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15.02.2016, 11:13

Nach der achten Niederlage am Bornheimer Hang

FSV-Heimschwäche: Oral fordert mehr Disziplin

Der erste Ärger nach der 1:2-Niederlage des FSV Frankfurt gegen Greuther Fürth war bei Trainer Tomas Oral am Sonntag bereits wieder verraucht. Was bleibt, sind jede Menge Fragen ob des ganz schwachen Auftritts der Frankfurter Profis gegen die bis dato kriselnde Spielvereinigung.

Tomas Oral
Kann mit der Heimbilanz seines FSV nicht zufrieden sein: Tomas Oral.
© imagoZoomansicht

Die Vorschusslorbeeren für die im Winter mit vier Neuzugängen aufgewertete Frankfurter Mannschaft waren viele. Vom besten Kader aller Zeiten war da die Rede, von einer sehr guten Vorbereitung und der spielerischen und individuellen Weiterentwicklung einzelner Spieler - durchaus auch alles richtig, nur dass einige Frankfurter Profis mit so viel Lob scheinbar nicht umgehen können.

Flügelspieler wie Mario Engels und Felipe Pires spielten schon bei der zumindest defensiv guten Leistung in Karlsruhe (1:1) schwach, tauchten zuletzt gegen Fürth gar komplett unter (kicker-Note 5 und 6). In der Viererkette kommt Linksverteidiger Ehsan Haji Safi bislang überhaupt nicht in Gang, und auch die Innenverteidigung um Florian Ballas und Lukas Gugganig zeigte zuletzt gegen Fürth ungewohnte Schwächen. "Das sind alles junge Spieler, die manchmal zu viel auf einmal wollen. Wir werden darüber sprechen, aber man darf die Mannschaft auch nicht einmal hochjubeln und dann wieder eine komplette Kehrtwende machen", nimmt Oral sein Team in Schutz.

Strohfeuer gegen Fürth verglimmt schnell

Gesprächsbedarf gibt es nach dem Fürth-Spiel dennoch viel: Taktische Vorgaben, die nicht eingehalten wurden, aber auch der fehlende Wille, den Druck in der zweiten Halbzeit konstant hoch zu halten. Denn nach dem 1:2 durch Dani Schahin (49.) war der FSV zehn Minuten lang wieder im Spiel, Fürth angeschlagen - dann verfielen die Frankfurter aber schnell wieder in den alten Trott. Dabei war die Moral bislang das große Plus des FSV, der alleine sechs Punkte in der Schlussphase rettete. "Das Enttäuschendste ist, dass wir den Druck nicht aufrecht erhalten, obwohl wir dran sind", formulierte es Geschäftsführer Clemens Krüger treffend.

Auswärts hui, zu Hause pfui

In der Heimtabelle bleibt es nach der achten Niederlage im elften Spiel beim letzten Platz - da half es auch nichts, dass Oral sein Team aus psychologischen Gründen in den roten Auswärtstrikots auflaufen ließ und die Wechselbänke tauschte. "Zuhause funktioniert nicht alles, was wir uns vornehmen, wir haben eine andere Spielweise. Da müssen wir unsere Strategie disziplinierter durchziehen", weiß auch Oral. Wie gut, dass der FSV seine nächsten beiden Spiel auswärts bestreitet (auf St. Pauli und in Braunschweig). Eine gute Chance, das bislang noch beruhigende Punktepolster auf den Relegationsplatz (6 Punkte, Paderborn) und den ersten Abstiegsrang (9 Punkte, 1860 München) weiter auszubauen - immerhin funktioniert das in der Fremde für die Frankfurter deutlich einfacher (14 Punkte auswärts, 9 daheim).

Man muss unseren Umbruch respektieren. Wir werden immer wieder Schwankungen haben.Tomas Oral

Für Oral ist jedenfalls klar: "Man muss unseren Umbruch respektieren. Wir werden immer wieder Schwankungen haben. Fakt ist, dass wir viele junge Leute haben und aktuell auch den einen oder anderen erfahrenen Spieler, der noch im Hintertreffen ist." Dazu gehören Edmond Kapllani, Marc Kruska und Denis Epstein, die gegen Fürth nur auf der Tribüne saßen - deren Erfahrung für die kommenden Aufgaben aber vielleicht weiterhelfen könnte.

Susanne Müller

15.02.16
 
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weitere Infos zu Oral

Vorname:Tomas
Nachname:Oral
Nation: Deutschland
Verein:FSV Frankfurt