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31.01.2016, 16:36

80 Verletzte bei Berliner Benefizspiel gegen Austria Salzburg

Fanmarsch eskaliert: Union widerspricht Polizeibericht

Um den 50. Geburtstag ihres Klubs zu feiern, marschierten rund 1000 Fans des 1. FC Union Berlin am Samstag von der Köpenicker Altstadt zum Benefizspiel gegen Austria Salzburg - am Ende waren rund 80 Personen verletzt. Weil Polizisten "massiv körperlich angegriffen" wurden? Jetzt widerspricht Union dem Bericht der Berliner Polizei.

Der Zug der Union-Fans trifft am Stadion ein
Auseinandersetzung am Stadion: Die Polizei versperrt dem Berliner Fan-Zug den Weg.
© imago

Am Samstag ist es am Stadion an der Alten Försterei vor dem Benefizspiel gegen Austria Salzburg (5:0) zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizisten gekommen, darin herrscht Einigkeit zwischen Union Berlin und der Polizei. Nicht aber bei den Details: Am Sonntag hat der Zweitligist den offiziellen Polizeibericht mit deutlichen Worten zurückgewiesen.

Nach Darstellung der Polizei seien Beamte aus einer Gruppe von rund 250 Anhängern "massiv körperlich angegriffen" worden, als diese gemeinsam mit hunderten anderen Union-Fans nach einem Jubiläumsmarsch zum 50. Geburtstag der "Eisernen" am heimischen Stadion eintrafen. "Die Beamten wehrten die Angriffe mittels körperlicher Gewalt ab und setzten auch Reizgas ein", teilte die Polizei mit, die den Anhängern den Weg vor der Haupttribüne in Richtung Eingang Waldseite versperrt hatte.

Union erklärte dagegen, eine Polizeikette hätte den Zug der Fans "ohne ersichtlichen Grund zu stoppen" versucht. "Ein aggressives Verhalten der Fans war nicht zu beobachten, im Gegenteil, zahlreiche Fans versuchten, der plötzlichen Sperrung auszuweichen oder davor zu stoppen", stellte der Klub klar und stützte sich dabei auf "vorliegende Videobilder".

Auch Unions Fanbeauftragter muss behandelt werden

Mehrere Fanbetreuer des Vereins hätten demnach versucht, "zwischen Polizei und nachströmenden Fans zu vermitteln. Als ein Fan das Gleichgewicht verlor und beim Sturz in die Polizeikette einen der Beamten zu Fall brachte, reagierten die anderen Polizisten umgehend mit körperlicher Gewalt und setzen Reizgas ein, wodurch die bis dahin ruhige Lage zur Eskalation gebracht wurde." Im Zuge dieser Eskalation kam es zu 80 Verletzten, darunter nach Polizeiangaben 21 Beamte. Den "Eisernen" zufolge musste auch Unions Fanbeauftragter Lars Schnell ärztlich behandelt werden.

Während die Polizei Angriffe vonseiten der Fans für die Ausschreitungen verantwortlich machte, kommt Union zu einem anderen Schluss: "Erst eine für ein Benefiz-Spiel außergewöhnliche hohe Polizeipräsenz und ein angesichts der Situation rund um das Stadion unerklärlich intensiver Polizeieinsatz haben die Lage eskalieren lassen."

jpe

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:1. FC Union Berlin
Gründungsdatum:20.01.1966
Mitglieder:13.185 (30.09.2016)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:An der Wuhlheide 263
12555 Berlin
Telefon: (0 30) 65 66 88 0
Telefax: (0 30) 65 66 88 66
E-Mail: verein@fc-union-berlin.de
Internet:http://www.fc-union-berlin.de


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