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22.02.2016, 12:59

Investor plant Stadion mit Löwenzoo

1860 steht erneut vor einer Zerreißprobe

"Der eine Punkt bringt uns nicht so weiter." Dominik Stahls Einschätzung nach dem 1:1 gegen Bochum, verbunden mit dem Verharren auf Platz 17, beleuchtet die sportliche Situation bei 1860 München kurz wie treffend. Während das Warten auf einen Sieg seit drei Monaten andauert, sorgt der Investor für neue Unruhe.

Was bringt die Zeit für 1860? Präsident Peter Cassalette und der umstrittene Investor Hasan Ismaik (re.).
Was bringt die Zeit für 1860? Präsident Peter Cassalette und der umstrittene Investor Hasan Ismaik (re.).
© imagoZoomansicht

Am 21. November des vergangenen Jahres war es. 93 Tage liegt der 2:0-Sieg gegen St. Pauli zurück, seither durften die Münchner Löwen nicht mehr jubeln. Zwei von 21 möglichen Punkten, Absturz auf Rang 17 - so die erschreckende Bilanz des Traditionsvereins in den vergangenen Monaten. Eigentlich wahrt nur die Paderborner Misere die Hoffnung der "Blauen".

Dennoch zog Trainer Benno Möhlmann nach dem Remis gegen Bochum ein positives Fazit, sieht sich und sein Team "wieder in der Spur". Für Torschütze Rubin Okotie war der Punkt ähnlich wie für Mittelfeldmann Stahl indes "zu wenig".

Möhlmanns Maßnahmen brachten keine entscheidende Besserung. Diesmal durfte Okotie beginnen, Winterneuzugang Sascha Mölders saß auf der Bank, Stefan Mugosa stand nicht im Kader. Im 4-2-3-1 standen die Löwen zwar ziemlich kompakt, nach vorne ging aber wenig, sehenswerte Spielzüge waren selten.

Ismaik plant Stadion mit echten Löwen

Vielbeachteter Gast unter den gut 15.000 Zuschauern in der Arena war am Sonntag auch Investor Hasan Ismaik, der am Freitag mit seinem Auftritt vor ausgewählten Anhängern (Klubvertreter waren unerwünscht) in der Nähe von München für Aufsehen gesorgt hatte. Er forderte unmissverständlich die Entlassung der Geschäftsführer Markus Rejek und Noor Basha, kündigte den Neubau eines Stadions im Osten von München an und stellte parallel dazu die Eröffnung eines Parks mit echten Löwen in Aussicht. Einem Teil der Fans gefiel das ganz und gar nicht. Sie empfingen Ismaik in der Arena mit wüsten Schmähplakaten und "Ismaik-raus"-Rufen.

Kein Wunsch nach einem Löwenzoo: Die Fans der Sechziger sehnen sich nach geordneten Verhältnissen.
Kein Wunsch nach einem Löwenzoo: Die Fans der Sechziger sehnen sich nach geordneten Verhältnissen.
© imago

Den Klub stellt diese Situation abermals vor eine Zerreißprobe. Präsident Peter Cassalette äußerte sich der sofortigen Entlassung der Geschäftsführer gegenüber kritisch: "Ich habe einen guten Eindruck von Rejek und werde das nicht vorantreiben", sagte er am Sonntag. Damit ist der nächste Konflikt programmiert.

Blockiert Cassalette die gewünschte Entlassung im Beirat, dann würde Ismaik dies als Affront bewerten. Die Folgen für das anstehende Lizenzierungsverfahren wären nicht abzusehen, denn 1860 braucht das Geld Ismaiks. Auch deshalb kündigte Cassalette den Versuch an, "den Streit einvernehmlich zu regeln". Für ihn steht aber fest: "Es gibt keinen Anlass, Rejek zu entlassen." Behauptungen, Rejek habe falsch gewirtschaftet, widersprach er energisch.

moz/aho

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weitere Infos zu Möhlmann

Vorname:Benno
Nachname:Möhlmann
Nation: Deutschland

Vereinsdaten

Vereinsname:1860 München
Gründungsdatum:17.05.1860
Mitglieder:19.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Grün-Gold. Abteilungsfarben: Weiß-Blau
Anschrift:Grünwalder Straße 114
81547 München
Telefon 0 18 05 - 60 18 60
Telefax: (0 89) 64 27 85 22 9
E-Mail: info@tsv1860.de
Internet:http://www.tsv1860.de