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22.02.2016, 21:43

Lienen-Elf scheint die Favoritenrolle nicht zu bekommen

"Kopfsache"? - Das "A-Wort" tut St. Pauli nicht gut

Nach zwei Siegen zum Jahresauftakt wollte St. Pauli gegen den FSV Frankfurt den dritten einfahren, doch die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen unterlag dem Kellerkind mit 1:3. Dabei hatte St. Pauli zuvor schon oft gezeigt, dass es zu Top-Leistungen imstande ist - wie beim 1:0-Erfolg gegen Spitzenreiter Leipzig. Dass die Kiez-Kicker gegen Frankfurt patzten, lag dabei nicht nur an fußballerischen Fehlern, sondern auch am Kopf.

Lasse Sobiech
War nach der Niederlage gegen den FSV Frankfurt sichtlich enttäuscht: St. Paulis Verteidiger Lasse Sobiech.
© imagoZoomansicht

"Im Unterbewusstsein ist es eine kleine Kopfsache", sagte Verteidiger Lasse Sobiech nach der Heimniederlage. Der Lienen-Elf gelang es nicht, den Schwung aus der Partie gegen Leipzig mitzunehmen und auch gegen Frankfurt zu bestehen. "Wir haben die ganze Woche nach dem Sieg gegen Leipzig gesagt, dass es ein Spitzenteam ausmacht, auch gegen vermeintlich Schwächere die Punkte einzufahren - das haben wir nicht geschafft", zeigte sich Sobiech enttäuscht.

Dabei hatte Coach Lienen seine Spieler "im Vorhinein gewarnt, dass auch der FSV in der Lage ist, so zu spielen wie Leipzig". Doch seine Warnung scheint ungehört verhallt zu sein. Denn im Gegensatz zum Spiel gegen RB fehlte St. Pauli am vergangenen Freitag die nötige Entschlossenheit und Kompromisslosigkeit. Vor allem die zuletzt kompakt stehende Defensive leistete sich einige Fehler. "Wir haben einfach nicht so verteidigt wie zuletzt", übte Sobiech Selbstkritik. "Wir waren einfach nicht so wach und explosiv, hatten im Mittelfeld keinen Zugriff", versuchte Coach Lienen die Niederlage zu erklären.

Neben der fußballerischen Leistung haderte der 62-Jährige mit der Einstellung seines Teams: "Die besten Teams schaffen es, in jedem Spiel die gleiche Mentalität an den Tag zu legen. Das fehlt uns noch." Auch Sportdirektor Thomas Meggle deutete an, dass St. Pauli mit der Favoritenrolle noch nicht klar kommt: "Eine Erkenntnis ist, dass uns das A-Wort nicht guttut." Aufstieg hin oder her, in Duisburg am kommenden Sonntag wollen es die Kiez-Kicker nun besser machen. "Gegen den MSV Duisburg erwartet uns ein ähnliches Spiel. Da müssen wir wieder unsere Kompaktheit hinbekommen und die Null halten", forderte Defensivakteur Sobiech. Trotz des Rückschlags im Kampf um den Aufstieg gab sich der 25-Jährige vor dem Spiel beim Tabellenschlusslicht aber zuversichtlich: "Wir sind sehr, sehr lernfähig."

kon/sw

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weitere Infos zu L. Sobiech

Vorname:Lasse
Nachname:Sobiech
Nation: Deutschland
Verein:FC St. Pauli
Geboren am:18.01.1991

weitere Infos zu Lienen

Vorname:Ewald
Nachname:Lienen
Nation: Deutschland
Verein:FC St. Pauli