eineinhalbjährigen Engagement beim Hamburger SV steht der 27-Jährige seit dem 18. Januar dieses Jahres beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag. Dort soll er die Rolle des in der Winterpause zu Schalke 04 abgewanderten Alessandro Schöpf einnehmen. Doch noch hat der Ex-Fürther Startschwierigkeiten: "Stieber hat noch Probleme, sich auf das kampfbetonte Spiel in der 2. Liga umzustellen", erklärte Weiler, "zudem fehlt es ihm an der Spielpraxis." Die wollte der Schweizer dem zehnfachen ungarischen Nationalspieler nach dessen zwei durchwachsenden Auftritten bei 1860 München (1:0) und gegen Bochum (1:1) am Montagabend in Düsseldorf nicht geben. Stieber nahm 90 Minuten auf der Ersatzbank Platz.

Fabian Istel

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Zum 260. Mal trafen die Rivalen aus Nürnberg und Fürth am 26. Februar 2016 aufeinander. In den vergangenen Derbys hatte das Kleeblatt meist die Nase vorn, doch dieses Mal gewann der Club wieder - mit 2:1. Welcher Spieler avancierte zum jüngsten Helden in der 2. Bundesliga, wer verbuchte die meisten Einsätze - und wer traf am häufigsten? Klicken Sie sich durch die Fakten aus der brisanten Derby-Geschichte ...
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