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25.02.2016, 14:34

Interview mit dem früheren Stürmer der SpVgg und des FCN

Christian Eigler: "Ich tippe auf ein 4:0"

Drei Jahre lang spielte er für die SpVgg Greuther Fürth, wo er in der Saison 2005/06 Torschützenkönig der 2. Bundesliga wurde, danach, nach einem zweijährigen Intermezzo bei Arminia Bielefeld, vier Jahre für den 1. FC Nürnberg. Beim letzten Derbysieg des FCN am 23. November 2008 gelang Christian Eigler kurz vor dem Schlusspfiff das Siegtor zum 2:1. Der kicker sprach mit dem heute 32-Jährigen vor dem 260. Frankenderby ...

Christian Eigler als Torjäger im Nürnberger und Fürther Dress.
Christian Eigler als Torjäger im Nürnberger und Fürther Dress.
© imago

kicker: Herr Eigler, wo werden Sie das 260. Frankenderby am Freitagabend verfolgen?

Christian Eigler: Ich gehe mit einer meiner Töchter und einem Freund ins Stadion.

kicker: Um wem die Daumen zu drücken?

Eigler: Ich habe nichts gegen Fürth, ich hatte auch dort eine schöne Zeit. Aber ich bin natürlich für den Club.

Ich habe nichts gegen Fürth, ich hatte auch dort eine schöne Zeit. Aber ich bin natürlich für den Club.Christian Eigler

kicker: Der seit mehr als sieben Jahren kein Derby mehr gewonnen hat ...

Eigler: Ich weiß, aber am Freitag platzt der Knoten, denn im Moment passt es: Der Club hat einen guten Lauf, Fürth dagegen ist nicht so gut drauf. Ich tippe auf ein 4:0.

kicker: 4:0? Das heißt, Sie sind nicht sauer, wenn Sie am Freitag als bis heute letzter Nürnberger Siegtorschütze in einem Derby abgelöst werden?

Eigler: Nein, im Gegenteil.

kicker: Erinnern Sie noch an das Spiel im November 2008?

Eigler: Natürlich, das werde ich nie vergessen, es war eines der großen Highlights meiner Karriere.

kicker: Mit Ihrem Siegtor in der 88. Minute.

Eigler: Ich hab den Ball optimal getroffen und vom linken Strafraumeck aus in den rechten Winkel geschlenzt - ein sehr wichtiges Tor für mich.

kicker: Sie waren in Nürnberg nicht gerade begeistert empfangen worden.

Eigler: Stimmt, am Anfang war's schwer - wegen meiner Vergangenheit hatte ich nicht den großen Kredit, und auch für uns als Mannschaft lief die Saison eher zäh an. Aber nach dem Derbysieg ging's bergauf, und am Ende haben wir über die Relegation den Aufstieg geschafft.

kicker: Zählen Sie die beiden Relegationsspiele gegen Energie Cottbus auch zu den Höhepunkten Ihrer Karriere?

Eigler: Auf jeden Fall, ich habe in beiden Spielen ein Tor erzielt. Für einen Stürmer ist es natürlich doppelt schön, wenn du in einem Spiel triffst, in dem ein so großer Druck auf dir lastet.

Für einen Stürmer ist es natürlich doppelt schön, wenn du in einem Spiel triffst, in dem ein so großer Druck auf dir lastet.Christian Eigler über die Relegationsspiele gegen Cottbus

kicker: Unabhängig vom Ausgang des Derbys am Freitag: Steigt der Club auf?

Eigler: Der FCN wird am Saisonende entweder Zweiter oder Dritter. Leipzig wird nicht mehr aufzuhalten sein, aber den SC Freiburg könnte er noch abfangen. Und wenn der Club Dritter werden sollte, schafft er es eben über die Relegation.

kicker: Und wo landet Fürth?

Eigler: Ich denke, so um Platz 10 herum.

kicker: Hat der Machtkampf zwischen Sportvorstand Martin Bader und Trainer René Weiler die Nürnberger Mannschaft im ersten Saisondrittel gebremst?

Eigler: Ich weiß nicht so recht, ob der durchwachsene Start damit zusammenhing. Klar ist, dass frischer Wind immer mal gut tut, weil eingefahrene Strukturen aufgebrochen werden und neuer Schwung einkehrt.

kicker: Noch ein Wort zu Ihnen persönlich: Was machen Sie eigentlich, seit Ihr Vertrag beim FC Ingolstadt im Juni vergangenen Jahres ausgelaufen ist?

Eigler: Ich bestreite gerade meine Reha beim Club am Valznerweiher.

kicker: Reha? Wollen Sie noch einmal professionell Fußball spielen?

Eigler: Warum nicht, ich bin schließlich erst 32! Aber ich habe wegen meines Knorpelschadens im Knie seit mehr als eineinhalb Jahren nicht mehr gespielt und muss erst mal wieder hundertprozentig fit werden. Dann ist nichts ausgeschlossen.

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© imago

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