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07.02.2016, 21:55

Greuther Fürth knackt den Abwehrriegel nicht

Ruthenbecks Appell an die Fans

Die Hoffnungen waren groß, doch die SpVgg Greuther Fürth konnte gegen den FC St. Pauli nichts ausrichten. Der Pflichtspielstart im Jahr 2016 ging für Stefan Ruthenbecks Mannschaft, die seit fünf Spieltagen nicht mehr gewonnen hat (nur ein Remis), gründlich daneben. Am Ende stand im Heimspiel gegen den FC St. Pauli ein 0:2, was die Fans mit Pfiffen fürs Team und speziell für zwei Akteure quittierten. Das rief hernach den leicht angesäuerten Coach der Mittelfranken auf den Plan.

Stefan Ruthenbeck
Ist mit den Unmutsäußerungen der Fans nicht zufrieden: Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck.
© Getty ImagesZoomansicht

Den Willen absprechen konnte man der SpVgg am Sonntag nicht, der aufgebotene Angriff um Zlatko Tripic, Robert Zulj, Sebastian Freis und Veton Berisha mühte sich redlich. Doch knacken konnten sie allesamt das äußerst defensiv aufgestellte St. Pauli nicht. Es fehlte letztlich an Ideen, am erforderlichen Esprit - und es passierten vor allem im Angriffsdrittel zu viele einfache Fehlpässe beziehungsweise Stockfehler.

Symbolträchtig war für Ruthenbeck vor allem eine Szene, als einer seiner Angreifer in der Schlussphase aus bester Lage den Ball nicht traf, weil er zuvor weggerutscht war. "Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen", bescheinigte der Trainer seinem Team unabhängig vom Ergebnis ein gutes Zeugnis. "Wir hätten zu Beginn in Führung gehen können, fast schon müssen. Doch heute lief in den entscheidenden Szenen vieles gegen uns. Die Jungs haben alles rausgehauen, wir haben hohen Aufwand betrieben, aber wir sind nicht zwingend. Daran müssen wir arbeiten. Wir wollen eine stabile Saison, dafür war es zuletzt aber eindeutig zu wenig." Der Coach wusste zugleich für die Zukunft anzumerken: "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht hinten reinrutschen, aber das sage ich schon seit Wochen. Wir müssen ans Punkten kommen."

Ruthenbeck macht dem Ärger Luft

Den eigenen Fans geht das ähnlich, sie verlangen Erfolgserlebnisse. Denn auffällig war beim Spiel gegen die Kiez-Kicker auch, dass die Anhängerschaft die Kleeblättler zur Pause, nach Spielschluss und während der Partie immer wieder auspfiffen. Kein wirklich gellendes Pfeifkonzert, aber immer wieder eine klare Botschaft - vor allem an Jurgen Gjasula und Marco Stiepermann, auf die sich das Publikum ein klein wenig eingeschossen hatte.

Das gefiel Ruthenbeck überhaupt nicht, was er auch mit leicht verärgertem Tonfall offen mitteilte: "Ich weiß nicht, ob Pfiffe uns in dieser Phase weiterhelfen. Jurgen zum Beispiel sitzt gerade niedergeschlagen in der Kabine und weiß selbst am besten, dass er kein gutes Spiel gemacht hat. Doch gerade die Fans sollten sich eines fragen: Wenn ein Spieler aus Fürth die Möglichkeit hat, in Berlin oder Braunschweig zu spielen und hier ausgepfiffen wird, wofür wird er sich dann wohl entscheiden?"

Die Lage in Fürth bleibt ernst: Mit 25 Punkten aus nun 20 Partien stecken die Franken weiter im Niemandsland der Tabelle fest. Der Abstand auf den 16. Paderborn beträgt immerhin acht Punkte. Um die Stimmung im Team und bei den Fans schnell zu verbessern, hilft bekanntlich nur eines: Ein Sieg am kommenden Freitag (18.30 Uhr) bei Kellerkind FSV Frankfurt, das nur zwei Zähler hinter Fürth liegt.

mag

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07.02.16
 
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weitere Infos zu J. Gjasula

Vorname:Jurgen
Nachname:Gjasula
Nation: Deutschland
  Albanien
Verein:SpVgg Greuther Fürth
Geboren am:05.12.1985

weitere Infos zu Stiepermann

Vorname:Marco
Nachname:Stiepermann
Nation: Deutschland
Verein:SpVgg Greuther Fürth
Geboren am:09.02.1991

weitere Infos zu Ruthenbeck

Vorname:Stefan
Nachname:Ruthenbeck
Nation: Deutschland
Verein:SpVgg Greuther Fürth